Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Bezahlung, gute Lage und Verkehrsanbindung, vermögenswirksame Leistungen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Wurde bereits thematisiert.
Verbesserungsvorschläge
Sich die bereits genannten Kritikpunkte zu Herzen nehmen.
Arbeitsatmosphäre
Abgesehen von den bereits geschilderten Problemen war die Atmosphäre immer super gewesen.
Karrierechancen
Es wurde in unserem Jahrgang ausgebildet, um dem Image der Firma zu dienen. Dass nur unter bestimmten Voraussetzungen eine auf zwei Jahre befristet Anstellung garantiert wird, untermauert diese These. Wer wirklich zum Eigenbedarf ausbildet, der legt zwar wie gehabt eine Mindestnote fest, garantiert dann aber die Übernahme in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis. So ist das jedoch nur Kosmetik gewesen. Wenn die Note passt und innerhalb der zwei Jahre eine interne Stelle frei wird, dann spart man sich das externe Ausschreiben. Ansonsten ist man den Azubi bequem los.
Arbeitszeiten
Es gibt Gleitzeit. Es gibt aber auch Kernarbeitszeiten, die einzuhalten sind. Soweit ganz normal. Es gibt ein digitales Zeiterfassungssystem. Wenn man eher später kommt und dafür länger bleibt, und zwei mal aufgrund von Zugausfällen diese Kernarbeitszeit auch nur um weniger als 5 Minuten verspätet, wurde direkt mit einer Abmahnung gedroht.
Moderne Unternehmen, die den Mitarbeitern vertrauen, machen hier vor, wie es richtig geht.
Positiv ist, dass man an seinem Geburtstag einen halben Urlaubstag geschenkt bekommt - also nur den halben Tag an Gleitzeit investieren muss, um sich frei zu nehmen.
Ausbildungsvergütung
Diese war außerordentlich gut, damals die höchste in Wiesbaden und die dritthöchste in Hessen bei den Fachinformatikern. Aber Geld ist ja bekanntlich nicht Alles.
Die Ausbilder
Unser Ausbilder war top. Durch das Outsourcing der Ausbildung zur CSC Deutschland Akademie wurde seitens der Personalabteilung die Meinung vertreten, man bräuchte keinen Ausbilder mehr, weswegen er uns nach einiger Zeit nur noch sporadisch zur Seite stehen durfte. Aber um das Handwerk des Programmierens zu lernen, benötigt man über die ganze Ausbildung hinweg einen Ausbilder. Auch wurde behauptet, unser Ausbilder würde uns gegen die Personalabteilung aufhetzen, was nachweislich nicht stimmte. Es wurde gemutmaßt, dass das daran liegt, dass die Fachinformatiker einen höheres Gehalt und einen höheren Stellenwert genießen, als die ebenfalls hausintern ausgebildeten Bürokaufleute - weil diese Ausbildung eben auch deutlich anspruchsvoller ist. Und eben jene Leitung der Personalabteilung wurde von ehemaligen Azubis (Bürokaufleute) besetzt.
Spaßfaktor
Das Zusammenarbeiten mit dem Ausbilder und den anderen Azubis machte immer viel Spaß. Durch das Outsourcing zur CSC Deutschland Akademie wurde man als Azubi jedoch monatelang von einer themenfremden Abteilung zur nächsten gesetzt - um das Unternehmen kennenzulernen. Dabei gab es genau 0% Input zur eigentlichen Ausbildung und zum Programmieren.
Aufgaben/Tätigkeiten
Das Programmieren war toll. Das Absitzen von Zeit in themenfrenden Abteilungen jedoch kontraproduktiv und nicht vereinbar mit dem eigentlichen Ziel der Berufsausbildung - den Beruf des Fachinformatikers für Anwendungsentwicklung zu erlernen. Man setzt auch keinen Koch zum erlenen seines Berufs in die Buchhaltung.
Variation
War zwar gegeben, jedoch (s.o.) durch das Schleusen durch falsche Abteilungen. Viel mehr hätte es Varietät in Form von verschiedenen Aufgaben und Inhalten im eigentlichen Schwerpunkt der Ausbildung geben sollen.
Respekt
Der Ausbilder war top. Die Persoanabteilung, der Azubis direkt unterstellt waren, hat sich von den Fachinformatikern jedoch (wie mir bekannt wurde) in jedem Jahrgang mindestens einen herausgepickt und schikaniert. Man wurde unter falschem Vorwand ins Personalbüro gelockt, damit man niemanden aus dem Betriebsrat mitnehmen konnte. Auch wurden einem falsche Tatsachen unterstellt und man wurde des Lügens bezichtigt. Glücklicherweise konnte ich in diesen Fällen nette Kollegen als Zeugen heranziehen, die nachweisen konnten, dass dies haltlose Unterstellungen waren.