Gut am Arbeitgeber finde ich
- Die Möglichkeit, als Azubi in verschiedenen Abteilungen zu arbeiten und dabei (meist) auf Augenhöhe behandelt zu werden
- Den Zusammenhalt innerhalb einzelner Abteilungen
- Meist gute, interne Kommunikation der aktuellen Situation durch Videos und Mitarbeiterveranstaltungen und (nach wie vor) gutes Image nach Außen
- Flexible Arbeitszeiten, Möglichkeit auf Homeoffice, diverse Workshops für Azubis sowie Kantine und Parkplätze
- Hervorragend organisierte Weihnachtsfeiern, Sommerfeste etc.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Hohe Mitarbeiter-Fluktuation und stellenweise sehr dünne Personaldecke, die gelegentlich auch durch Azubis gestopft wurde
- Je nach Bereich Lästereien und "Flurfunk", bereichsübergreifende Zusammenarbeit phasenweise eher ein Gegen- als Miteinander
- Diverse Projekte und Initiativen (z.B. Kulturprojekt), die zwar vielversprechend klangen, im Arbeitsalltag jedoch wenig bis keine Veränderung brachten
- Relativ geringe Übernahme-Quote der Azubis in den letzten Jahren
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war überwiegend angenehm. Die Einführung einer neuen Warenwirtschaft im Zusammenspiel mit vorangegangenem Personalabbau verschlechterte diese in einigen Bereichen jedoch merklich. Die anderen Azubis waren dafür im Alltag eine große Bereicherung.
Karrierechancen
Die Übernahme-Quote ist leider (zumindest in den letzten Jahren) niedrig und auch übernommene Auszubildende blieben oft nicht lange. Dies ist in herausfordernden Zeiten zu erklären, sollte dann jedoch auch zu Beginn der Ausbildung transparent kommuniziert werden.
Arbeitszeiten
Auf Auszubildende wurde bei den Arbeitszeiten insgesamt ausreichend Rücksicht genommen, etwa durch Sonderurlaub für das Verfassen von wissenschaftlichen Arbeiten im Rahmen des Studiums. Gleitzeit und zwei Tage Homeoffice sind grundlegend möglich gewesen, jedoch hatten Führungskräfte hierbei teilweise auch andere Ansichten.
Ausbildungsvergütung
Die Vergütung für Auszubildende sowie duale Studierende ist angemessen. Das Gehalt wurde stets pünktlich bezahlt. Nach dem, was man als Auszubildender in den jeweiligen Bereichen mitbekam, ist die hohe Fluktuation jedoch insbesondere im Gehalt bzw. der fehlenden Gehaltsprogression begründet. Die Kantine ist als Benefit noch hervorzuheben, während kostenloses Obst, Wasser, Bike-Leasing, Corporate Benefits usw. heute eher zum Standard zählen.
Die Ausbilder
Die Ansprechpartner in der Personalabteilungen standen bei Fragen und Problemen zur Verfügung und organisierten darüber hinaus diverse Workshops für Auszubildende, die eine angenehme Ergänzung des Arbeitsalltags waren. Insgesamt war ein immerhin gutes Auskommen möglich.
Aufgaben/Tätigkeiten
Die Aufgaben waren in den meisten Abteilungen von relativ viel Routine und insbesondere manuellen Tätigkeiten (Datenübertragung von Liste zu System, Archivierung, täglich zu erstellende Excel-Listen etc.) geprägt. Dies galt oft aber auch für die normalen Mitarbeiter, welche daher immerhin sinnvoll unterstützt werden konnten. Dadurch erhielt man zwar einen realistischen Einblick auf Augenhöhe und das entsprechende Vertrauen, jedoch selten echte Verantwortung.
In einzelnen Bereichen gab es jedoch auch deutlich kreativere und freiere Aufgaben.
Die technische Ausstattung der Büros ist angemessen, das Worklab ist als Meeting-Bereich ein gelungenes Aushängeschild für das Unternehmen (auch wenn ich dies im Alltag nur selten nutzen konnte/musste).
Variation
Die Variation ergab sich im Rahmen der Ausbildung primär durch die regelmäßigen Abteilungs- und Bereichswechsel. Innerhalb der Abteilungen mussten wirklich abwechslungsreiche, neue Aufgaben oft aktiv eingefordert werden. Der regelmäßig (aufgrund von fehlendem Personal) anstehende Empfangsdienst sowie der Besuch verschiedener Messen waren nicht unbedingt bei den Auszubildenden beliebt, brachten aber Abwechslung in den Alltag. Die Workshops sind zudem als Weiterbildungsmaßnahme positiv hervorzuheben.
Respekt
Abgesehen von einer bemerkenswerten Ausnahme wurde ich im Rahmen der Ausbildung auf Augenhöhe und mit Respekt behandelt.