Licht und Schatten.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Vielfältigkeit der Möglichkeiten. Rassismus hat hier keine Chance.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Man sollte sich zwar Ziele setzen, aber keine unrealistischen.
Verbesserungsvorschläge
Datengetrieben zu arbeiten ist grundsätzlich nicht verkehrt. Diese aber als Leistungs- und Bewertungsmaßstab zu nutzen fördert aber falsches Verhalten. Zahlen z.B. Anzahl Tickets in Zeiteinheit sind oft nicht vergleichbar.
Man fördert Verhalten die Zahl zu befriedigen, nicht das Ziel zu erreichen.
Weiterhin sollte man halbgare Themen nicht durch die Organisation prügeln.
Arbeitsatmosphäre
Stimmung in mancherorts verbesserungsfähig, aus verschiedenen Gründen. Aber beeinflussbar im Team.
Kommunikation
Aus der unteren/mittleren Führungsebene kommen wenig aktiv Informationen. Mag teamabhängig sein.
Große Veranstaltungen wie all Hands, die für die konkrete Arbeit wenig bringen oder "Motivationsansprachen" mit 400+ Teilnehmern.
Themen (wie z.B. Neo) werden mit kurzen Schulungen abgehandelt, statt aktiv mit jedem Team den Umgang damit zu besprechen/trainieren und auf die individuellen Herausforderungen der Teams einzugehen. Man ergötzt sich lieber an Zahlen wie x-Teams auf NEO.
Unter der Hand erzählen Mitarbeiter, dass sie sich nicht trauen etwas negatives zu sagen (Nestbeschmutzer).
Kollegenzusammenhalt
Teamabhängig, aber mangels Entwicklungsperspektiven kämpft manchmal jeder gegen jeden oder hat resigniert.
Work-Life-Balance
Durch Zeitbuchung (Dank EU) etwas besser als früher, jedoch ist die Arbeitslast kaum zu schaffen.
Erwartungshaltung an verschiedene Rollen überzogen. Was z.B. ein Engineer, Engineering Lead, Product Owner etc. leisten sollen ist realistischerweise kaum zu leisten. Man schreibt hinein, ohne zu berücksichtigen, was geht.
Vorgesetztenverhalten
Es wird nach oben geschaut.
Die Prozesse und Vorgaben sollen formal eingehalten werden, KPIs sind King, darüber glänzt man nach oben.
Wie die Realität aussieht interessiert weniger. Manche Führungskraft setzt sich in Meetings, arbeitet nicht mit, wirkt kaum mit, möchte primär seine Position erhalten oder verbessern.
Interessante Aufgaben
Man hat im Unternehmen kein Problem eine interessante Aufgabe zu finden. Es gibt fast alles.
Wobei durch neue Regeln der Lösungsraum in der Entwicklung so eingeschränkt wurde, dass man eigentlich nur Codeknecht ist. Einheitlichkeit frisst Kreativität und Möglichkeit sich zu entwickeln, neues auszuprobieren. Letzteres passiert durch ausgewählten Spezln denen man den nötigen Freiraum gewährt...die anderen müssen Code fabrizieren, seit neuestem sollen sie das AI gestützt tun.
Gleichberechtigung
Man versucht Frauen zu fördern.
Umgang mit älteren Kollegen
Ab 50+ ist man nicht mehr so interessant. Eher Abstellgleis, Abstieg, Degradierung vielfältig zu beobachten.
Arbeitsbedingungen
Homeofficeregeln gut, aber teamabhängig ausgestaltet.
Die Bürostandorte Großraum. Laut, nervig, muss man mögen. Für Entwicklung definitiv ungeeignet, auch die Bildschirme (zwar zwei, aber viel zu klein). Ein Grund weshalb manche kaum noch in die Bürostandorte gehen.
Besprechungsräume problematisch. Teilweise muss man außerhalb von HN suchen.
Die Umstellung auf Google Tools statt Microsoft an vielen Stellen problematisch, vor allem Google Meet.
Gehalt/Benefits
Ist es für die Arbeitsleistung/Motivation förderlich jahrelang (ich kenne Fälle von +6 Jahre) keine Gehaltserhöhung zu gewähren, also auch über Jahre hoher Inflation, d.h. mehrere Jahre kaufkraftbereinigt weniger Gehalt zu bekommen?
Konsequenz ist klar, selbst wenn es die Mitarbeiter nicht aussprechen. Vor einem Jahrzehnt war das Gehalt sehr gut, jetzt nicht mehr.
Jetzt ist es nicht kompetitiv bei dem Anspruch "beste" oder "führende" Softwarecompany zu werden. Ein L3/Software Engineer II (Absolvent) bei Google hat > 100.000 Euro in D.


