Leider ist nicht alles Gold was glänzt.
Arbeitsatmosphäre
Die meisten direkten Vorgesetzen und Kollegen waren, abhängig von der Abteilung, echt in Ordnung. Viel Missgunst und Zwist zwischen manchen Kollegen und Abteilungen. Leider gibt es überall das eine oder andere schwarze Schaf. Und wehe dem der durch die Arbeit krank wird oder einen Arbeitsunfall hatte.
Image
Das intern und extern gepflegte Image ist wie so oft eine sehr idealisierte Version der Realität. Es gibt einige Gründe, aber das ist denke ich ein wichtiger, warum das Unternehmen immer wieder derartig viele neue Produktionsmitarbeiter gesucht hat.
Work-Life-Balance
Abgesehen vom einheitlichen Betriebsurlaub kann Urlaub konsumiert werden, wenn man selbst oder die direkten Führungskräfte die Vertretung für die Zeit geregelt haben. Je nach Arbeitsvolumen sind die Arbeitszeiten recht schwankend. Ein gewisser Gruppenzwang bei Überstunden ist vorhanden, da an den meisten Anlagen eine gewisse Anzahl an Mitarbeitern für die Produktion benötigt wird. Allerdings lassen direkte Vorgesetzte und Kollegen mit sich reden wenn man Gründe hat nicht länger bleiben zu können und es wird eine Lösung gesucht.
Kollegenzusammenhalt
Viele nette und gute Kollegen. Aber auch immer wieder einige die aufgrund ihrer Kompetenz und Dauer der Unternehmszugehörigkeit weder im direkten Umgang noch hintenrum kollegial gegenüber neuen Mitarbeitern.
Vorgesetztenverhalten
Meiner Erfahrung nach war die direkte Führungsebene zwar freundlich im Umgang aber es gab viele unnachvollziehbare und schlecht kommunizierte Entscheidungen.
Arbeitsbedingungen
Im Sommer sehr heiß, vor allem in den älteren Hallen. Als ausgleich für die körperliche Arbeit in einem ü. 40 grad Backofen ist das Wasser an den Automaten dann aber wesentlich günstiger zu kaufen. Und jeder Mitarbeiter konnte sich pro Tag ein kostenloses Eis nehmen.
Kommunikation
Verbesserungsvorschläge und Fehlerbehebung der Anlage wurden erst nach widerholtem Nachhaken, manchmal über Monate hinweg, ernst genommen. Vermutlich da ich der Neue war. Auch wenn das einer der Gründe war weshalb ich, als ausgebildeter Industriemachaniker, mit an der neuen Anlage produzieren sollte. Zu letzt gab es mir gegenüber kaum Kommunikation wann ich wo eingesetzt werden sollte. Vermutlich weil ich, im letzten Arbeitsjahr aufgrund von überlastungsbedingten körperlichen Problemen und dem Dahinscheiden meiner Mutter, länger krankgeschrieben war.
Interessante Aufgaben
Verbesserungsvorschläge, Fehlerbehebungen (oft sehr arbeitsrelevant, aber kein direkter Stillstand) wurden wenn überhaupt erst nach etlichen Beschwerden ernst genommen.


