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Bewertung

Große Versprechungen, mangelhafte Ausstattung und enttäuschende Führung - Streifen-/Pfortendienstmitarbeiter Bitterfeld

1,5
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 bei Securitas Fire Control in Bitterfeld-Wolfen gearbeitet.

Arbeitsatmosphäre

Jeder ist für sich.

Image

Im Raum Bitterfeld-Wolfen hat Securitas immer mehr an Wertschätzung verloren. Das liegt einerseits an den Mitarbeitern selbst und andererseits am Desinteresse seitens Securitas.

Work-Life-Balance

Im Großen und Ganzen sind die Schichtpläne nicht sonderlich durchdacht. Hierbei muss erwähnt werden, dass der Supervisor diese erstellt.

Umbruchschichten (z. B. Montag Nachtschicht, Dienstagfrüh kommt man nach Hause und soll Mittwoch bereits wieder zur Frühschicht erscheinen) sind der Standard, obwohl sich diese in den meisten Fällen vermeiden ließen.

Ein weiterer großer Kritikpunkt ist die Schichtverteilung.
Der Standardschichtplan sieht wie folgt aus: Von 14 Tagen geht man 12 Tage arbeiten. Die zwei freien Tage sind reine Umbruch- bzw. Schlaftage. Danach hat man 5 Tage frei, arbeitet wieder 5 Tage durch, hat 4 Tage frei und muss dann 3 Tage arbeiten. Was in der Theorie wie ein Traum klingt, ist in der Praxis absolut nicht förderlich. Es handelt sich durchweg um 12-Stunden-Schichten und es wird wild sowie teilweise willkürlich zwischen Nacht- und Tagschicht gewechselt.

Wer Kritik äußert oder den Mund aufmacht, wird „bestraft“ und angefeindet.

Karriere/Weiterbildung

Im Einstellungsgespräch wurde mir eine Weiterbildung zugesagt, da ich von Anfang an klar kommuniziert habe, dass ich Streifen- und Pfortendienst maximal ein Jahr lang machen möchte. Damals sprachen wir konkret über die Fachausbildung.

Im April hieß es dann, dass es im Mai/Juni losgehen sollte. Im Juni wurde der Start auf Juli verschoben. Im Juli hieß es wiederum, dass es definitiv im August klappt – inklusive der Aussage: „Die Mitarbeiter am Standort X wissen bereits Bescheid.“ Anfang August wurde das Ganze auf September verschoben mit den Worten: „Ich verspreche es Ihnen.“ Inzwischen heißt es nur noch, dass es irgendwann im Herbst losgehen soll. Etwas Schriftliches wollte man mir nie geben.

Nach meiner Kündigung wurde mir dann vor geworfen, ich hätte schlicht keine Geduld.

Gehalt/Benefits

- Tarifgehalt
- Keine Prämien (trotz Versprechungen im Bewerbungsgespräch)
- Kein Urlaubs- oder Weihnachtsgeld

Man bekommt zwar eine Guthabenkarte, auf die zweimal im Jahr 50 € geladen werden (zum Geburtstag und zu Weihnachten), aber das finde ich kaum der Rede wert. Ansonsten gibt es keinerlei Zusatzleistungen – außer dem Gehalt, welches zumindest immer pünktlich überwiesen wird.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Wir haben zwar ein E-Auto, allerdings mit der kleinsten Batterie. Der Schritt geht prinzipiell in die richtige Richtung, aber die Umsetzung ist eher mangelhaft.

Kollegenzusammenhalt

Die Beurteilung fällt recht schwierig aus. Da man kaum Berührungspunkte miteinander hat, kann man sich im Grunde nur zur Leitstelle äußern. Dass die meisten dort unglücklich sind, ist ihnen deutlich anzusehen.

Der Supervisor ist ein sehr spezieller Kandidat: freche Aussagen, äußerst feindseliges Verhalten und keinerlei Verlässlichkeit. Er ist der Inbegriff von Machtmissbrauch.

Aussagen wie „Ihr macht das, was ich euch sage!“ oder „Ich muss es ja nicht machen“ sind mehrmals gefallen.

Umgang mit älteren Kollegen

Aus meiner Perspektive beziehungsweise nach dem, was ich mitbekommen habe, werden Ältere nicht wirklich gewürdigt und teilweise schlecht behandelt.

Vorgesetztenverhalten

Ein sehr enttäuschendes Thema.

Über den Supervisor habe ich bereits geschrieben. Ich könnte noch einiges ergänzen, aber wichtiger ist die Rolle des Standortleiters.

Vorweg: Menschlich ist dieser Mann eine 1A-Person mit viel Verständnis. Das ist leider auch schon das einzige Positive.

Er verspricht sehr viel, hält davon aber nichts. Zudem wirkt er oft extrem verplant: Man kann um 10:00 Uhr ein Gespräch mit ihm führen und nur eine Stunde später hat er bereits alles wieder vergessen. Verspricht er dir noch vorbei zukommen oder dich an zurufen, wird nichts kommen

Mir und anderen Kollegen wurde eine Weiterbildung zur GSSK versprochen. Der Starttermin wurde allerdings viermal verschoben – und das, obwohl der Standortleiter laut eigener Aussage den jeweils anderen bereits angemeldet und die Unterlagen verschickt haben wollte.

Der Standortleiter weicht Tatsachen oft aus, arbeitet mit Unwahrheiten und meidet jegliche Konfrontation.

Auch die Kündigung war eine schwere Geburt: Weder der Supervisor noch der Standortleiter wollten mir eine Eingangsbestätigung ausstellen, sodass ich das Schreiben letztlich noch einmal per Einwurf-Einschreiben an die Leitstelle senden musste.

Arbeitsbedingungen

An manchen Pforten hat man kaputte Stühle, und es wird sich einfach nicht darum gekümmert.

Was die Arbeitskleidung angeht: Ich habe genau zwei T-Shirts, ein Langarmshirt, eine Übergangsjacke und eine Hose bekommen. Im Sommer geht man dadurch zwangsläufig in getragener Kleidung zur Arbeit und im Winter friert man extrem. Trotz mehrmaligen Nachfragen, Hinterherrennen und Versprechungen bekommt man keine Ergänzung.

Teilweise warten Kollegen seit Jahren vergeblich auf ihre Dienstkleidung.

Im Streifendienst hat man nicht einmal eine vernünftige Taschenlampe – jede Taschenlampe aus dem Ein-Euro-Laden leuchtet heller.

Kommunikation

Eigentlich ist hier selbst ein Stern noch zu viel.

Die Standortleitung verspricht viel und zeichnet große Visionen – in der Realität wird davon jedoch nichts umgesetzt.

Zudem herrscht eine schlechte Arbeitsatmosphäre: Es wird viel gelästert und Gerüchte verbreiten sich schnell.

Gleichberechtigung

Eher neutral, obwohl teilweise schon merkwürdig über Ausländer und Frauen gesprochen wird.

Interessante Aufgaben

Im Streifendienst fährt man eigentlich nur von A nach B. Es interessiert niemanden, ob man seine Arbeit macht oder nicht.

Im Pfortendienst sitzt man 12 Stunden herum und hat im Grunde nichts zu tun.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.