Viel Image, wenig Substanz – hohe Fluktuation und fragwürdige Kultur
Gut am Arbeitgeber finde ich
1. Standort
Das Office befindet sich in zentraler Lage in Frankfurt, was die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr erleichtert.
2. Austausch unter Praktikant:innen
Durch die gemeinsame Situation entstand unter den Praktikant:innen ein starker Zusammenhalt. Der gegenseitige Austausch und die daraus entstandenen Bekanntschaften habe ich persönlich als bereichernd empfunden.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
• Sehr hohe Fluktuation, insbesondere unter Praktikant:innen, wodurch keine Stabilität im Team entstehen konnte.
• Fehlende Transparenz bei personellen Entscheidungen und kaum erkennbare Feedback- oder Entwicklungsstrukturen.
• Geringe Wertschätzung gegenüber geleisteter Arbeit; konstruktive Förderung habe ich nicht erlebt.
• Aus meiner Sicht eine deutliche Diskrepanz zwischen der stark inszenierten Außendarstellung und der tatsächlich erlebten Unternehmenskultur.
• Ein Arbeitsumfeld, das ich persönlich als dauerhaft angespannt und psychisch belastend empfunden habe.
Verbesserungsvorschläge
Aus meiner Sicht wäre eine grundlegende Reflexion der Führungs- und Unternehmenskultur sinnvoll. Insbesondere mehr Transparenz bei personellen Entscheidungen, klare Entwicklungsziele für Praktikant:innen sowie strukturierte Feedbackprozesse könnten zu mehr Stabilität beitragen.
Zudem würde eine stärkere professionelle Distanz zwischen Außendarstellung und interner Realität helfen, Vertrauen aufzubauen. Werte wie soziales Engagement und Teamkultur sollten nicht nur kommuniziert, sondern im Arbeitsalltag konsequent gelebt werden.
Langfristig könnte es hilfreich sein, externe Beratung oder Coaching im Bereich Führung und Organisationsentwicklung in Anspruch zu nehmen, um nachhaltige Strukturen zu etablieren und Fluktuation zu reduzieren.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre habe ich als dauerhaft angespannt und von Unsicherheit geprägt empfunden. Durch die hohe Fluktuation entstand kein stabiles Umfeld. Ein Gefühl von Sicherheit oder langfristiger Perspektive kam bei mir nicht auf.
Image
Die Außendarstellung auf Social Media ist professionell und modern. Intern habe ich jedoch eine deutlich andere Realität erlebt. Insgesamt wirkte vieles stärker auf Imageaufbau als auf nachhaltige Unternehmenskultur ausgerichtet.
Work-Life-Balance
Die psychische Belastung empfand ich persönlich als hoch. Auch wenn die Arbeitszeiten formal im Rahmen lagen, war der innere Druck deutlich spürbar. Eine gesunde Balance stellte sich für mich nicht ein.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nach außen wird ein starkes soziales Engagement kommuniziert. Im Arbeitsalltag konnte ich diese Werte jedoch nicht konkret wahrnehmen. Für mich entstand dadurch eine Diskrepanz zwischen Anspruch und gelebter Praxis.
Kollegenzusammenhalt
Das Team bestand überwiegend aus Praktikant:innen. Trotz grundsätzlich guter Stimmung untereinander hatte ich den Eindruck, dass enger Zusammenhalt nicht aktiv gefördert wurde. Ein stabiles Teamgefühl konnte sich so kaum entwickeln.
Vorgesetztenverhalten
Wertschätzung und unterstützende Führung habe ich nicht erlebt. Statt Förderung stand aus meiner Sicht Anpassung im Vordergrund. Entscheidungen wirkten teilweise wenig transparent und nicht nachhaltig.
Kommunikation
Transparente Kommunikation habe ich vermisst. Entscheidungen – insbesondere personelle – wirkten häufig kurzfristig und für Außenstehende schwer nachvollziehbar. Konstruktives, strukturiertes Feedback fand kaum statt.