Leider sehr enttäuschende Erfahrung - keine Empfehlung!
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Mein Eindruck ist, dass hier sehr viel verlangt wird, ohne die notwendigen Grundlagen zu schaffen. Fehlende Strukturen, mangelhafte Kommunikation und problematische Arbeitsbedingungen werden mit dem Hinweis „Startup“ relativiert. Meiner Erfahrung nach rechtfertigt das jedoch keine solcher Zustände. Ich rate potenziellen Bewerber:innen dringend, Versprechen im Bewerbungsprozess sehr kritisch zu hinterfragen und sich vorab sehr genau nach Onboarding, Arbeitsmitteln und Erwartungen zu erkundigen. Ergänzend möchte ich erwähnen, dass selbst bei sensiblen Themen wie der Altersvorsorge keine Verlässlichkeit gegeben war. Eine bereits bestehende betriebliche Altersvorsorge konnte nicht fortgeführt werden, da der zuständige Chef über Wochen hinweg auf keinerlei Kontaktversuche meines Beraters reagiert hat. In Zeiten, in denen Eigenverantwortung für die spätere Rente immer wichtiger wird, halte ich dieses Verhalten für besonders kritisch und problematisch. Als Mitarbeiterin bei der Firma Sentics GmbH habe ich mich nicht wahrgenommen gefühlt.
Arbeitsatmosphäre
Der positive Eindruck aus dem Bewerbungsprozess hielt im Arbeitsalltag nicht stand. Die fehlenden Strukturen, unklaren Zuständigkeiten und das permanente Improvisieren wirkten sich spürbar auf die Atmosphäre aus. Verlässlichkeit habe ich kaum erlebt.
Kommunikation
Kommunikation ist eines der größten Probleme. Informationen wurden nicht aktiv weitergegeben, Absprachen fehlten oder änderten sich kurzfristig. Mitarbeitende wussten teilweise nicht, dass neue Kolleg:innen starten oder eingearbeitet werden müssen. Das führte zu Frust und Ineffizienz.
Kollegenzusammenhalt
Die Kolleg:innen waren grundsätzlich bemüht und hilfsbereit. Viele wirkten jedoch selbst überlastet und orientierungslos, was den Zusammenhalt erschwerte.
Work-Life-Balance
Trotz offiziell 100 % Homeoffice war eine klare Trennung zwischen Arbeit und Privatleben nicht gegeben. Durch die erwartete ständige Erreichbarkeit auf privaten Geräten wurde diese Grenze regelmäßig überschritten.
Vorgesetztenverhalten
Es wurden sehr hohe Erwartungen gesetzt, ohne klare Vorgaben, Prioritäten oder realistische Rahmenbedingungen. Gleichzeitig war starkes Mikromanagement präsent. Unterstützung, Orientierung oder konstruktiver Austausch blieben aus meiner Sicht auf der Strecke. Fehlende Verlässlichkeit ist hier leider ebenfalls ein ganz großes Thema.
Interessante Aufgaben
Sehr chaotische Aufgaben die durch fehlende Strukturen erschwert wurden.
Gleichberechtigung
Hier habe ich keine negativen Erfahrungen gemacht, allerdings war der Zeitraum zu kurz für eine umfassende Bewertung.
Umgang mit älteren Kollegen
Kann ich nicht beurteilen.
Arbeitsbedingungen
Besonders kritisch. Mir wurde während der gesamten Beschäftigungszeit kein funktionierender Arbeitslaptop zur Verfügung gestellt. Ich war gezwungen, dauerhaft mit privaten Geräten zu arbeiten. Auch die Nutzung privater Accounts (z. B. LinkedIn) sowie die Installation dienstlicher Tools auf privaten Geräten wurden vorausgesetzt. Das halte ich für besonders problematisch und nicht zeitgemäß.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Neutral.
Gehalt/Benefits
Das Fixgehalt war marktüblich. Die im Bewerbungsgespräch in Aussicht gestellten Verdienstmöglichkeiten erschienen mir in der Praxis jedoch unrealistisch, insbesondere aufgrund der sehr schlechten Lead-Qualität. In Bezug auf Sozialleistungen habe ich mangelnde Zuverlässigkeit erlebt.
Image
Nach Außen wird ein modernes und ambitioniertes Bild vermittelt. Intern habe ich jedoch erhebliche organisatorische und kommunikative Defizite erlebt. Das Außenbild entspricht aus meiner Sicht nicht der Realität.
Karriere/Weiterbildung
Im Bewerbungsprozess wurden attraktive Entwicklungsmöglichkeiten in Aussicht gestellt. In der Praxis fehlten jedoch klare Perspektiven, Strukturen oder gezielte Förderung. Versprechen und Realität lagen deutlich auseinander.