Lieber Hartz-IV als hier
Gut am Arbeitgeber finde ich
Liegt unweit von meinem Wohnort entfernt.
Auf den AG bezogen gibt es nichts positives.
Ah doch, wenn der Boss weg ist (Donnerstags), ist es lockerer.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Alles wie oben beschrieben:
- ich finde die Toiletten zum abgewöhnen
- ich finde die Fahrstühle total veraltet (siehe die Unfälle)
- Kollegen brauchen einen Rundumschlag in Sachen Teamfähigkeit und Auftreten.
Dieser Betrieb ist gefühlt schon fast nicht mehr zu retten und jeder sollte seine möglichen Schritte des Kontakts mit dieser Firma gründlich abwägen.
Verbesserungsvorschläge
Das Unternehmen muss komplett umgekrempelt werden, komplett neu strukturiert, sonst sehe ich in einigen Jahren schwarz. Wer will da noch arbeiten?
Im Aufschwung kann jeder erfolgreich eine Firma führen aber wenn die nächste Krise kommt (~2021), wird ausgesiebt. Und so wie ich das hier einschätze, kann sich die Firma warm anziehen. Zur Not gehen denen in ein paar Jahren die Mitarbeiter aus, hier wird nichts in Fortschritt investiert. (die neue Lagerhalle zähle ich mal nicht dazu)
Stillstand = Rückschritt. Quittung kommt später.
Arbeitsatmosphäre
Katastrophe. Also man merkt, dass hier wirklich nur Leute arbeiten, die auf dem Arbeitsmarkt sonst nicht angenommen werden, oder die mit 50+ woanders nichts mehr finden bzw. sich nicht weiterentwickeln wollen. Niveau sucht man hier vergebens. 1-2 positive Ausnahmen gibt's aber in jeder Abteilung. Musik, Kopfhörer und Handy sind verboten und im Spind zu lassen.
Image
Schlecht. Keiner den ich kenne hält was auf die Firma. Mir wurde immer geraten, mir etwas anderes zu suchen, als ich gesagt habe wo ich arbeite.
Work-Life-Balance
Nicht vorhanden. 10 Stunden Schichten sind normal. Rekord 70 Std. Woche. Kam vor, dass Mitarbeiter 2 Schichten am Stück machen mussten (=17 Std+), weil jemand krank war. Ich war 1x im Jahr für 3 Tage krank und wurde ins Büro bestellt, um versichern zu müssen, dass ich wirklich krank war. Ansonsten heißt es nur Stunden kloppen mit so wenig Personal wie nötig.
Karriere/Weiterbildung
Teilweise möglich. Allerdings als extra neben dem bisherigen Job, dann kommen nochmal einige Stunden in einer anderen Abteilung oben drauf, bevor dann die richtige Schicht losgeht.
Gehalt/Benefits
Katastrophe. 10-12€ die Stunde jenachdem wie lange man dort schon arbeitet. Hier gilt es wirklich über die Überstunden Geld zu machen, da diese ausgezahlt werden. Aber auch nicht regelmäßig, sondern alle 3 Monate mal 100 Stunden. Da freut sich der Staat. :)
Sonst gibt es nichts.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es wird das minimum getan.
Kollegenzusammenhalt
Gibt 1-2 Kollegen, die vom Alter her nicht kurz vor der Rente sind und mit denen man besser auskommt. Diese haben noch etwas Energie und Willenskraft etwas zu verändern. Bei allen anderen nicht. Nach ein paar Jahren verstehe ich warum.
Umgang mit älteren Kollegen
Katastrophe. Gab viele Tage, wo keiner miteinander gesprochen hat.
Guten Morgen kennt da erst recht niemand.
Vorgesetztenverhalten
Abwertend, Rücksichtslos, Unverschämt, Respektlos. Chef hält sich mutmaßlich für was besseres. Null Bindung, nicht Regionsnah, was klar ist, kommt 400km zum Job, bleibt vier Tage, fährt dann wieder.
Arbeitsbedingungen
Eigentlich gehört der Laden geschlossen wie ich finde.
Arbeitssicherheit ist praktisch nicht vorhanden und dementsprechend viele Unfälle gab es da auch schon. Teilweise schwere. Einmal ist jemand von einer ungesicherten Laderampe gefallen und der Boss macht sich noch drüber lustig und regt sich über die Tollpatschigkeit auf, obwohl Verletzungen entstanden sind. Richtig übel.
Könnte etliches aufzählen. Bei den angekündigten Kontrollen ist auf einmal alles ok. ;)
Ansonsten Druck, Druck, Druck und fleißig die Arbeitsnachweise ausfüllen, die am Ende eh wieder manipuliert werden, damit die älteren Kollegen nicht so schlecht dastehen. Realitätsverweigerer.
Kommunikation
Findet nicht statt. Personen werden abwertend behandelt. Statt namentlich werden diese meistens nur mit z.B.: "Der eine" angesprochen. Ansonsten findet arbeitsbezogene Kommunikation nur statt, wenn es wieder etwas auszusetzen gibt.
ps. Die Fehlerkultur im Unternehmen habe ich als sehr defensiv wahrgenommen. Mein Eindruck war, dass mit Kritik – auch nach dem Ausscheiden – intern wie extern nicht besonders offen oder konstruktiv umgegangen wird.
Gleichberechtigung
Naja verbesserungswürdig.
Als junger Mitarbeiter hat man nichts zu sagen. Es wird eher auf die alten gehört, damit die bloß nicht auch noch kündigen.
Interessante Aufgaben
War soweit eigentlich ok.
Ein-, Auslagern von Waren, Transporte, Verpacken, Kommissionieren, das übliche halt.