Leider negatives Verhalten in schwieriger Phase
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Der Kollegenzusammenhalt war durchweg positiv: offen, hilfsbereit und professionell.
- Die Aufgaben boten in den ersten Jahren Abwechslung und Raum zum Lernen.
- Es gab grundsätzlich Flexibilität bei der Gestaltung des Arbeitsalltags.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Recht schlechte Bezahlung, auch bei steigender Verantwortung.
- Entwicklungsmöglichkeiten waren kaum vorhanden; externe Weiterbildungen wurden selten gefördert und mitunter schlechtgeredet.
- Output war gefühlt wichtiger als Outcome.
- In der zuletzt schwierigen Phase fehlte es an offener Kommunikation und klarer strategischer Führung. Das Verhalten in dieser Zeit überschattete leider die eigentlich positive Zeit davor.
Verbesserungsvorschläge
- Eine faire und leistungsgerechte Vergütung wäre essenziell, insb. bei den hohen Ansprüchen
-Ein erheblicher Teil der Arbeitszeit floss in interne Prozessgestaltung, die nicht immer praktikabel war. Gleichzeitig führte eine detaillierte Zeiterfassung (bis auf 15-Minuten-Blöcke) zu unnötigem Micromanagement.
- Fehlerkultur nur mittelmäßig, Thema Wertschätzung ebenso. Bspw. gab es sogenannte "Manöverkritik" nur bei Überschreiten von Projektbudgets (sehr stark abhängig vom Vorgesetzten, mit dem man zusammenarbeitet)
-Besser und insbesondere transparenter kommunizieren, sowie rechtzeitig. Es wurde bspw. zur besseren Planbarkeit erwartet, dass der Jahresurlaub mit großem Vorlauf eingereicht wird. Die Einführung einschneidender Maßnahmen geschah aber sehr plötzlich, obwohl die Entscheidung dazu scheinbar schon früher getroffen wurde.