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Seven 
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& 
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GmbH
Bewertung

Top
Company
2024

Ich bereue es nicht, dass ich inzwischen nicht mehr bei Seven Principles arbeite

1,8
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr für dieses Unternehmen gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Herausragende Mitarbeitermotivation, das Unternehmen zu verlassen ;-)
Ich kenne sogar jemanden, der ein (duales) Studium angefangen und durchgezogen hat, nur um anderswo eine andere Stelle zu bekommen

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

S. oben.

Verbesserungsvorschläge

Es wurden und werden bereits seit Jahren zahlreiche Vorschläge geäußert.
Ich glaube nicht (mehr), dass nur ein geringstes Interesse seitens der Seven Principles besteht, diese in die Tat umzusetzen

Arbeitsatmosphäre

Innerhalb des Teams besser, sofern man einem Team zugehört (es gibt viele 'Einzelkämpfer', die dauerhaft in Kundenprojekten tätig sind und somit keinem Team vor Ort zugewiesen sind bzw. ihre Teamkollegen überhaupt nicht sehen/kennen). Ansonsten angespannt. Ok, man duzt sich auf allen Ebenen, vom Mitarbeiter bis zum Vorstand. Das wars aber auch schon.

Kommunikation

Sehr personenabhängig. Auf der Vorstandsebene eher schlecht. Ehrlichkeit und Wertschätzung habe ich während so mancher Vorstandsrede äußerst vermisst. Besonderst dreist fand ich, wenn Unternehmensverluste, die eindeutig auf die Fehler der obersten Führungsetage zurückzuführen waren (z.B. Verluste aus dem Ein- und Verkauf von Fremdunternehmen etc.) von den Verursachern auf die äußeren Umstände oder, noch schlimmer, den Mitarbeitern in die Schuhe geschoben wurden ('wir haben Verluste, weil ihr zu wenig für das Unternehmen tut' --> sprich, weil ihr zu faul gewesen seid). Das einzig bewundernswerte an solchen Reden ist, dass es dem Redner dabei gelungen ist, nicht rot zu werden.
Interessant fand ich auch, dass manch besonders abstruse Forderungen aus dem Vorstand von einigen Führungskräften der unteren Hierarchieebenen gar nicht erst nach unten weitergegeben, also den Mitarbeitern verschwiegen werden (dass es diese Forderungen gab, erfährt man natürlich aus dem Flurfunk)... Fremdscham?

Kollegenzusammenhalt

Gut. Ein Problem dabei ist jedoch, dass man nach ein paar Jahren im Kundenprojekt kaum bekannte Gesichter mehr vor Ort (wieder)findet... Durch die extrem hohe Fluktuation erneuert sich wohl der gesamte Mitarbeiterbestand alle paar Jahre. Kollegen, die man von früher kannte, sind dann meist nicht mehr da und man blickt bei Unternehmensevents oder auch in der Teeküche in lauter fremde Gesichter

Work-Life-Balance

Viele der internen Arbeitsaufgaben werden als "Privatvergnügen" abgetan, die in der eigenen Freizeit zu erledigen seien. Dazu zählen mitunter Mitarbeitergespräche und sonstige Führungsaufgaben, Firmenevents (auch solche, wo man stundenlang die aktuellen Quartalszahlen und ähnl. präsentiert bekommt) oder Aufgaben, die man im Zusammenhang mit Karrierestufenwechsel (also z.B. vom Junior Consultant zu Consultant/ Senior Consultant) herangetragen bekommt etc. Dies wirkt sich entsprechend negativ auf die Work-Life-Balance. Überstunden werden nicht vergütet und dürfen i.d.R. auch nicht 'abgefeiert' werden (Ein paar Stunden früher nachhause zu gehen, wenn man nichts zu tun hat - das geht je nach Vorgesetzten schon, ich kenne aber auch Kollegen, die in den Zeiten zwischen Projekten ohne jegliche Aufgabenstellung täglich ihre 8-Stunden 'absitzen' mussten).
Wie schon in anderen Bewertungen erwähnt: Auch Reisezeit zum Kunden zählt nicht als Arbeitszeit. Das handhaben andere Beratungsfirmen inzwischen besser. "Home office" wurde vor Corona nicht gerne gesehen und den Mitarbeitern ohne Kundenperojekt bzw. in den Zeiten zwischen den Projekten schlicht verboten.

