Hätte mir das vorher nur jemand gesagt
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Tatsache, dass man trotz allem noch Kundenaufträge gewinnt
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Summe der o.g. Punkte. Mitarbeiter sprechen z.T. von einem toxischen Klima. Die Führungsebene sorgt für eine große Unzufriedenheit und eine Kultur des Ertragens und Schweigens.
Desweiteren entspricht die innen- und Aussendarstellung keinesfalls der Realität. Man darf sich hiervon auf keinen Fall täuschen lassen.
Verbesserungsvorschläge
An Verbesserungsvorschlägen ist dieses Unternehmen nicht wirklich interessiert. Das Management hat das Denkmonopol.
Arbeitsatmosphäre
Aufgrund der anhaltenden Kurzarbeit weiter angespannt. Alle sind darauf bedacht, möglichst mit dem Finger auf andere (Mitarbeiter/Abteilungen) zu zeigen, um von eigenen Problemen oder Unzulänglichkeiten ablenken zu können. Darüber hinaus hat man erfolgreich eine Ja-Sager-Kultur etabliert: Konstruktive Kritik oder gar Verbesserungsvorschläge sind (entgegen anderer Darstellungen) nicht gewünscht. Es gilt lediglich die Ideen und Vorstellungen des Managements umzusetzen, unabhängig davon, ob diese sinnvoll sind, oder nicht. Desweiteren werden Informationen unvollständig, beschönigend oder nicht korrekt weitergegeben. Auf Nachfrage erhält man keine konkrete Antwort. Homeoffice wird nicht gerne gesehen
Kommunikation
Schwammige, sich ständig verändernde Vorgaben gestatten dem Management stets, die Belegschaft „klein-„ und „unfähig“ zu halten, da die Aufgaben nie korrekt ausgeführt werden können.
Kollegenzusammenhalt
Gibt es kaum. Aufgrund der geförderten Unternehmenskultur ist jeder im Überlebens- und Selbstverteidigungsmodus. „Nasenfaktor“ spielt eine große Rolle. Günstlinge des Managements werden klar bevorzugt.
Work-Life-Balance
Die Mitarbeiter müssen oft mehrere Jobs bei gleichbleibender Bezahlung übernehmen. Darüber hinaus werden zusätzlich Sonderaufgaben übertragen, die eben „gemacht werden“ müssen. Arbeitszeitverstösse (über 10 Stunden am Tag) werden durch Korrekturbuchungen kaschiert. Arbeiten im Krankenstand oder Urlaub sind aufgrund des ausgeübten Drucks keine Ausnahme.
Vorgesetztenverhalten
Kann man kaum beschreiben:
Schwammige Vorgaben (siehe oben)
Günstlinge werden unabhängig ihrer Qualifikation bevorzugt
Es wird grundsätzlich keine Verantwortung übernommen + alles wegdeligiert
Lautstärke und Auftreten in Meetings sucht seinesgleichen
Der Verhaltenskodex ist das Papier nicht wert, auf den er gedruckt wurde
Vorneherum freundlich, hintenherum wird über die Angestellten abgeledert
Völlig beratungsresistent
Personalführung und Fachkompetenz werden in der Belegschaft auf breiter Front hinterfragt. Aufgrund der Kultur traut sich niemand diese Dinge offen anzusprechen
Blinder Aktionismus statt Leitung mit vorausschauender Umsicht
Interessante Aufgaben
Ja: Die Aufgaben, die man noch zusätzlich auferzwungen bekommt, da die Abgänge nicht ersetzt werden
Gleichberechtigung
Die Frauenquote spricht für sich
Umgang mit älteren Kollegen
Solange sie von Nutzen und gefügig sind, gut. Manche schützt lediglich die lange Betriebszugehörigkeit vor der Entlassung, um noch mehr Kosten sparen zu können
Arbeitsbedingungen
Sind akzeptabel
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Auf dem Paper ja, in der Praxis nicht
Gehalt/Benefits
Viele warten seit Jahren auf eine Gehaltserhöhung. Die wenigsten bekommen sie. Das Lohngefüge ist niedrig.
Image
Nach aussen stellt man sich gerne als Weltmarktführer dar, die Realität könnte auch aufgrund der Unternehmenskultur nicht weiter hiervon entfernt sein. Zwingend notwendige Reformen werden nicht angegangen. Es ist einfacher, sich täglich über die selben fundamentalen Probleme aufzuregen, als sie anzugehen. Im seit Jahren gewohnten Verwaltungsmodus fühlt man sich wohl
Karriere/Weiterbildung
Nichts bekannt.