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GmbH
Bewertung

Eher nichts für mich und/oder Menschen denen eine moderne Firmenkultur wichtig ist

2,8
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 im Bereich Vertrieb / Verkauf in Krefeld gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

-Wirtschaftlich stabiles Unternehmen
-pünktliche Bezahlung
-E-Auto der Mittelklasse irgendwann nach der Probezeit
-Kaffee und Wasser

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

-Kultur & Miteinander: Aus meiner Sicht fehlt es an einer gelebten Unternehmenskultur; auch gemeinsame Mitarbeiterevents wurden nicht angeboten

-Kommunikation: Ich hatte den Eindruck, dass Defizite intern oft schönrednerisch dargestellt werden, anstatt Probleme offen anzugehen.

-Umgang mit Feedback: Kritisches Feedback wird nach meiner Wahrnehmung leider nicht ausreichend ernst genommen oder hinterfragt.

-Unnötige Einschränkungen bei der Nutzung der technischen Infrastruktur (wie dem Netzwerk) erschwerten den Alltag.

Mein Entschluss, diese Bewertung zu verfassen, resultiert vor allem aus der Erfahrung, dass auch bei der Beendigung des Arbeitsverhältnisses kein Interesse an einem konstruktiven Abschluss- oder Feedbackgespräch bestand. Möglichkeiten, sich als Arbeitgeber durch die Erfahrungen ausscheidender Mitarbeiter zu verbessern, wurden leider komplett liegengelassen. Die in dieser Bewertung geschilderten Punkte spiegeln ausschließlich meine persönliche Wahrnehmung während meiner Beschäftigungszeit wider.

Verbesserungsvorschläge

-Innovation fördern: Unterstützt neue, frische Ideen und gebt auch jüngeren oder neueren Teammitgliedern aktiv den Raum, ihre Impulse einzubringen.

-Vertrauenskultur statt Kontrolle: Lockert die Atmosphäre auf und vertraut den Mitarbeitern mehr. Ein persönlicher Austausch (z. B. zum Ausklang der Arbeitswoche) fördert das Miteinander und sollte nicht als mangelndes Engagement missverstanden werden.

-Konsequente Führung: Ich würde mir eine gleichmäßigere und transparentere Führung wünschen. Während in einigen Bereichen starkes Micromanagement spürbar war, fehlte an anderer Stelle eine klare und konsequente Reaktion auf unangemessenes Verhalten. Hier sollte eine faire Balance für alle gelten.

-Verlässlichkeit stärken: Absprachen und mündliche Versprechungen sollten verbindlicher gelebt und nachgehalten werden, um das gegenseitige Vertrauen zu stärken und Missverständnisse von vornherein zu vermeiden.

Arbeitsatmosphäre

Großraumbüro. Die Atmosphäre ist wirkt für mich eher steif und bedrückend. Traditionelle Werte wie Fleiß, Einsatzbereitschaft und eine hohe Arbeitsbelastung werden stark betont, während sich die Arbeitswelt und die Erwartungen an einen modernen Arbeitgeber weiterentwickelt haben. Manche Mitarbeiter führen durchgehend laute Selbstgespräche (bzw. kommentieren ihre Arbeitsschritte laut) während der Arbeitszeit, welche von meiner Arbeit abgelenkt hat und später sogar nervend wurde. Wer hier arbeiten möchte, sollte sich ans Siezen gewöhnen.

Image

Mein Eindruck war, dass das interne Bild des Unternehmens teilweise von vergangenen Konflikten und unterschiedlichen Meinungen über die Entwicklung des Unternehmens geprägt ist. Auch länger zurückliegende Themen waren im Arbeitsalltag teilweise noch präsent. Dadurch entstand für mich nicht immer der Eindruck eines einheitlichen und positiven Unternehmensbildes. Mehr Offenheit für neue Impulse und Veränderungen würde dem Unternehmen aus meiner Sicht guttun, um alte Strukturen aufzubrechen.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance habe ich als verbesserungswürdig empfunden. Obwohl sechs Homeoffice-Tage pro Monat grundsätzlich möglich waren und diese nach meiner Probezeit auch mit mir vereinbart wurden, hatte ich den Eindruck, dass deren Nutzung nicht uneingeschränkt erwünscht war. Trotz der vorherigen Absprache wurde die Inanspruchnahme der vereinbarten Homeoffice-Tage teilweise kritisch hinterfragt. Aus meiner Sicht wäre es wünschenswert, flexible Arbeitsmodelle nicht nur formal anzubieten, sondern diese auch als selbstverständlichen Bestandteil einer modernen Arbeitskultur zu leben.

Karriere/Weiterbildung

Aufgrund der Unternehmensgröße von rund 29 Mitarbeitern sind die klassischen Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten aus meiner Sicht begrenzt. Weiterbildungsmöglichkeiten durch einen bundesweiten Partner waren gegeben.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt entspricht dem Durchschnitt in der Branche und kam stets pünktlich. Auch Urlaubs- und Weihnachtsgeld existieren. Ein Dienstwagen wird laut Zusage nach der Probezeit angeboten. Leider zog sich die Bereitstellung von notwendigen Arbeitsmitteln (wie Visitenkarten) sowie die Umsetzung der Dienstwagen-Regelung aus meiner Sicht unerwartet in die Länge. Solche Grundlagen sollten eigentlich selbstverständlich sein, um seinen Job von Beginn an vernünftig ausüben zu können.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Hier habe ich sehr positive Erfahrungen gemacht. Nachhaltigkeit spielt im Unternehmen eine sichtbare Rolle und es wird Wert darauf gelegt, ökologische Aspekte im Arbeitsalltag zu berücksichtigen.

