Ich habe das Gefühl, dass etwas fehlt – immer noch.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Hotel bietet eine einzigartige Atmosphäre, die Mode und Kunst auf beeindruckende Weise vereint. Die Renovierungen und Modernisierungen haben einige Bereiche des Hotels aufgefrischt, was die Gästeerfahrung sicherlich verbessert. Besonders positiv hervorzuheben ist das Engagement der HR-Abteilung, die durch Team-Events und Masterclasses Anreize schafft, um die Mitarbeitermotivation zu steigern. Viele LGBTQ-Kolleg:innen fühlen sich hier sehr wohl, was für eine inklusive und diverse Arbeitsumgebung spricht. Das Hotel hat das Potenzial, weiterhin eine besondere Rolle in der Berliner Hotelbranche zu spielen, wenn es seine Stärken weiter ausbaut.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Essen in der Kantine ist fast immer ungenießbar. Die Salatbar ist einfach traurig. Der neue Hotelmanager hat viel Energie eingebracht, doch sein Führungsstil und Tonfall sind oft unangebracht, was das Arbeitsklima negativ beeinflusst. Anstatt den einzigartigen Charakter des Hotels/Ennismore zu fördern, scheint er oft versäumt zu haben, das Erbe des Hauses zu respektieren. Die Entscheidungen wirken teilweise unüberlegt und spiegeln nicht das innovative und kreative Potenzial wider, das das Hotel einst auszeichnete. Ein respektvollerer Umgang und eine offenere Kommunikation wären hilfreich, um das Team zu motivieren und das ursprüngliche Flair des Hauses zu bewahren. Es ist wichtig, dass der Manager mehr auf Teamgeist und die Markenwerte achtet.
Verbesserungsvorschläge
Mitarbeiterangebote verbessern: Abwechslungsreiche und ansprechendere Mahlzeiten fördern das Wohlbefinden der Mitarbeiter.
Mehr Kolleg:innen in entscheidenden Positionen könnten davon profitieren, einen oder zwei Tage in anderen Häusern der Marke zu verbringen, um wirklich zu erfahren, was die Marke ausmacht.
Führungskultur: Der neue Manager sollte eine respektvollere und offenere Kommunikation pflegen, um das Team zu motivieren.
Arbeitsatmosphäre
Insgesamt verliert das "neue" SO/ Berlin Das Stue unter der aktuellen Führung den fast avantgardistischen Spirit, der es einst so besonders gemacht hat. Am schwerwiegendsten ist, dass die Werte, für die SO/ und Ennismore steht, mehr und mehr verloren gehen. Der Ton des neuen Managers ist dabei nicht selten unangebracht – jemand sollte den Mut haben, ihm das offen zu sagen.
Das neue Management ist engagiert, aber der Umgangston lässt oft zu wünschen übrig. Es versucht, das Lifestyle-Hotel in eine Richtung zu verändern, die nicht zu uns passt und auch nicht unserem ursprünglichen Charakter entspricht. Anstatt das bestehende Konzept zu leben, wird es an alte Modelle aus anderen Betrieben angepasst, die schon vor Jahren funktionierten.
Image
Früher war es ein Ort, an dem sich Mode und Kunst begegneten – ein Treffpunkt für eine jüngere, kreative Zielgruppe. Heute wirkt vieles eher altmodisch. Das Restaurantkonzept fehlt es an Innovation und Kreativität. Ja, es gab punktuell Renovierungen, und es ist durchaus bemerkenswert, dass das neue Management das umgesetzt hat. Dennoch bleibt das Gefühl, dass etwas verloren gegangen ist.
Gehalt/Benefits
Die Bezahlung in der Hotellerie ist generell eine Herausforderung – das ist nichts Neues.
Kollegenzusammenhalt
Viele Kolleg:innen wissen vermutlich gar nicht, welch besonderer Ort dieses Hotel eigentlich ist – und wie viel Stolz es bedeuten sollte, hier zu arbeiten. Leider fehlt es manchen im Team spürbar an Zusammenhalt und Teamgeist. Dabei könnte dieses Hotel so viel mehr sein, wenn einige den Blick über den Tellerrand wagen und sehen würden, wie außergewöhnlich andere SO/ Häuser weltweit auftreten.
Vorgesetztenverhalten
Dieses Hotel hatte einst einen ganz besonderen Charme und hob sich deutlich von der Konkurrenz ab. Seit dem Managementwechsel im letzten Winter hat sich vieles verändert. Die neuen Ideen wirken oft so, als wolle man bewusst das einzigartige Profil des SO/ Berlin Das Stue verwischen. Der Satz "Neues Management ist motiviert, vergreift sich aber oft im Ton" bringt es genau auf den Punkt – und auch: "Kein wirkliches Commitment mit der für die Marke SO/ verantwortlichen Organisation" trifft leider voll und ganz zu.
Arbeitsbedingungen
Ein besonders großer Kritikpunkt bleibt das Mitarbeiteressen – hier herrscht noch immer der größte Frust. Bei der immer gleichen Auswahl fällt es schwer, motiviert zu bleiben oder eine Pause wirklich zu genießen. Die Salate sind langweilig und einfach, und die Küche fehlt es an Kreativität. Es gibt kaum Abwechslung oder neue Ideen, was das Mittagessen wirklich unattraktiv macht und das Wohlbefinden der Mitarbeiter beeinträchtigt. Eine größere Vielfalt und mehr Innovation in der Küche würden nicht nur die Stimmung verbessern, sondern auch die Motivation und das Arbeitsumfeld positiv beeinflussen.
Gleichberechtigung
Diversität wird hier noch nicht wirklich gelebt – mehr Frauen in Führungspositionen wären definitiv wünschenswert. Positiv ist jedoch, dass viele LGBTQ-Kolleg:innen sich hier offenbar sehr wohlfühlen, was wirklich schön ist.
Interessante Aufgaben
Positiv hervorzuheben ist, dass HR sich mit Aktionen wie Teamevents oder Masterclasses bemüht hat, Anreize zu schaffen und Gründe zum Bleiben zu bieten.