Unternehmen im Wandel mit viel Potenzial – Richtung noch offen.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Chancengleichheit wird im Unternehmen gelebt. Eigene Vorschläge und Ideen finden Gehör, insbesondere dann, wenn sie sichtbar gemacht werden, und werden bei entsprechender Relevanz auch umgesetzt. Dies fördert Eigeninitiative und Mitgestaltung.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Teilweise fehlt es an klarer Zielsetzung und Orientierung. Offene personelle Entscheidungen bleiben trotz ausbleibender oder nicht ausreichender Performance über einen längeren Zeitraum bestehen, was zu Unsicherheit und Frustration führen kann
Verbesserungsvorschläge
Dem Unternehmen fehlt stellenweise eine klare Zielsetzung in der strategischen Fahrtrichtung mit verbindlichen Rahmenbedingungen. Zwar werden Ziele und Leitplanken definiert, diese werden im weiteren Verlauf jedoch häufig aufgeweicht oder nicht konsequent verfolgt. Eine stringente Umsetzung sowie eine stärkere Verbindlichkeit bei einmal getroffenen Entscheidungen würden Orientierung schaffen und die Wirksamkeit des eingeschlagenen Weges erhöhen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist geprägt von einem typischen Großraumbüro-Flair. Besprechungsräume sind ausreichend vorhanden und gut ausgestattet. Grundsätzlich ist eine moderne Arbeitswelt mit mobiler Arbeit vorgesehen, diese wurde zuletzt jedoch teilweise zurückgefahren. Die Entscheidung ist nicht immer nachvollziehbar und scheint stark abteilungs- sowie führungsabhängig zu sein, was sich stellenweise auf das Vertrauen zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden auswirkt.
Kommunikation
Die interne Kommunikation ist insgesamt gut aufgestellt. Durch regelmäßige Intranetbeiträge sowie verschiedene Top-down-Formate wie Townhall-Meetings und Betriebsversammlungen werden Mitarbeitende regelmäßig informiert. Informationen sind dadurch grundsätzlich zugänglich und strukturiert, auch wenn nicht immer alle Fragen im Detail geklärt werden.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt wird bereichsübergreifend, vom gewerblichen bis zum kaufmännischen Umfeld, als sehr gut empfunden. Vom ersten Tag an fühlt man sich willkommen. Die Zusammenarbeit ist von einer offenen, angenehmen Du-Kultur geprägt, was das Miteinander deutlich erleichtert und positiv zum Arbeitsklima beiträgt.
Work-Life-Balance
Durch Kernarbeitszeiten mit flexiblem Arbeitsbeginn ist eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben möglich. Dies wird als sehr positiv empfunden, ist jedoch vermutlich bereichsabhängig. Außergewöhnliche Termine wie Arztbesuche stellten nach Absprache in der Regel kein Problem dar. Auch Urlaubsanträge wurden bei rechtzeitiger Planung problemlos genehmigt.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Führungskräfte ist stark abteilungsabhängig. Es sind sehr unterschiedliche Führungsstile und -qualitäten vertreten, von unterstützend und offen bis eher zurückhaltend. Dadurch ist das Erleben stark vom jeweiligen Vorgesetzten abhängig, sodass für unterschiedliche Erwartungen jeweils etwas dabei ist.
Interessante Aufgaben
Wer Eigeninitiative zeigt und Interesse an neuen Themen mitbringt, erhält auch Aufgaben, die fordern, fördern und zur persönlichen Weiterentwicklung beitragen. Mitarbeitende, die eher nach festen Strukturen arbeiten möchten, übernehmen dagegen häufiger wiederkehrende Tätigkeiten. Insgesamt bieten die Aufgaben je nach Engagement ein gutes Maß an Abwechslung und Entwicklungsmöglichkeiten.
Gleichberechtigung
Der Anteil weiblicher Führungskräfte ist hoch und positiv wahrnehmbar. Frauen sind in verantwortungsvollen Positionen gut vertreten, was für gelebte Gleichberechtigung im Unternehmen spricht.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang mit älteren Kolleginnen und Kollegen wird als sehr wertschätzend wahrgenommen. Durch die hohe Betriebszugehörigkeit sind viele erfahrene Mitarbeitende im Unternehmen, deren Wissen geschätzt und gehört wird. Herausfordernd ist teilweise die Einführung neuer Prozesse oder Softwarelösungen, die zunächst kritisch aufgenommen werden. Dies ist nachvollziehbar, bremst jedoch stellenweise notwendige Veränderungen.
Arbeitsbedingungen
Die technische Ausstattung ist für die tägliche Arbeit ausreichend und zeitgemäß. Mitarbeitende werden mit Laptop sowie moderner Hardware wie kabellosem Keyboard, Maus, Headset ausgestattet. Die Räumlichkeiten werden im Sommer jedoch teilweise sehr warm. Das Angebot für das Mittagessen vor Ort ist vorhanden, wird qualitativ jedoch als ausbaufähig wahrgenommen. Positiv hervorzuheben ist das sehr freundliche und engagierte Bistro-Personal.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Der CO₂-Fußabdruck des Unternehmens ist nicht transparent bekannt. Positiv ist, dass nicht mehr benötigte Papierprodukte recycelt werden. Teilweise werden jedoch Handelswaren entsorgt, obwohl alternative Lösungen möglich wären. Gleichzeitig gibt es gute Ansätze: Veraltete Produkte werden kostenfrei an Mitarbeitende abgegeben und es werden regelmäßig Spenden getätigt. Insgesamt sind positive Maßnahmen vorhanden, mit weiterem Potenzial zur Verbesserung.
Gehalt/Benefits
Das Einstiegsgehalt ist grundsätzlich attraktiv. Weitere Gehaltsentwicklungen sind jedoch aktuell stark eingeschränkt oder ausgesetzt. Dies führt dazu, dass Mitarbeitende das Unternehmen verlassen, wodurch höhere Kosten für Nachbesetzungen entstehen und zusätzliche Belastung sowie Frustration im Team durch die Verteilung liegengebliebener Arbeit aufkommt. Die aktuelle wirtschaftliche Lage ist dabei nachvollziehbar, dennoch stellt dieser Punkt den schwächsten Aspekt dar – insbesondere im Hinblick auf eine langfristige Perspektive.
Image
Das Unternehmen genießt aufgrund seiner über 75-jährigen Unternehmensgeschichte regional ein sehr gutes Ansehen. Branchenbedingt ist das Image ebenfalls positiv. Sigel steht für einen erfahrenen, qualitätsorientierten Betrieb mit namhaften und großen Kunden
Karriere/Weiterbildung
Grundsätzlich sind Inhouse-Schulungen vorhanden, überwiegend in Form von Online-Kursen sowie vereinzelt Vor-Ort-Schulungen. Das Angebot bewegt sich jedoch eher auf einem Standard- bis unteren Niveau. Eine gezielte, nachhaltige Entwicklungsförderung ist nur eingeschränkt erkennbar, sodass sich viele Mitarbeitende eigenständig weiterqualifizieren und das Unternehmen anschließend verlassen. Neben dem Thema Gehalt zählt dies zu den schwächeren Punkten im Hinblick auf langfristige Perspektiven.