s.Oliver Bernd Freier GmbH & Co.KG als Arbeitgeber

  • Rottendorf, Deutschland
  • BrancheTextil
s.Oliver Bernd Freier GmbH & Co.KG

Außen hui, Innen pfui

1,9
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Administration / Verwaltung bei s.Oliver Bernd Freier GmbH & Co.KG in Rottendorf gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Kantine, Büro-Räume, Zuschuss für die Bahn

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Fehlende Kommunikation und schlecht ausgebildete Führungskräfte. Keine Förderung der Mitarbeiter und keine Weiterbildungsmöglichkeiten

Verbesserungsvorschläge

Schult eure Führungskräfte und investiert in die Weiterbildung der Mitarbeiter. Brecht festgefahrene Strukturen auf, auch wenn es weh tut. Nur weil etwas schon immer so gemacht wurde, heißt das nicht, dass es auch richtig ist. Lernt ein faires Gehalt zu zahlen. Es kann keiner erwarten, dass gute Mitarbeiter für ein unterdurchschnittliches Gehalt arbeiten. Kümmert euch um nachhaltiges Wirtschaften und nachhaltige Produktion. Die Zeiten der Fast-Fashion neigen sich dem Ende.

Arbeitsatmosphäre

s.Oliver tut sehr viel dafür sein gutes Image nach Außen hin aufrecht zu erhalten. Schaut man jedoch genauer hin, sieht man die Fassade an jeder Kante bröckeln. Innerhalb der Abteilungen und zwischen den Bereichen herrscht ein permanenter Konkurrenzkampf, den man in jedem Raum und auf jedem Gang förmlich spüren kann. Jeder kämpft gegen jeden und versucht besser dazustehen als der Kollege. Man fühlt sich permanent beobachtet und kontrolliert, was auf Dauer extrem anstrengend und erschöpfend ist.

Kommunikation

...Fehlanzeige.
Die Kommunikation zwischen einzelnen Kollegen funktioniert ganz gut. Der Großteil ist jedoch mehr damit beschäftigt sich selbst ins bessere Licht zu rücken als Informationen zu teilen oder weiterzugeben. Notwendige Informationen, die für ein Projekt wichtig wären, werden den Mitarbeiten von Vorgesetzten verschwiegen um damit einen Grund für Unzulänglichkeiten zu schaffen. In Krisenzeiten ist die Kommunikation noch weniger vorhanden. Vor allem von der Chefetage kommen keine klaren Anweisungen.

Kollegenzusammenhalt

Es kommt auf die Abteilung an. Dennoch ist sich bei s.Oliver jeder selbst der Nächste und wenn man aus dem Fehler eines Kollegen einen Vorteil für sich selbst schlagen kann, dann wird das in der Regel auch getan. Ohne Rücksicht auf Verluste.

Work-Life-Balance

Es herrscht Vertrauensarbeitszeit die mehr einem kontrollierten Misstrauen gleicht. Eher kommen und dafür pünktlich gehen wird nicht so gern gesehen. Eher kommen später gehen dafür umso lieber. Wer Stunden abbauen will oder einen privaten Termin hat wird generell schief angeschaut, so dass man sich nicht mehr traut unter einer Stunde plus am Tag nach Hause zu gehen. HomeOffice Regelungen werden so lange wie möglich vermieden. So kann man ja die Mitarbeiter nicht kontrollieren.

Vorgesetztenverhalten

Schade - denn fachlich sind die Vorgesetzten wirklich gut. Ich habe höchsten Respekt vor deren Leistungen und deren Wissen, man könnte sicherlich viel von Ihnen lernen. Leider fehlt die soziale Kompetenz der Führungskräfte in fast allen Bereichen. Hier wären dringend Seminare über Vorgesetztenverhalten, Kommunikation uns Eskalationsmanagement nötig. Die Mitarbeiter werden permanent kontrolliert und beobachtet. Unterstützung gibt es nicht, es wird darauf gewartet bis der Mitarbeiter einen Fehler macht um ihn dann vor dem Team, Geschäftspartnern und weiteren Vorgesetzten dumm und unfähig dastehen zu lassen.

Interessante Aufgaben

Interessante Aufgaben gäbe es viele. Man darf halt als Mitarbeiter nicht erwarten, dass man diese auch ausführen darf.

Gleichberechtigung

Mehr Frauen als Männer, dennoch hat man das Gefühl, dass Männer mehr geschätzt werden.

Umgang mit älteren Kollegen

Ältere Kollegen werden systematisch rausgeekelt oder gleich ganz entlassen. Und das auch gerne in Zeiten wo die Arbeitsplatzsuche einem Spießrutenlauf gleicht.

Arbeitsbedingungen

Räume und Ausstattung sind auf dem neuesten Stand. Natürlich gibt es hier und da Ecken die nicht so hübsch sind. Aber da s.Oliver viel für seine Außenwirkung tut, sind die Geschäftsräume top gepflegt und sehr angenehm. Die Kantine ist vernünftig, wobei ein bisschen weniger Convenience kein Fehler wäre. Klima-Anlage, Beschattung und Heizung funktionieren in 99% der Fälle optimal.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

We care! Aber leider nicht genug. Papier, Papier, Papier. Marketingmaterialien, fünf verschiedene Hangtags aus Pappe, Papier und Plastik. Einzeln verpackte T-Shirts, die vor dem Versand in die Stores ausgepackt werden müssen. Es gibt noch viel zu tun.

Das soziale Engagement sieht da schon besser aus, aber nur wenn es um benachteiligte Personengruppen geht. Die Verantwortung für die eigenen Mitarbeiter lässt doch sehr zu wünschen übrig.

Gehalt/Sozialleistungen

Man geht nicht zu s.Oliver wenn man fair bezahlt werden will. Es gibt keinen Tarifvertrag und Gehaltserhöhungen gibt es nach Nasenspitze. Mitarbeiter, die ihre Ausbildung bereits im Unternehmen gemacht haben, werden noch schlechter bezahlt als neue Mitarbeiter mit geringerem Kenntnisstand.

Image

Nach Außen wirkt s.Oliver wie ein modernes, innovatives, sozial-engagiertes Unternehmen. Leider ist es nicht so. Und das merken auch immer mehr Kollegen. Das drückt die Stimmung und die Motivation.

Karriere/Weiterbildung

Der Wunsch nach Weiterbildung wird einfach so lange ignoriert bis der Mitarbeiter aufgibt. Das gleiche bei der Entwicklung der Karriere.