Bastelbude mit einer extremen Fluktuation. Von einer Bewerbung hier ist dringends abzuraten!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Nicht mehr dort angestellt zu sein und es zu einem Arbeitgeber geschafft zu haben, bei dem Wertschätzung nicht nur ein Marketing Begriff ist; wo ich deutlich mehr verdiene und der Einem wirkliche Entwicklung, Freiräume und die Möglichkeit des Mitgestaltens ermöglicht.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Erst letzten Winter wurden mehrere Mitarbeiter bei SMART gekündigt. Vor dem Arbeitsgericht gab SMART an, dass die Kündigungen notwendig waren auf Grund der anhaltenden Krise im Automotive Sektor und den daraus resultierenden, drastischen finanziellen Einbußen bei SMART selber. Nun schaltet man auf der eigenen Seite wieder Inserate und wirbt Wort wörtlich damit ein "Krisensicherer Arbeitgeber" zu sein und verspricht einen krisensicheren Arbeitsplatz. Dieses Verhalten wirkt auf mich so als würde man Sprache bewusst als strategisches Werkzeug dafür einsetzt, um beim Leser das Grundbedürfnisse nach Sicherheit und Stabilität anzusprechen. Diese Methodik empfinde ich als sehr perfide und moralisch höchst verwerflich und kann jedem Bewerber nur nahe legen, es sich gründlich zu überlegen hier etwas zu unterschreiben!
Verbesserungsvorschläge
Den aktuellen GF in den Ruhestand schicken und einen professionellen Geschäftsführer einstellen, der wirklich Ahnung davon hat wie man nicht nur ein Unternehmen, sondern auch Menschen leitet, führt und entwickelt!
Zudem auch einmal die Werte leben, mit denen man sich nach außen so gerne schmückt! Wenn SMART schon behauptet, dass ihnen Kritik wichtig sei und man daran wächst, dann sollte SMART Kritik erst einmal auch zulassen und diese nicht so vehement bekämpfen, wie sie es aktuell bei meiner versuchen.
Mir scheint, dass SMART mit allen Mitteln versucht, nach außen hin einen Schein aufrecht zu erhalten. Denn nun tauchen hier jetzt auch Bewertungen auf, ohne jegliche Substanz, aber dafür mit einem Top Score. Applaus an den GF! ... Bei SMART scheint man es nötig zu haben.
Arbeitsatmosphäre
Ich empfand den Geschäftsführer als eine sehr schwierige Person. Mit so einem Charakter will ich nicht noch einmal arbeiten müssen, geschweige denn für ihn.
Image
Man gibt gerne vor hier innovative Produkte zu entwickeln, doch wer von einer richtig professionellen Entwicklung kommt oder bereits mit den Konkurrenz Produkten gearbeitet hat, der wird über so viel Überheblichkeit nur mit den Kopf schütteln können.
Zudem scheint es mir, dass SMART sich nicht mit negativer Kritik auseinander setzten will. Stattdessen beantragt man lieber diese zu löschen. Dies ist nun der 4. Versuch hier eine Bewertung abzugeben, weil SMART ständig behauptet, meine hier geteilten Erfahrungen entsprechen nicht der Wahrheit. Ich bin davon überzeugt, dass auch andere negative Kritiken auf die selbe Weise gelöscht worden sind, um von Kununu dann mit dem Siegel "Top Arbeitgeber" belohnt zu werden.
Dem aufmerksamen Leser wird in der URL dieser Seite auffallen, dass es bereits die 2. Kununu Seite von SMART ist. Was wohl mit der Ersten passiert ist?
KORREKTUR: Mir scheint als hätte SMART die URL bereits korrigieren lassen. Glücklicherweise vergisst das Internet nicht. Überprüft man die URL der Kununu Seite von SMART mit einer 2 oder 3 am Ende geschrieben über einen Websniffer, wird ersichtlich, dass die früheren Kununu Seiten auf diese hier umgezogen worden sind.
Work-Life-Balance
40 h/Woche mit einer festen Kernarbeitszeit. Überstunden konnten abgegleitet werden, jedoch war das Konto zum Aufbau von Überstunden sehr bescheiden und zudem auch noch nach oben gedeckelt. Es bestand auch die Möglichkeit des Homeoffices, jedoch war diese sehr stark eingeschränkt.
Karriere/Weiterbildung
Bislang der Arbeitgeber bei dem ich die geringsten Entwicklungsmöglichkeiten hatte. Ich bin froh, dass das Arbeitsverhältnis nur von kurzer Dauer war, da es mit Sicherheit sonst in einem Karriere Grab geendet hätte.
Hier hatte ich den Eindruck, dass der eigentliche Knowhow Zuwachs bei den externen Entwicklungsdienstleistern lag, mit denen SMART oft zusammen arbeitete. Ich persönlich halte es für ziemlich riskant, wenn so viel Firmen internes Wissen bei externen Partnern rumliegt.
Im Vergleich mit SMART kann ich sagen, dass ich bei meinem aktuellen Arbeitgeber bereits in der Probezeit mehr Entwicklung erfahren habe, als über die ganze Beschäftigungsdauer bei SMART.
Gehalt/Benefits
12 Monatsgehälter.
Ich habe hier deutlich weniger verdient als bei meinem jetzigen Arbeitgeber.
Die Gehaltsangaben hier auf Kununu geben schon recht gut wieder, auf was man sich gehaltstechnisch bei SMART einstellen kann.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ein wirkliches Sozialbewusstsein konnte ich hier nicht feststellen.
