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Sorella 
Jugendhilfe 
GmbH
Bewertungen

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"Jugendhilfe neu denken" geht anders. Mehr Schein als Sein?

1,4
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung für dieses Unternehmen in Berlin gearbeitet.

Arbeitsatmosphäre

Die Sorella GmbH ist ein ganz neues Unternehmen in Berlin-Spandau, im Bereich der Jugendhilfe.
Aber gleich zu Beginn fingen Unstimmigkeit und Unzufriedenheit im Team an. Das Team besteht aus Sozialarbeitern, Erziehern, Therapeuten, Psychologen,Security-Mitarbeitern und einem Lehrer. Alles soll sich unter einem Dach befinden, das ist das neue Konzept von Sorella.
Ursprünglich sollte das neu gebaute Objekt als Appartement Wohnhaus genutzt werden, mit jeweils zwei Wohnungen pro Etage.
Mit Aufnahme der ersten vier Klienten, darunter zwei Kinder mit einem "H" für Hilfebedürftigkeit im Schwerbeschädigtenausweis, darunter ein Autist, fingen die Probleme an. Denn für ein drei Schicht Model, sind die Erzieher einfach unterbesetzt. Man ist ständig alleine für zwei Etagen zuständig, obwohl zwei Kinder auf Grund ihrer Behinderung schon eine 1:1 Betreuung brauchen. Pausen können nicht, wie gesetzlich Vorgeschrieben, genommen werden. Doch die Geschäftsführung behauptet, wir wären sogar Überbesetzt.
Die Geschäftsführung hat keine Ausbildung im sozialen Bereich. Ist aber trotz anderer, vorherigen Aussagen, nicht offen für die pädagogischen Einwende von Sozialarbeitern und Erziehern.

Image

Die Einrichtung muss sich erst noch einen Ruf erarbeiten da sie erst im
Juni 2026 eröffnet wurde. Aber an Hand meiner Bewertung, und das sehe ich nicht alleine so, müsste sich dafür einiges bei der Geschäftsleitung ändern. Wenn Jugendhilfe nur als Geschäftsprojekt gesehen wird, mit dem sich viel Geld verdienen lässt und die Kritik gleich zu Beginn, der Sozialarbeiter und Erzieher nicht ernst genommen wird, dann werden die Mitarbeiter nicht glücklich, egal wie hoch das Gehalt ist.

Work-Life-Balance

Wenn man Ende Juni immer noch nicht weiß wie man im Juli arbeitet oder man keine Pausen nehmen kann.
Wenn man gezwungen ist, an seinen freien Tagen die vielen Whatsapp-Nachrichten zu lesen, dann kann keine Rede von Work-Life- Balance sein.

Gehalt/Benefits

Das einzig positive ist das Gehalt.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Das Gebäude entspricht den Umweltmaßnahmen und es wird auf Mülltrennung geachtet.

Kollegenzusammenhalt

Ist schwierig, da wir alle neu sind und uns noch nicht wirklich kennen. Manche Kollegen haben das Gefühl, das die Geschäftsführung das Team in gute und schlechte Mitarbeiter spaltet. Wer sich negativ über die aktuellen Arbeitsbedingungen äussert, bekommt schon mal zu hören, ob er wirklich geeignet sei in der Jugendhilfe zu arbeiten.

Vorgesetztenverhalten

Die Chefin kann sehr nett seit. Aber wenn man Ihr sagt, dass man sich mit der gesamten, neuen Situation teilweise überfordert fühlt oder das noch wichtige Dinge, wie Mitarbeiter oder Erzieherbüro fehlen, dann stößt man auch mal schnell auf unverständnis. Zu dem merkt man der Chefin manchmal an, das sie viel zu tun hat und im Stress ist.

Arbeitsbedingungen

Die Wohnungen waren ursprünglich als Appartements gedacht. Jede Wohnung ist mit jeweils einem Wohnzimmer, 2 kleinen Zimmern, Küche und Bad ausgestattet. Es gibt 4 Etagen mit 8 möblierten Wohnungen.
Wäre man pro Etage immer mit 2 Erziehern im Dienst, dann wäre es ein angenehmes arbeiten. Es wohnen aber drei Kids im 1.OG, die ständig zwischen den zwei Wohnungen hin und her laufen und ein Jugendlicher ist im 2.OG. Der jugendliche Autist braucht eine 1:1 Betreuung, die aber nicht immer gegeben ist. Die anderen Kinder sind wiederum sehr lebhaft und gehen zum Teil nicht pfleglich mit der Einrichtung um.
Mit dem Erzieherschlüssel, mit dem momentan gearbeitet wird, ist das Haus für das zu betreuende Klientel, nicht als Wohngemeinschaft geeignet. Das Objekt würde sich eher für Jugendliche in der Verselbstständigung eignen, meine Meinung.

Kommunikation

Die gesamte Firmen-Kommunikation findet hauptsächlich, auf Whatsapp statt. Was dazu führt, das man schnell mal 60 Nachrichten offen hat, wenn man an seinen freien Tagen nicht in die Gruppe guckt.
Andererseits fehlen wichtige Informationen bezüglich bei Neuaufnahmen von Klienten. Oder das die Geschäftsführung für eine Woche im Urlaub ist.

Gleichberechtigung

10 Frauen und 2 Männer

Interessante Aufgaben

Die Arbeitsbelastung ist zum Teil sehr ungerecht. Da wir es mit sehr schwierigen Kids zu tun haben, ziehen sich zb. Therapeuten, Psychologen und Sozialarbeiter gerne auch mal zurück. Da man als Erzieher die Gruppe nicht alleine lassen kann, ist man auf seine Kollegen angewiesen um auf die Toilette zu gehen. Das kann dann schon mal 10 Min. dauern, bis einer kommt.


Karriere/Weiterbildung

Umgang mit älteren Kollegen

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