Ich bin froh, dass ich weg bin
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Für mich war Seqirus leider eine Enttäuschung. Aus meiner Sicht hat hier so vieles nicht gestimmt, dass ich bereits nach kurzer Zeit keine Perspektive mehr gesehen habe und gegangen bin. Meine Erfahrung und meine Eindrücke, zusammengefasst:
- Eine starke Workaholic Kultur mit einer dauerhaft sehr hohen Arbeitsbelastung und sehr vielen Überstunden. Wenn man das nicht mitgeht, hat man es aus meiner Sicht sehr schwer mitzuhalten und die Arbeit zu bewältigen.
- Die Arbeitsweise erinnert aus meiner Sicht stark an ein Startup - sehr chaotisch, aktionistisch und ohne klare strategische Leitplanken. Die Führung habe ich dabei insgesamt als sehr hektisch und wenig strukturiert empfunden, wo Themen in der Regel mit hoher Dringlichkeit und Druck weitergegeben werden, ohne klare Orientierung oder nachhaltige Planung. Zusätzlich kam leider sehr oft auch Mikromanagement hinzu.
- Prozesse wie Onboarding und Offboarding waren aus meiner Erfahrung auch schlecht organisiert und die HR Unterstützung habe ich bei Seqirus generell als sehr schwach erlebt.
- Zur Kultur und Arbeitsatmosphäre: Ich hatte von Tag 1 an das Gefühl, dass dem Wohlbefinden der Mitarbeitenden zu wenig Bedeutung beigemessen wird. Der Fokus liegt bei Seqirus aus meiner Sicht extrem stark auf Output, während Themen wie moderne oder nachhaltige Arbeitsbedingungen, Nähe zum Mitarbeiter, Work-Life-Balance oder Feedback von Mitarbeitenden kaum eine Rolle spielen, was aus meiner Sicht heutzutage überhaupt nicht mehr zeitgemäß ist.
Für mich in Summe eine sehr belastende und fast surreale Erfahrung.
Auch im Team war die Stimmung zu oft angespannt und es entstand kein wirklich angenehmes Arbeitsumfeld, in dem ich mich wohlfühlen konnte.
Positiv hervorzuheben sind einzelne hilfsbereite Kolleginnen und Kollegen, die einem das tägliche Überleben bei Seqirus erleichtern, sowie die grundsätzlich spannenden Themen und Produkte im Unternehmen.