Kollegenzusammenhalt

Den Kollegenzusammenhalt habe ich unterschiedlich erlebt. Während viele Kollegen durch kleine gemeinsames Aktivitäten (wie mittags Grillen) aktiv zum Miteinander beigetragen haben, hatte ich im Arbeitsalltag teilweise den Eindruck, dass eher nebeneinander als miteinander gearbeitet wurde. Unterschiedliche Ansichten, insbesondere hinsichtlich interner Prozesse und Abläufe, führten nicht immer zu einem konstruktiven Austausch. Zudem wurde nach meinem Empfinden intern teilweise kritisch über das Unternehmen gesprochen, anstatt Verbesserungsvorschläge konsequent und offen einzubringen. Hier hätte ich mir mehr gegenseitige Unterstützung und einen stärkeren gemeinsamen Lösungsansatz gewünscht. Das Team ist fachlich funktional, aber sozial wenig verbunden. Das Ansprechen von Themen, die einen stören, werden unter den Teppich gekehrt.

Umgang mit älteren Kollegen

Bei der Vielfalt und insbesondere beim Umgang mit älteren Kolleginnen und Kollegen habe ich sehr positive Erfahrungen gemacht. Ein großer Teil der Belegschaft ist näher an der Rente als an der Ausbildung, wodurch eine gute Mischung aus langjähriger Erfahrung und unterschiedlichen beruflichen Hintergründen entsteht. Ich habe dabei keinen Unterschied in der Wertschätzung oder im Umgang aufgrund des Alters wahrgenommen.

Vorgesetztenverhalten

Ich habe die Kultur eher als One-Way-Feedback erlebt, bei der Empathie aus meiner Sicht oft zu kurz kam. Oft hatte ich den Eindruck, dass Zahlen vor Menschen kommen. Dieser Eindruck wurde mir auch im Austausch mit Kollegen gespiegelt.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsumgebung ist grundsätzlich funktional, allerdings ist das Großraumbüro nicht für jeden optimal. Durch die offene Gestaltung sind Gespräche und Telefonate im gesamten Raum sehr gut wahrnehmbar, was die Konzentration und das Gefühl von Privatsphäre teilweise beeinträchtigen kann. Aufgrund der Hellhörigkeit entstand zudem phasenweise der Eindruck einer mangelnden Privatsphäre gegenüber Vorgesetzten.
Auch technische Herausforderungen mit der Telefonie konnten während meiner Zeit leider nicht vollständig behoben werden, was den Arbeitsalltag zusätzlich erschwerte.
Da das Gebäude in Holzbauweise errichtet wurde, ist es zudem sehr schwingungsanfällig. Bewegungen oder unruhiges Sitzen von Kollegen übertragen sich spürbar auf die Arbeitsplätze, was die Konzentration auf Dauer belasten kann.

Kommunikation

Die interne Kommunikation habe ich teilweise als verbesserungswürdig empfunden. Informationen und Veränderungen wurden aus meiner Sicht nicht immer ausreichend transparent vermittelt. Zudem hatte ich den Eindruck, dass Themen und Konflikte nicht immer offen und konstruktiv geklärt wurden, wodurch Missverständnisse entstehen und sich Probleme unnötig lange halten konnten. Insgesamt würde ich mir einen transparenteren Informationsfluss und einen offeneren, lösungsorientierten Austausch zwischen Führungskräften und Mitarbeitern wünschen.

Gleichberechtigung

Je länger du dabei bist, desto mehr "Freiheiten" hast du.


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Arbeitgeber-Kommentar

Frank Schröter, Geschäftsführer
Frank SchröterGeschäftsführer

Guten Tag,

wenn ich, als verantwortungsvoller Geschäftsführer eine solche negative Bewertung des eigenen Unternehmens lese, macht mich das erstmal nachdenklich. Ich nehme Kritik ernst und lege dabei großen Wert auf einen respektvollen und professionellen Umgang. Ich werde mich zu individuellen Personalangelegenheiten grundsätzlich nicht öffentlich äußern, stelle mir jedoch einige Fragen, wie zum Beispiel:
• ist unsere Firmenkultur, die sich in mehr als 116 Jahren Firmengeschichte entwickelt hat, wirklich so schlecht?
• und wenn das alles so schlecht ist, warum sind wir dann seit so vielen Jahren erfolgreich am Markt tätig?
• weshalb hat der Verfasser dieser Nachricht uns nicht ein ehrliches Feedback gegeben? Lag das vielleicht auch an mir?
Ich kann die Enttäuschung dieses ehemaligen Mitarbeiters über den Verlust des Arbeitsplatzes gut verstehen und lade hiermit jeden Bewerber und/oder Interessenten an unserem Unternehmen gerne ein, uns kennenzulernen und Teil unseres Erfolgs zu werden.

Herzliche Grüße, Frank Schröter

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.