Keine Einarbeitung, fehlende Führung, Anfeindungen und ein Vorgesetzter, der lieber die Leidtragende abstraft.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
An meinem letzten Tag wurden mir rabiat Laptop und Handy entrissen, ohne Beachtung meiner Privatsphäre, denn eine private Nutzung war ausdrücklich erlaubt. Später hieß es in einer E-Mailkommunikation, ich hätte behauptet nichts Privates abgelegt zu haben. Ich dachte mir nur, dieser Arbeitgeber ist offensichtlich zu allem in der Lage.
Verbesserungsvorschläge
Durchsetzungs-Bias ist das Problem des Geschäftsführers: geglaubt wird dem, der eine Lobby hat, dem der laut und dominant ist.
Arbeitsatmosphäre
Mein Start bei der Firma Solano war von Anfeindungen der Empfangskraft geprägt. Sie schoss ab der ersten Stunde immer wieder gegen mich, zickte mich an, antwortete auf normale und höfliche Fragen widerwillig und machte mich bei Dritten schlecht. Da ich zur ruhigeren Sorte Mensch gehöre habe ich sie zunächst nur belächelt, aber irgendwann wurde es zu viel.
Kollegenzusammenhalt
In meinem Gang saß eine Kollegin, die zunächst freundlich schien. Kurz nach Beginn meiner Tätigkeit fragte ich u. a. bei ihr und ihrem Bürokollegen nach, ob beide bereit seien, ein Bild von sich auf der Webseite veröffentlichen zu lassen. Sie äußerte ihre Bedenken und hatte diesbezüglich spezielle Wünsche. Als ich einige Wochen später speziell für dieses Projekt eine Liste erstellte mit einer Zusatzspalte aufgrund ihrer speziellen Wünsche und dann nochmals die Kollegen befragte, bekräftige sie erneut ihre Bedenken und Sonderwünsche und so machte ich ein Kreuz bei ihrem Namen in der Zusatzspalte. Als ich ein paar Tage später die Kündigung erhielt wurde mir durch den Vorgesetzten vorgehalten, ich hätte die Kollegin zu dieser Thematik nur ein einziges Mal, nämlich dieses letzte Mal, gefragt. Demnach habe ich mir das mit der dritten Spalte wohl schön ausgedacht oder zuvor hell gesehen. Hier sieht man, wie unaufrichtig und missgünstig diese Kollegin ist. Diese Kollegin war es auch, die sich des Öfteren über ihren direkten Bürokollegen ausließ.
Vorgesetztenverhalten
Als ich schließlich an meinem eigentlichen Arbeitsplatz die Arbeit aufnehmen konnte, gab es auch keine Einarbeitung durch den Vorgesetzten. Ich war ihm direkt unterstellt. Ich arbeitete mich also selber in die verschiedenen Vorgänge ein oder fragte notfalls einen Kollegen.
Ich sprach den Konflikt zwischen der Empfangskraft und mir beim Vorgesetzten an. Dieser zeigte sich zunächst auch offen und es schien, er wolle sich darum kümmern. Statt einem guten Miteinander im Auge fragte er lediglich durch die Blume bei der Empfangskraft nach, die selbstverständlich nicht offen äußerte, dass sie mich seit Tag 1 schikaniert und schneidet. Der Vorgesetzte nahm das zum Anlass überhaupt nichts zu tun, auch wenn ich ihn immer wieder mit neuen Vorfällen konfrontierte. Meine Bewertung musste ich aufgrund einer Meldung Solanos anpassen - mitunter aufgrund eines Wortes, das sich auf Sobbing reimt und von mir sogar gegenüber dem Vorgesetzten genannt wurde.
Meiner Meinung nach hat er mit seiner Untätigkeit seine Fürsorgepflicht verletzt.
Arbeitsbedingungen
Als eines Tages die Vertretung des Vorgesetzten erneut mit viel Unfähigkeit und Unwissen glänzte, versuchte ich ihr in einem höflichen Ton zu erklären, dass sie da leider einem Missverständnis aufgesessen ist. Anstatt meine berechtigte Kritik mal zu überdenken oder gar anzunehmen, zeigte sie sich lediglich sehr abweisend und ich erhielt am darauffolgenden Tag die Kündigung.
Genau diese Kollegin war es, die mich beispielsweise auch anzickte, als ich mit ihrer direkten Zimmerkollegin vereinbarte, vorbeizukommen, um ein mir übertragenes Projekt zu bearbeiten. Da die Stellvertretung sich zuvor in einem Call befunden hat und der aber bereits beendet wurde, öffnete ich dennoch behutsam die Bürotür. Die Stellvertretung war nun mit etwas anderem beschäftigt, stand vor einem Regal, schnauzte mich aber dennoch an, was ich da jetzt zu suchen hätte.
In diesem Moment übernahm die Zimmerkollegin keine Verantwortung. Mir wurde Schuld auferlegt, für die ich gar nichts konnte. Wohl bemerkt, der Call, wurde längst beendet, da auch mein Vorgesetzter (mein Nachbarbüro) teilgenommen hatte und ich alles mitbekam.
Kommunikation
Ich war gleich nach Beginn vertretungsweise am Empfang - also die Vertretung der Unruhestifterin. Eine weitere Vertretung, mit der ich eigentlich zusammen am Empfang arbeiten sollte, bestach durch Abwesenheit.
Die Einarbeitung war mehr als dürftig, es gab nur grobe Anweisungen und schließlich musste ich alleine am Empfang arbeiten. Sie kam lediglich vorbei, schaute kurz, wenn sie rauchen ging. Eine gute Kommunikation mit Einarbeitung sieht anders aus. Viele meiner Fragen musste ich über Umwege stellen oder dann, wenn sie gerade mal vorbeikam.
Gleichberechtigung
Der Vorgesetzte Beschwerte sich regelmäßig bei mir über den Krankenstand und die Unzulänglichkeiten der Kollegen. Eine Konsequenz für deren Verhalten haben die Kollegen jedoch nie zu spüren bekommen. Stattdessen bekam ich die Kündigung überreicht.