1 Bewertung von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
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Gut am Arbeitgeber fand ich, dass die Projekte inhaltlich spannend waren und Themen wie nachhaltiges Bauen, Energieeffizienz und Cradle‑to‑Cradle eine große Rolle spielten. Auch die Möglichkeit einer 4‑Tage‑Woche war ein echter Pluspunkt, der – sobald ich meine Grenzen klar kommuniziert hatte – respektiert wurde.
Schlecht am Arbeitgeber fand ich vor allem die fehlenden Strukturen, die unzuverlässige Kommunikation und die chaotischen Arbeitsbedingungen. Viele grundlegende Abläufe funktionierten nicht, Entscheidungen änderten sich ständig, und Unterstützung blieb trotz Zusagen aus. Besonders belastend waren die unregelmäßigen oder ausbleibenden Gehaltszahlungen, die mein Vertrauen nachhaltig erschüttert haben.
1. Verlässliche und transparente Lohnzahlungen sicherstellen
Pünktliche Gehaltszahlungen und vollständige Lohnabrechnungen sind die Grundlage eines vertrauensvollen Arbeitsverhältnisses. Eine klare, nachvollziehbare und rechtzeitige Abwicklung würde viele Probleme lösen und das Vertrauen der Mitarbeitenden stärken.
2. Strukturen und Prozesse professionalisieren
Viele Schwierigkeiten entstehen durch fehlende Organisation. Klare Abläufe, definierte Zuständigkeiten, strukturierte Übergaben und verbindliche Entscheidungen würden den Arbeitsalltag erheblich erleichtern und die Qualität der Projekte verbessern.
3. Kommunikation verbindlicher und respektvoller gestalten
Widersprüchliche Aussagen, spontane Richtungswechsel und laute Gespräche führen zu Unsicherheit. Eine ruhige, klare und konsistente Kommunikation würde das Arbeitsklima deutlich verbessern.
4. Arbeitsbedingungen modernisieren
Eine funktionale Küche, regelmäßige Reinigung, angemessener Sonnenschutz und eine professionelle Büroausstattung sind grundlegende Standards. Verbesserungen in diesen Bereichen würden nicht nur das Wohlbefinden steigern, sondern auch die Außenwirkung stärken.
5. Führungskompetenzen weiterentwickeln
Ein reflektierter, respektvoller und unterstützender Führungsstil ist entscheidend. Schulungen in Mitarbeiterführung, Konfliktmanagement und Kommunikation könnten helfen, ein stabileres und wertschätzenderes Arbeitsumfeld zu schaffen.
6. Teamzusammensetzung und Gleichberechtigung kritisch prüfen
Eine einseitige Teamstruktur – wie ausschließlich junge Frauen – sollte hinterfragt werden. Diversität und ein ausgewogener Umgang mit Mitarbeitenden unterschiedlicher Altersgruppen und Hintergründe würden das Team stärken und professioneller wirken.
7. Nachhaltigkeit intern leben, nicht nur nach außen kommunizieren
Wenn ökologische Themen wie Cradle-to-Cradle und nachhaltiges Bauen nach außen stark betont werden, sollte sich dieser Anspruch auch im Büroalltag widerspiegeln. Konsistenz zwischen Image und Realität schafft Glaubwürdigkeit.
8. Weiterbildung und Entwicklungsmöglichkeiten schaffen
Klare Perspektiven, strukturierte Einarbeitung und echte Förderung würden die Motivation steigern und langfristig qualifizierte Mitarbeitende binden.
Die Arbeitsatmosphäre war für mich belastend. Ich bin mit viel Motivation gestartet, aber die fehlende Organisation, die unzuverlässige Kommunikation und das ständige Gefühl, alles allein stemmen zu müssen, haben die Stimmung stark beeinflusst. Die Kolleginnen waren großartig und haben viel aufgefangen – aber die Grundstimmung war eher angespannt, erschöpft und von Unsicherheit geprägt.
Das Image des Unternehmens wirkt nach außen deutlich besser, als es sich im Arbeitsalltag zeigt. Die Außendarstellung vermittelt Professionalität und Nachhaltigkeit, doch intern spiegeln chaotische Strukturen, unzuverlässige Abläufe und problematische Lohnzahlungen dieses Bild nicht wider. Die Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität ist groß.
