Arbeitgeber, der ein Großkonzern sein will, dabei aber Strukturprobleme eines kleinen Startups hat & das nicht einsieht
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Unternehmen an sich ist eigentlich toll und ich verstehe die aktuelle Entwicklung einfach nicht, bei der einfach die allgemeine Stimmung extrem leidet.
Es zeichnete sich mal aus durch flache Hierarchien, ein tolles Miteinander, Förderung von kreativen Ansätzen und individuellem Wohlbefinden für eine möglichst gute Work-Life-Balance.
All das leidet leider momentan extrem, wobei mir der Grund nicht ganz klar wird.
Es war mal eine Familien-Mentalität, während jetzt anonym nebeneinander her gearbeitet und bei hohem Druck nur noch funktioniert wird
Verbesserungsvorschläge
Das Unternehmen hat ein absolutes Struktur- & Führungsproblem. Während Mobbing, Beleidigungen und das komplette und regelmäßige Fehlverhalten von Führungskräften kommentarlos geduldet wird, leidet die Moral aller Mitarbeitenden und kostet wirklich gute Arbeitskräfte mit Potenzial. Alles dreht sich nur um Profit & Verkaufszahlen, während Wertschätzung meistens ein Fremdwort ist.
Konkrete Vorschläge:
- Führungsstruktur und Ungleichgewicht der Entscheidungsgewalt innerhalb dieser Struktur sollte überdacht werden
- Gleichberechtigung aller Mitarbeitenden sollte mal wieder ins Auge gefasst werden
- Menschenverachtendes Verhalten durch einige Führungskräfte sollte geahndet statt weggelächelt und relativiert werden
- klarere Aufgabenverteilung, Förderung eines Miteinanders (gerade zwischen den Abteilungen) und allgemeine Arbeitsmoral sollte zeitnah gefördert und angegangen werden
Arbeitsatmosphäre
War mal großartig, in letzter Zeit aber geprägt durch extremen Druck und ein gefördertes Gegeneinander statt Miteinander (besonders durch die Führung)
Image
Durchaus positiv durch gute Marken und extreme Marktpräsenz
Work-Life-Balance
Durch Gleitzeit, mobiles Arbeiten etc. absolut gegeben! Von der Grundstruktur eigentlich ein sehr modernes Unternehmen mit enormem Potenzial!
Karriere/Weiterbildung
Ein Aufstieg ist quasi unmöglich in den aktuellen Strukturen, allerdings ermöglicht das Unternehmen nach Abstimmung diverse Weiterbildungen und trägt die Kosten hierfür (anteilig)
Gehalt/Benefits
Ist okay, könnte besser sein; wer bei der Verhandlung des Einstiegsgehaltes schläft, braucht keine Erhöhung erwarten (Gehaltserhöhung quasi ein Tabu-Thema).
Vergütung liegt meiner Erfahrung nach etwas unter Branchen-Durchschnitt
Umwelt-/Sozialbewusstsein
PV-Anlage auf dem Dach, Ladestation für E-Autos
Kollegenzusammenhalt
Eher Ellenbogen-Mentalität statt Zusammenhalt (es gibt wenige Ausnahmen).
Besonders die Abteilungen als Ganzes arbeiten eher gegeneinander statt miteinander
Umgang mit älteren Kollegen
Die älteren Kollegen erfahren Wertschätzung, die neuen Kollegen haben es da schwieriger
Vorgesetztenverhalten
Innerhalb des Marketings wirklich gut: Immer offenes Ohr, bemüht um Fortschritt etc.
Leider bringt das nicht viel, wenn alles dann "eine Etage weiter oben" abgeschmettert wird. Wirkliche Veränderungen sind einfach nicht oft gewollt und es dreht sich alles nur um Profit & Sales
Arbeitsbedingungen
Durch Homeoffice & Gleitzeit wirklich positiv zu bewerten; neuerdings klimatisierte Büroräume (großes Plus!)
Kommunikation
Innerhalb der einzelnen Abteilungen schwierig bis okay, innerhalb des ganzen Unternehmens kaum bis wenig vorhanden außer durch den Flurfunk
Gleichberechtigung
Es gilt eigentlich immer (persönliche Erfahrung):
Geschäftsführer > Abteilungsleiter
Abteilungsleiter > alle anderen
Vertrieb > Marketing
Männer > Frauen
Das ist schade, da nicht jede Meinung gleich viel zählt - allerdings wird sich jede Meinung zumindest angehört (Pluspunkt an der Stellle). Leider wird auch überall mit unterschiedlichem Maßstab gemessen (sei es klares Fehlverhalten oder aber der Wunsch nach Dienstreisen oder Brand-Trips).
Interessante Aufgaben
Durch die vielen verschiedenen Produkte und Marken wirklich ein breites und interessantes Aufgabenfeld