Beim Geschäftsführer fällt mir der Spruch ein: "Das Handeln wird durch das eigene Denken bestimmt".
So hatte ich oft vom Geschäftsführer den Eindruck, dass er nur zu denen wirklich gut ist, von denen er sich Profit verspricht.
Ich hatte hier nicht den Eindruck, dass man zusammen mit der Firma wachsen kann und sich hier entwickeln darf, sondern dass man nur für eine Funktion eingestellt wurde und diese zu erfüllen hatte.
Kollegenzusammenhalt
Das war so ziemlich das einzig Gute bei diesem Arbeitgeber
Umgang mit älteren Kollegen
Dieser war erzwungener Maßen gut. Erzwungener Maßen deshalb, weil gerade die älteren Kollegen sehr viel Firmen internes Wissen für sich aufgebaut haben. Diese Kollegen zu entlassen wäre für die Firma gleichbedeutend mit, sich selbst in den Fuß zu schießen. Hier lernte ich auch den Begriff des "Biologischen Wissens" kennen. Dieser besagt, dass das Wissen nirgends niedergeschrieben steht, sondern dass es (meist einzelne ) Personen inne haben. Bei SMART gab es wenige "alte" Kollegen, doch diese haben sich ihr biologisches Wissen dort über Dekaden aufgebaut. Zum Glück muss ich nicht mehr die Zeit danach erleben, wenn sich diese Wissensträger in ihren Ruhestand verabschieden.
Vorgesetztenverhalten
Ich nahm den Geschäftsführer wahr als Jemanden, der in seiner Persönlichkeit nicht sehr gefestigt ist. Die Art und Weise wie er auf Zurückweisung und Enttäuschungen reagierte empfand ich als sehr unangebracht und nicht das, was man in einem professionellen Umfeld erwarten darf! Diverse Aussagen von ihm wirkten auf mich sehr anmaßend, beleidigend und von oben herab. Bei vielen seiner Aussagen hatte ich den Eindruck, dass der GF in seiner eigenen Blase lebt und er selbst am meisten von seinen eigenen Aussagen überzeugt ist. Selbst wenn diese keinerlei Substanz hatten oder gar nicht der Wahrheit entsprachen.
Zudem schaffte er es, dass die Arbeit dort für mich sowie einige weitere Kollegen unerträglich wurde.
Würde man mich nach den prägnantesten Eigenschaften des GFs fragen, könnte ich nur mit stark ausgeprägter Selbstüberschätzung und Geltungsdrang antworten.
Arbeitsbedingungen
Ich bekam zu Beginn einen Einarbeitungsplan, aber selbst nach über einem Jahr konnte ich darauf kaum etwas abhaken. Stattdessen wurde ich in ein dringliches Projekt geworfen, welches ich ohne großartiger Einarbeitung oder Unterstützung in zwei Wochen lösen sollte.
Schon zu Beginn entstand bei mir der Eindruck, daß die Erwartungshaltung des GFs die folgende ist: Er will nur mit seinen Wünschen an uns herantreten müssen und wir sollen ihn mit den Ergebnissen verblüffen. Die Ausformulierung der Anforderungen lag dann bei den Entwicklern selbst.
Zu Beginn einer jeden Aufgabe ging enorm viel Zeit für die Datenforensik drauf, weil es hier nur mangelhafte bis kaum vorhandene Dokumentation gab. In den Projekten selbst wurden Aufgaben von links nach rechts geschoben und teilweise sogar rotiert. Die Ziele wurden fast wöchentlich geändert und als Entwickler durfte man sich dann den Vorwurf gefallen lassen, dass man nichts zum Abschluss bringt.
Der eigene Gestaltungsbereich war sehr stark eingeschränkt. Beinahe alles musste dem GF vorgestellt und von ihm abgesegnet werden.
Wer hofft hier professionell entwickeln zu können wird aufs bitterste enttäuscht werden.
Kommunikation
Es fanden hier sehr viele Meetings statt. Viele davon glichen einem Verhör, bei dem man dem Geschäftsführer vorweisen musste, was man innerhalb einer Woche geleistet hat. Meetings dienten hier oftmals nicht dem Informationsaustausch oder der Problemlösung, sondern man wärmte immer wieder bereits diskutiertes auf oder man verante sich in Banalitäten. So passierte es oftmals, dass wenn ein Meeting für 30 min angesetzt war, dieses dann deutlich länger ging.
Gleichberechtigung
Hier wurde nicht jeder mit dem selben Respekt, Anstand oder gar beruflichen Professionalität behandelt. Ganz zu schweigen von der selben Wertschätzung.
Interessante Aufgaben
Während meiner Zeit hier habe ich nicht viele Firmen interne Entwicklungen mitbekommen, stattdessen sehr viel Testing und administrative Tätigkeiten.
Wer eine wirklich herausfordernde Entwicklung sucht; Eine bei der man sich mit Engagement und eigenen Ideen einbringen kann & darf; An der man selber wachsen darf und die weit über die reine ERP-System Pflege und MS-Office Bedienung hinaus geht, dem rate ich dazu sich wo anders danach umzusehen!
Rückblickend kann ich meine Zeit bei SMART nur noch als verschwendete Zeit bewerten, wenn ich daran denke welches Entwicklungspotential man bei anderen Arbeitgebern erhält.