Gut am Arbeitgeber finde ich
Leider nichts. Es war mein persönlicher Albtraum.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Siehe oben
Verbesserungsvorschläge
Sich konsequent an das Arbeitsschutzgesetz halten, Auszubildende nicht als günstige Arbeitskräfte einsetzen und Mitarbeiter fair behandeln und bezahlen. Außerdem sollten Leitungen und Bereichsleitungen professionell auftreten, Kritik ernst nehmen und auch in schwierigen Situationen sachlich und respektvoll bleiben. Insgesamt braucht es mehr Wertschätzung, klare Strukturen und einen fairen Umgang mit den Mitarbeitern
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist aufgrund von Stress und Personalmangel sehr schwierig. Viele Leitungen wirken überarbeitet und überfordert, teilweise auch aufgrund mangelnder Erfahrung. Dadurch sind viele Mitarbeiter dauerhaft gestresst. Man wird teilweise stark unter Druck gesetzt, was das Arbeitsklima zusätzlich belastet
Karrierechancen
Karrierechancen gibt es kaum. Die Mitarbeiter geben sich sehr viel Mühe, arbeiten teilweise extrem viel und werden dafür sehr, sehr schlecht bezahlt. Viele arbeiten ohne ausreichende freie Tage und sammeln zahlreiche Plusstunden, die aufgrund des Personalmangels kaum abgebaut werden können. Gehaltserhöhungen kann man sich praktisch sparen. Es gibt kein Urlaubsgeld, kein Weihnachtsgeld und kaum zusätzliche Unterstützung oder Benefits. Es wird im Grunde nur das Nötigste geboten.
Arbeitszeiten
Die Arbeitszeiten können sich jederzeit kurzfristig ändern. Wenn sich morgens jemand krankmeldet, muss man teilweise spontan länger bleiben, um die Filiale zu besetzen. Dadurch ist die Arbeitszeit nur schwer planbar und es bleibt kaum Zeit für private Termine, Arzttermine oder andere wichtige Angelegenheiten. Insgesamt ist das eine große zusätzliche Belastung.
Ausbildungsvergütung
Die Ausbildungsvergütung ist sehr, sehr gering – vor allem bei einer Sechs-Tage-Woche. Auszubildende haben teilweise nur sonntags frei und werden aufgrund des Personalmangels häufig in andere Filialen geschickt. Dadurch entstehen teilweise sehr lange Fahrtwege. Man erfährt manchmal erst am selben Morgen, in welcher Filiale man eingesetzt wird, und steht dort teilweise auch alleine. Zusätzlich muss man sich dann selbst darum kümmern, einen Schlüssel für die Filiale zu bekommen. Für die geringe Vergütung ist diese Belastung sehr hoch
Die Ausbilder
Es gibt leider nur sehr wenige Ausbilder, sodass viele Azubis ohne ausreichende Betreuung arbeiten. Viele stehen teilweise tagelang alleine in der Filiale und haben dadurch kaum die Möglichkeit, ihre Pausen vernünftig zu nehmen. Der Fokus liegt meiner Erfahrung nach eher auf dem Arbeitsalltag als auf der Ausbildung und dem Lernfortschritt. Dadurch fühlt man sich schnell eher wie eine günstige Arbeitskraft als wie eine Auszubildende
Spaßfaktor
Der Spaßfaktor war für mich leider sehr gering. Ich bin häufig mit Bauchschmerzen zur Arbeit gegangen. Viele Leitungen wirken selbst überfordert und überarbeitet, was sich auch auf das Arbeitsklima auswirkt. Freie Tage werden wegen Personalmangels teilweise gestrichen und auch Urlaub kann dadurch schwierig zu nehmen sein. Durch die wenigen Schulungen im Laden fehlt zudem oft das nötige Wissen, sodass man sich schnell planlos fühlt. Wenn man Leitungen oder Bereichsleitungen auf Vorgaben des Arbeitsschutzes hinweist, reagieren diese meiner Erfahrung nach häufig gereizt, werden schnell ungeduldig und stellen die angesprochenen Regelungen teilweise infrage. Wer seine Meinung offen sagt oder Kritik äußert, bekommt meiner Erfahrung nach schnell Probleme.
Aufgaben/Tätigkeiten
Die Aufgaben waren größtenteils immer dieselben und wenig abwechslungsreich. Wenn man häufig alleine in der Filiale steht, bleibt zudem oft nicht genug Zeit, um alle anfallenden Aufgaben zu erledigen. Dadurch entsteht schnell zusätzlicher Stress.
Respekt
Respekt habe ich bei Schuback leider nur selten erlebt. Leitungen reagieren meiner Erfahrung nach schnell gereizt, und auch von Bereichsleitungen fühlt man sich bei Kritik oder bei Hinweisen auf gesetzliche Vorgaben nicht immer ernst genommen. Teilweise wurde mir sogar mit Konsequenzen gedroht, wenn ich Aufgaben aufgrund von Vorgaben des Arbeitsschutzes nicht übernehmen wollte.
Nach außen wird ein sehr freundliches Bild vermittelt, während ich intern häufig den Eindruck hatte, dass Auszubildende vor allem als günstige Arbeitskräfte eingesetzt werden. Für mich war das leider ein grundlegendes Problem im System Schuback. Viele Auszubildende suchen sich Hilfe bei der Handelskammer, leider ohne Erfolg.