Viele Meetings, wenig Kompetenz – die neue Führung verfehlt den Kern der Firma
Gut am Arbeitgeber finde ich
SEW hat weiterhin hervorragende Produkte, engagierte Fachkräfte und großes Know-how auf Mitarbeiterebene.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Führungsebene entfernt sich immer weiter von dem, was dieses Unternehmen erfolgreich gemacht hat: technische Kompetenz, Bodenständigkeit und echtes Führungsverständnis.
Verbesserungsvorschläge
Ich arbeite seit längerer Zeit bei SEW-Eurodrive und erlebe aktuell einen massiven Qualitätsverlust in der Führungsebene – insbesondere bei der „neuen Generation“ von Führungskräften.
Was früher ein Unternehmen mit technischem Sachverstand, Pragmatismus und klarer Linie war, ist heute vielerorts zu einer Meeting-Maschine geworden. Statt Probleme zu lösen, werden endlose Runden einberufen. Statt Entscheidungen zu treffen, werden PowerPoint-Folien produziert. Und statt Fachlichkeit zu zeigen, wird kontrolliert.
Viele der neuen Führungskräfte verfügen weder über tiefes technisches Verständnis noch über echte Produktions- oder Prozesskenntnis. Trotzdem werden sie in Schlüsselpositionen gesetzt. Das Ergebnis:
Mitarbeitende werden micromanagt, Arbeitszeit und Anwesenheit überwacht, Regeln pedantisch durchgesetzt – während echte Probleme im Ablauf, in der Qualität und in der Organisation ungelöst bleiben.
Früher wurde SEW groß, weil Führungskräfte wussten, wie Maschinen, Prozesse und Technik funktionieren. Heute scheint es wichtiger zu sein, Excel-Listen zu pflegen und Anwesenheiten zu kontrollieren, als die Produktion oder Entwicklung wirklich zu verstehen.
Die sogenannte „Betriebspolizei“ ersetzt zunehmend echte Führung. Vertrauen wird durch Kontrolle ersetzt. Fachkompetenz durch Bürokratie. Engagement durch Frust.
Viele gute und erfahrene Mitarbeiter resignieren oder ziehen sich zurück, weil ihre Erfahrung ignoriert wird. Junge Führungskräfte verwalten, statt zu führen. Sie sichern sich ab, statt Verantwortung zu übernehmen.
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Aussen hui, innen ...