Es werden regelmäßig Vorträge zu aktuellen und vergangenen Projekten gehalten, und Themen wie Cradle-to-Cradle oder ökologisches Bauen werden stark betont. Auch in den sozialen Netzwerken wird versucht, ein nahbares und engagiertes Bild zu vermitteln. In meinem persönlichen Erleben wich dieses öffentliche Auftreten jedoch deutlich vom tatsächlichen Verhalten im Arbeitsalltag ab, was bei mir den Eindruck einer großen Unstimmigkeit zwischen Darstellung und gelebter Realität hinterlassen hat.
Ein Punkt, den ich fairerweise positiv hervorheben möchte:
Ich hatte eine 4‑Tage‑Woche, und nachdem ich gelernt hatte, meine Grenzen klar zu ziehen, wurde diese Regelung auch respektiert. Die Freitage wurden übernommen, und es war spürbar, dass die Freizeit der Mitarbeiterinnen grundsätzlich wertgeschätzt wird.
Das war einer der wenigen Aspekte, die wirklich gut funktionierten.
Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten waren für mich kaum erkennbar. Obwohl ich mit viel Motivation gestartet bin und mich fachlich weiterentwickeln wollte, gab es weder eine strukturierte Einarbeitung noch klare Perspektiven. Vieles musste ich mir selbst erarbeiten, und Unterstützung oder gezielte Förderung blieben aus. Das Potenzial, das in den Themen steckt, wurde intern nicht genutzt.
Die Kolleginnen waren das Beste an diesem Arbeitsplatz: freundlich, hilfsbereit und motiviert. Gleichzeitig erzählten viele von ähnlichen Erfahrungen wie ich – verspätete Löhne, fehlende Strukturen, ignorierte Beschwerden.
Es herrschte eine Atmosphäre, in der man sich gegenseitig stützt, weil man weiß, dass man sonst allein dasteht.
Das Vorgesetztenverhalten war unstrukturiert und wenig verlässlich. Informationen wurden oft kurzfristig oder unvollständig weitergegeben, und Absprachen wurden nicht konsequent umgesetzt. Unterstützung bei komplexen Aufgaben blieb begrenzt, was die Arbeitsbelastung erhöhte und zu Unsicherheiten führte.
Die Arbeitsbedingungen waren insgesamt schwierig. Viele grundlegende Dinge, die man in einem professionellen Büro erwarten würde, waren nicht vorhanden oder funktionierten nicht. Die fehlende Küche, das als Spülbereich genutzte Badezimmer, mangelnde Sauberkeit und die starke Hitze im Sommer ohne Sonnenschutz führten zu einem Arbeitsumfeld, das weder angenehm noch gesund war. Die chaotischen Strukturen verstärkten diesen Eindruck zusätzlich.
Die Kommunikation war häufig unstrukturiert, widersprüchlich und wenig verlässlich. Zusagen änderten sich kurzfristig oder wurden gar nicht eingehalten. Gespräche eskalierten schnell, weil klare Absprachen fehlten und Entscheidungen spontan getroffen wurden. Insgesamt herrschte eine Atmosphäre, in der man sich auf Aussagen kaum verlassen konnte.
Die Gehaltssituation hat mich persönlich am stärksten belastet. Löhne kamen regelmäßig verspätet, teilweise gar nicht, und vereinbarte Zahlungen wurden nicht eingehalten. Lohnabrechnungen fehlten über Monate hinweg, und ausstehende Beträge mussten rechtlich eingefordert werden. Wer auf eine verlässliche und pünktliche Bezahlung angewiesen ist, sollte hier äußerst vorsichtig sein.
Was mich nach einiger Zeit irritiert hat, war die Tatsache, dass ausschließlich junge Frauen im Unternehmen beschäftigt waren. Diese einseitige Teamzusammensetzung wirkte auf mich nicht zufällig und hat bei mir Fragen zur Gleichberechtigung und Diversität aufgeworfen.
Mein persönlicher Eindruck war, dass der Umgangston gegenüber jungen Mitarbeiterinnen oft anders ausfiel – möglicherweise, weil weniger widersprochen wurde und Entscheidungen schneller akzeptiert wurden. Das ist natürlich nur meine subjektive Wahrnehmung, aber ich finde, man sollte diese Dynamik zumindest kritisch hinterfragen.
Die Aufgabenbereiche waren abwechslungsreich und boten fachliche Entwicklungsmöglichkeiten, insbesondere im Bereich nachhaltiges Bauen und Energieberatung. Gleichzeitig fehlten klare Prozesse, was die Bearbeitung der Projekte unnötig erschwerte.