Super (direkte) Kollegen, aber im Konzerngefüge wenig Wertschätzung und mangelnde Kommunikation
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Home Office (noch, hier wünsche ich mir Klarheit!)
- Sehr spannendes Thema, wer entwickelt schon eine eigene Cloud?
- Coole Kollegen
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Jahresmitarbeitergespräche (Talent Management) wirkt willkürlich
- Für Veranstaltungen vor Ort (Hackathon, verschiedene On-Site-Termine) wird ein zahlreiches Erscheinen gewünscht, aber die Anreise und Unterkunft sollen privat bezahlt werden, wenn das sich nicht gerade produkt-/projektspezifisch unterbringen lässt. Das habe ich in meinem Bekanntenkreis noch nie gehört.
Verbesserungsvorschläge
- Mehr nach aktuellen Mitarbeiter:innen schauen, statt nur neue Kollegen hoch eingestuft einzustellen. Es gibt viele super kompetente Kolleg:innen, die ihre Zukunft irgendwann nicht mehr bei der STACKIT sehen.
- Sicherheit fürs Home Office anbieten. Es gibt seit Jahren Unruhe darüber, ob das so bleibt, weil es nicht vertraglich garantiert ist, vor allem im Hinblick auf den neuen Campus. Das ist eine Unsicherheit, die nicht sein müsste.
- Weniger in Sales-Sprech reden. Wir Nicht-Sales-Mitarbeiter:innen möchten auch etwas verstehen, wenn wir in firmenweiten Meetings zusammensitzen.
Arbeitsatmosphäre
Die Kollegen im eigenen Team sind alle super nett, hilfsbereit und umgänglich. Direkte Vorgesetzte loben auch (wobei das sehr von der Führungskraft abhängt), ansonsten gibt es unter Entwicklern auch einen gewissen Frust, wie stark der Fokus auf Sales gesetzt wird (und wie viel Raum das in firmenweiten Meetings einnimmt).
Kommunikation
Es gibt regelmäßige firmenweite Meetings, aber gefühlt wird dort nicht so viel neues gesagt, weil das meiste über Flurfunk eingesammelt werden muss. So entstehen oft unnötige Unruhe und Gerüchte. Außerdem wurde die Partizipation Schritt für Schritt eingeschränkt: Ursprünglich gab es einen Chat bei Meetings, dann ein Q&A und jetzt ist es stellenweise nur noch ein "Fragen per Mail".
Kollegenzusammenhalt
Im direkten Team super. Man hat nie das Gefühl, dass man irgendwie in Konkurrenz zu den anderen steht, man lernt voneinander, unterstützt sich. Über Teams/Produkte hinweg ist die Zusammenarbeit meistens auch gut, nur manchmal träge.
Work-Life-Balance
Für mich persönlich gut. Manchmal habe ich das Gefühl ich würde jetzt noch mehr für die Arbeit hinbekommen, aber das ist wohl individuell und so nicht vorausgesetzt.
Vorgesetztenverhalten
Sehr individuell. Es gibt gute und schlechte Vorgesetzte. Ich hatte schon mehr Vorgesetzte als Betriebsjahre, was kontinuierliche Entwicklung schwer macht. Bei manchen Vorgesetzten entstand schnell der Eindruck, dass sie Leute mehr fördern (z.B. mehr 1on1s) wenn es ihnen persönlich einen Vorteil bringt. In der Vergangenheit hatte ich Vorgesetzte, die keine Entscheidungen treffen wollten und das Team hat entsprechend länger ziellos vor sich hingearbeitet, weil die Richtung gefehlt hat.
Interessante Aufgaben
Aktuell bin ich sehr zufrieden mit den Aufgaben, technologisch und fachlich sehr vielfältig.
Gleichberechtigung
Als Mann schwer einzuschätzen, gefühlt ist Gleichberechtigung von Frauen da, auch wenn der Frauenanteil vor allem in der IT sehr gering ist. Negativ aufgefallen: Eine Kollegin im Elternurlaub wurde über weitreichende Prozesse bzgl. Umstrukturierung nie informiert und kam dann komplett ohne Überblick zurück.
Arbeitsbedingungen
Arbeite meistens im Home Office, da entsprechend individuell (keine Büroausstattung gestellt). Laptop ist top, nur durch eine Reihe von Corporate-Software (VPN,...) stellenweise unbequem zu verwenden.
Vor Ort (wird bald durch neuen Campus überholt sein) ok, Großraumbüro mit Klimaanlage die mal ihre Macken hat.
Gehalt/Benefits
Kein Weihnachtsgeld, Sozialleistungen etc. Prinzipiell ist der Lohn gut, aber durch schwierige Jahresgespräche (Talent Management) kann man sehr schnell in eine Situation der Stagnation kommen, in der man keine Gehaltserhöhungen mehr bekommt (nur teilweise ausgleichende Einmalzahlungen). Ob man aufsteigt oder nicht lässt sich auch nur sehr schwer an objektiven Kriterien/Leistung festmachen.
Image
Die Schwarz-Gruppe ist außer regional mMn nicht überaus bekannt (außer über die Marken Lidl, Kaufland), im Bekanntenkreis habe ich festgestellt, dass diejenigen, die den Konzern kennen ihn nicht als arbeitnehmerfreundlich wahrnehmen. Meine Wahrnehmung ist, dass meine Kollegen die Mission der Digits und STACKIT generell cool finden, aber wenn es um die Gruppe geht schnell die Augen verdrehen, weil es doch auch ein Großkonzern ist mit all den damit verbundenen Vor- und Nachteilen.
Karriere/Weiterbildung
Wie unter Gehalt beschrieben: Karriere machen kann stellenweise sehr schwierig werden. Es gibt Fälle wo Leute stagnieren, den Konzern verlassen um dann später höher eingestuft wiederzukommen. Wirkt sehr Vorgesetztenabhängig und manchmal willkürlich. Man muss laut sein, um Karriere zu machen, oder sehr unentbehrlich. Wenn man jedes Jahr neue Dinge genannt bekommt, die man machen kann, damit es nächstes Jahr klappt, überlegt man es sich zweimal, ob man die Extrameilen geht.