Vorgesetztenverhalten

Der Führungsstil ist stark personenabhängig, mit wenigen Ausnahmen jedoch wird Führungsarbeit meist auf ein absolutes Minimum beschränkt. Kein Wunder, wenn Führungskräfte (jedenfalls auf der Teamleiterebene) diese zusätzlich zu ihrer 100% Auslastung in Kundenperojekten leisten müssen. Mehr kann man von ihnen angesichts einer solchen Konstellation m.E. auch nicht erwarten.
Ich selbst hatte keine Führungsverantwortung (würde ich unter gegebenen Umständen auch nicht (mit-)machen)

Interessante Aufgaben

Ob Absicht oder mangelnde fachliche Kompetenz des Vertriebs/der jeweiligen Führungskräfte: Ich habe häufig vollkommene Fehlbesetzungen mitbekommen bzw. selbst erlebt oder von Fällen gehört, wo die Profile der MitarbeiterInnen ohne deren Kenntniss 'beschönigt' (z.B. bzgl. der Projekterfahrung und/oder Erfahrungslevels bei bestimmten Skills - aus gerade mal 'Grundkenntnissen' wird schon mal eine 'langjährige Erfahrung' gezaubert), Programmierkenntnisse in den intern organisierten, wenige Wochen dauernden (!) Crash-Kursen vermittelt wurden, um die Kundennachfrage zu befriedigen (wäre ja vlt. nicht schlimm, wenn das dem Kunden gegenüber ehrlich kommuniziert hätte) usw. Die Leidtragenen sind die Mitarbeiter (z.T. komplett überfordert oder mit Aufgaben konfrontiert, für die sie nicht ausgebildet waren) und die Kunden natürlich. Wg. der hoher Fluktuation erleben Letzteren häufig die Situation, dass die in ihren Projekten frisch eingearbeiteten Mitarbeiter die Projekte wieder verlassen, da sie das Unternehmen verlassen.

Gleichberechtigung

Wie überall in Deutschland - also mangelhaft. Im Vorstand und Aufsichtsrat lauter weiße Männer in ihrer Lebensmitte und älter (s. Unternehmenswebseite). An einen weiblichen Vorstandsmitglied kann ich mich nicht erinnern.
Es gibt einzelne weibliche Unit Managerinnen, deutlich weniger als männliche.
Ob unabhängig vom Geschlecht gleiche Gehälter für gleiche Aufgaben gezahlt werden, kann ich nicht sagen, da das Thema Gehalt wie so oft auch bei Seven Principles ein Tabuthema war, Austausch darüber und Vergleich somit unmöglich. Es gab für weibliche Kolleginnen irgendwann wie überall sonst eine Möglichkeit, eine Anfrage nach dem EntgTranspG beim Betriebsrat zu stellen. Wie viele solche Anfragen bisher gestellt wurden und wie diese ausgegangen sind, kann ich aber nicht sagen.

Umgang mit älteren Kollegen

Hängt davon ab, ob diese Skills besitzen, die sich gut 'verkaufen' lassen, also ob sie sich in Kundenprojekte vermitteln lassen oder nicht. Der gleiche Umgang also, wie auch mit jungeren Kollegen, nicht besser und nicht schlechter

Arbeitsbedingungen

Auf Arbeitssicherheit in den Niederlassungen wird im Rahmen der gesetzlichen Mindestvorgaben geachtet, allerdings gab es z.T. zu wenige zusätzliche/externe Monitore für Laptoparbeiter bzw. diese mussten extra beantragt werden. (Elektrisch) höhenverstellbare Tische gab es nicht. Bürostühle waren betagt, aber i.O.
In den Kundenprojekten hängen die Arbeitsbedingungen vom Kunden ab.
In der NL Ratingen gab es jederzeit kostenlosen, meist frisch gekochten Kaffee (dafür wurde extra jemand angestellt) und Getränke (Wasser/Softdrinks). Davon profitieren aber hauptsächlich Mitarbeiter, die vor Ort tätig sind (also größtenteils Verwaltung, höhere Führungsebene etc.). Mitarbeiter in Kundenprojekten kommen in Genuss dieser Vorteile eher selten.
Es gab eine Möglichkeit, einen Dienstwagen oder Jobrad (Dienstrad) zu beantragen und diesen auch privat zu nutzen, zu gleichen Konditionen wie überall sonst (Ich empfand sie als nicht gerade günstig, zumindest nicht, wenn man einen 'normalen' Auto statt Porsche fährt. Wer einen teuren Wagen fahren möchte, profitiert vielleicht von den damit verbundenen Steuervorteilen.)

