Ihr Unternehmen?

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Smake 
IT 
GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

AI und Buzzword-Bingo

2,0
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 im Bereich IT in Castrop-Rauxel gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Gehälter wurden stets pünktlich ausgezahlt. Der Kollegenzusammenhalt war trotz aller Widrigkeiten hervorragend, wenngleich dieser allein auf die Mitarbeiter zurückzuführen ist.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Als Entwickler wurde ich ohne Vorwarnung entlassen. Ein Versuch, eine einvernehmliche Lösung zu finden, wurde nie unternommen. Das Vorgesetztenverhalten war durchgehend unprofessionell: kein regelmäßiges Feedback, keine proaktiven Weiterbildungsangebote, kaum Einfluss auf Entscheidungen. Kommunikation fand fast ausschließlich über einen Newsletter statt, Umstrukturierungen wurden einfach umgesetzt, ohne die betroffenen Mitarbeiter einzubeziehen. Remote-Arbeit wurde zwar erlaubt, aber nicht wirklich unterstützt: Dokumentationen fehlten, Prozesse mussten mühsam durch Nachfragen bei Kollegen erschlossen werden. Der Einsatz von AI wurde genutzt, um Entscheidungen über die Köpfe der Mitarbeiter hinweg zu treffen, ohne Rücksicht auf jene, die täglich damit arbeiten mussten.

Verbesserungsvorschläge

Das Unternehmen muss grundlegend an mehreren Fronten nachbessern. Entscheidungen, insbesondere Umstrukturierungen und Entlassungen, müssen transparent und unter Einbezug der Betroffenen kommuniziert werden, statt Mitarbeiter vor vollendete Tatsachen zu stellen. Dabei sollte stets nach einvernehmlichen Lösungen gesucht werden, bevor zu drastischen Maßnahmen gegriffen wird. AI sollte als Werkzeug zur Unterstützung der Belegschaft eingesetzt werden, nicht als Grundlage für Entscheidungen, die ohne die betroffenen Mitarbeiter getroffen werden. Weiterbildung und Karriereentwicklung müssen aktiv vom Unternehmen initiiert werden. Regelmäßiges, strukturiertes Feedback und klare Aufgabendefinitionen sollten selbstverständlich sein. Auch Remote-Arbeit muss besser unterstützt werden, durch Dokumentationen, klare Prozesse und proaktive Kommunikation seitens der Vorgesetzten. Nicht zuletzt sollte das Unternehmen alle Mitarbeiter gleich behandeln, unabhängig davon, ob sie remote oder vor Ort arbeiten, und regelmäßig prüfen, ob die technische Ausstattung noch zeitgemäß ist.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre litt unter einer Kombination aus mehreren Faktoren: Das unprofessionelle Vorgesetztenverhalten, fehlende Wertschätzung und ständige Umstrukturierungen ohne Einbezug der Mitarbeiter hinterließen ein Klima der Unsicherheit. Einzig der Zusammenhalt unter den Kollegen hat die Situation noch erträglich gemacht – dieser war jedoch das Verdienst der Mitarbeiter selbst, nicht des Unternehmens.

Kommunikation

Kommunikation ist, abgesehen von einem Newsletter, kaum vorhanden. Umstrukturierungen werden nicht mit den Mitarbeitern besprochen, sondern einfach umgesetzt, sodass Mitarbeiter vor vollendeten Tatsachen stehen. Im Remote-Alltag war die Erreichbarkeit und Qualität der Kommunikation stark vom jeweiligen Vorgesetzten abhängig. Dokumentationen fehlten weitgehend, sodass man bei komplexeren Prozessen erst mehrere Kollegen befragen musste, um einen funktionierenden Ansatz zu finden.

Kollegenzusammenhalt

Man konnte sich immer mit den Arbeitskollegen unterhalten, Feedback geben oder einholen, und der Zusammenhalt war hervorragend. Das ist jedoch das Verdienst der Mitarbeiter selbst, nicht des Arbeitgebers.

Work-Life-Balance

Work-Life-Balance war vorhanden. Überstunden wurden selten gefordert, außer wenn es wirklich notwendig war.

Vorgesetztenverhalten

Absolut unprofessionell. Feedback wurde kaum gegeben, Aufgaben und Verantwortlichkeiten wurden mit der Zeit immer unklarer. In Zeiten von AI hat man diese Technologie als Ersatz und nicht als Werkzeug gesehen, womit Entscheidungen über die Köpfe der Mitarbeiter hinweg getroffen wurden, obwohl diese täglich damit arbeiten müssen. Die Behandlung der Mitarbeiter war je nach Vorgesetztem sehr unterschiedlich. Eigentlich wie in der deutschen Politik.

Interessante Aufgaben

Anfangs waren die Aufgaben interessant und abwechslungsreich. Ab 2026 wurden jedoch nur noch lukrative Aufgaben "freigegeben", wovon es zu wenige gab. Wartungsarbeiten wurden komplett abgewiesen, obwohl diese an vielen Stellen dringend nötig gewesen wären. Mit der Zeit wurden Aufgaben und Verantwortlichkeiten zunehmend unklarer definiert.

Gehalt/Benefits

Gehälter wurden pünktlich gezahlt. Zu Gehaltsverhandlungen wurde man spontan angerufen, ohne sich vorbereiten zu können, und die erste und einzige Erhöhung nach längerer Zeit betrug weniger als 2% des Jahresgehalts. Eine proaktive Überprüfung der technischen Ausstattung fand ebenfalls nicht statt, sodass veraltetes Equipment stillschweigend weitergenutzt wurde, während andere Mitarbeiter bessere Ausstattung erhielten.

Image

Die Vorgesetzten versuchen mit Buzzwords wie "Forward Deployed Engineer" modern zu wirken und zwingen einem dieses intern auf. Wer nicht mitmacht, muss sehen wo er bleibt. Buzzwords werden in den Raum geworfen ohne jeden Realitätsbezug, beispielsweise dass ein "Forward Deployed Engineer" nicht remote arbeiten könnte, obwohl Palantir, die den Begriff etabliert haben, das Gegenteil beweisen.

Karriere/Weiterbildung

Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten existieren praktisch nicht. Es wurden keinerlei Angebote seitens der Vorgesetzten gemacht, etwa Konferenzen zu besuchen oder andere Entwicklungsmaßnahmen wahrzunehmen. Das Thema wurde schlicht ignoriert.

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