SL Rack polarisiert stark – für manche perfekt, für andere die falsche Wahl
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Regelungen für Firmenwagen wirken teilweise wenig nachvollziehbar. Sinnvolle Modelle sind ausgeschlossen, während Hybridfahrzeuge erlaubt sind – obwohl deren Nutzen im Alltag kaum gerechtfertigt erscheint. Da nahezu alle Mitarbeitenden zuhause oder im Büro laden können und auch für den Außendienst vollelektrische Fahrzeuge innerhalb des Budgets liegen würden, die den Hybriden in nichts nachstehen, wirkt diese Vorgabe nicht durchdacht.
Verbesserungsvorschläge
Die Mentalität ‚Move fast, break things‘ kann Vorteile haben – führt aber auch dazu, dass sehr gute Produktideen manchmal unausgereift auf den Markt kommen oder nicht lieferfähig sind. Digitalisierung ist fortgeschritten, aber die Automatisierung hinkt hinterher, was Fehler in allen Abteilungen nach sich zieht. Zudem ist die Digitalkompetenz vieler Mitarbeiter ausbaufähig. Bei Neueinstellungen sollte stärker auf Motivation und Eignung geachtet werden, nicht allein auf Gehaltswünsche.
Arbeitsatmosphäre
Sehr unterschiedlich: Manche können frei und selbstständig arbeiten, während andere das Gefühl haben, dass jeder Schritt kontrolliert wird. Wer sorgfältig arbeitet, wird fair behandelt. Gelegentlich fehlt bei Führungskräften das Verständnis für den tatsächlichen Aufwand bestimmter Aufgaben.
Image
Als ‚Bester UK-Hersteller‘ wird SL Rack im Markt kaum wahrgenommen – viele Installateure unterscheiden das Unternehmen nicht von Schletter. Bei Endkunden ist das Bild positiver: hochwertig und kulant. Produkte wie die Energy Wall haben ein starkes Ansehen, andere wie die Alpha Platte kämpfen mit Vorurteilen.
Work-Life-Balance
Vollzeit wird bevorzugt, aber Teilzeit ist ebenfalls möglich. Kurzfristige Urlaubs- oder Homeoffice-Anfragen stoßen zwar auf Murren, werden aber in der Regel genehmigt.
Karriere/Weiterbildung
Durch die hohe Fluktuation ergeben sich auch Chancen für neue Aufgaben und Verantwortlichkeiten. Dennoch wäre eine strukturiertere Personalentwicklung wünschenswert.
Gehalt/Benefits
Sehr gut für Region und Tätigkeit: fairer Lohn, Firmenwagen, attraktive Rabatte auf Montagematerial. Bei Themen wie Brutto-Netto-Optimierung stoßen Mitarbeiter allerdings auf wenig Gehör.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Grundsätzlich gut: papierloses Arbeiten im Büro ist Standard. Allerdings gibt es Abzüge, solange Produkte verkauft werden, die den Austausch funktionierender Komponenten erzwingen.
Kollegenzusammenhalt
Vor einem Jahr war er noch sehr stark, mittlerweile hat sich das verschlechtert. Viele erfahrene Mitarbeiter haben das Unternehmen verlassen und wurden durch unmotivierte Quereinsteiger ersetzt, die weder Branchen- noch Fachkenntnisse mitbringen. Der Eindruck: Für viele steht das Gehalt über dem Interesse an der Arbeit. Seit mit zwei ERP-Systemen parallel gearbeitet wird, sind viele überfordert, und die Zusammenarbeit leidet spürbar. Statt Teamarbeit dominiert häufig Eigeninteresse.
Umgang mit älteren Kollegen
Auch hier gibt es keinerlei unterschiede
Vorgesetztenverhalten
Fehler einzugestehen oder Mitarbeitern einen echten Vertrauensvorschuss zu geben, ist selten. In vielen anderen Punkten machen die Vorgesetzten jedoch vieles richtig.
Arbeitsbedingungen
Die Büros sind für telefonintensive Abteilungen ungeeignet: Der Geräuschpegel liegt oft bei 60–70 dB, manchmal sogar höher. Für andere Abteilungen sind die Räume gut geeignet, da kleine Gruppen produktiv zusammenarbeiten können. Die Baustelle nebenan verstärkt das Problem zusätzlich.
Kommunikation
In letzter Zeit leider nachgelassen. Die regelmäßigen Freitagsschulungen waren ein echtes Highlight: kompakte Wissensvermittlung, praxisnahe Fragen, gute Diskussionen. Auch das wöchentliche Meeting von des ehemaligen Vertriebsleiters fehlt – dort fand der dringend benötigte Austausch zwischen den Abteilungen statt. Innerhalb der Abteilungen klappt die Kommunikation, abteilungsübergreifend ist sie mäßig, zwischen den zwei Standorten funktioniert sie eher schlecht.
Gleichberechtigung
Uneingeschränkt positiv. Besonders im ländlichen Bayern sticht hervor, dass Geschlecht, Herkunft oder Aussehen hier keine Rolle spielen.
Interessante Aufgaben
Die Arbeit an der Energiewende ist motivierend und sinnstiftend. Ob kleine Dachanlagen oder große Freiflächenprojekte – die Aufgaben sind spannend und abwechslungsreich.