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umweltbewusstsein: Der Müll wurde getrennt :-)
Sozialbewusstsein: Es gab mal Zeiten, wo die KollegInnen, die schlecht in Kundenprojekte vermittelbar waren (hierfür reicht es bereits, wenn man z.B. wegen der Kinderbetreuung in Teilzeit arbeiten muss), nicht gleich gefeuert oder rausgeekelt wurden, sondern man suchte für sie alternative Aufgaben oder andere Möglichkeiten, sie zu beschäftigen. Diese Zeiten dürfen allerdings spätestens seit dem letzten Wechsel des Vorstandsvorsitzenden vorbei sein.

Gehalt/Sozialleistungen

Gehalt eher mittel/untere Kategorie.
Außer den gesetzlich vorgeschriebenen Sozialleistungen (Rentenversicherungsbeiträge etc.) erinnere ich mich wage, dass es die Möglichkeit gab, vermögenswirksame Leistungen in Anspruch zu nehmen (ist allerdings schon lange her). Urlaubs- oder Weihnachtsgeld gibts nicht, ebenso keine Fahrtkostenzuschüsse oder sonstiges. Allerdings (teilweise exorbitant hohen) Boni an die ausscheidenden Vorstandsvorsitzenden werden durchaus bezahlt (auch in Jahren, wo es dem Unternehmen nach allgemeiner Bekundung finanziell nicht besonders gut ging).
In einigen Betriebsstandorten gibt es einen Betriebsrat, der allerdings dem Arbeitgebertun eher hilflos gegenüber zu stehen scheint.
Den kostenlosen Kaffee und die Getränke an einigen Standorten habe ich bereits erwähnt.

Image

Nein, die Mitarbeiter reden selten gut über die Firma.

Bedingt durch die hohe Fluktuation verlassen viele in Kundenprojekten frisch eingearbeiteten Mitarbeiter die Projekte kurze Zeit später wieder, das ist für die Kunden natürlich ein Ärgernis. Ebenfalls wenn bzgl. der angeforderten Skills dem Kunden gerne zu viel versprochen wird bzw. Stellen vollkommen falsch besetzt werden

Karriere/Weiterbildung

Kaum Weiterbildungsangebote, da an diesen leider zuerst gespart wurde. Selbst interne Schulungsangebote (von den KolegInnen organisiert und durchgeführt) wurden äußerst sparsam dosiert. Was ging, waren vlt. mal Fachbücher oder Online-Videotutorials (die man allerdings am liebsten in der eigenen Freizeit lesen/anschauen dürfte).
Derweil beschwerten sich die Vorgesetzten über die Mitarbeiter, deren Skills am aktuellen Dienstleistermarkt nicht (mehr) gefragt waren...

Bzgl. der Karriere schließe ich mich meinen Vorrednern an, dass der Übergang zwischen den einzelnen Karrierestufen (Junior Consultant/Consultant/ Senior Consultant usw.) erschwert wurde, ob nun mit Absicht oder aus Mangel an Kompetenz/Organisation. Die Informationen zum Ablauf der für den Aufstieg erforderlichen Coachings waren schlecht bzw. gar nicht auffindbar, es standen zeitweise keine Coaches zur Verfügung, der gesamte Prozess war weder vernünftig definiert noch einheitlich geregelt, auch z.B. ob das Coaching (sowohl für den Coach als auch den Coachee) in der Arbeitszeit stattfinden darf - für diejenigen, die zur 100% in Kundenprojekten sind, sicher nicht irrelevant.

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