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Bewertung

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Gute Kollegen, aber herausfordernde Rahmenbedingungen

1,7
Nicht empfohlen
Hat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr für dieses Unternehmen in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Gut am Arbeitgeber fand ich vor allem den starken Zusammenhalt im Kollegenkreis. Die Zusammenarbeit mit den Kollegen war übergreifend angenehm und hat den Arbeitsalltag deutlich erleichtert.

Ebenfalls positiv waren die Arbeitsplätze selbst, die gut ausgestattet waren und durch höhenverstellbare Tische sowie bequeme Stühle ein angenehmes Arbeiten ermöglicht haben. Kostenlose gekühlte Getränke waren ebenfalls ein kleiner, aber willkommener Pluspunkt.

Zu Beginn habe ich außerdem die abwechslungsreichen Aufgaben und die Möglichkeit, in verschiedene Bereiche hineinzuschauen, als sehr positiv wahrgenommen. Dadurch konnte man in kurzer Zeit viele Einblicke gewinnen und fachlich dazulernen.

Insgesamt waren es vor allem die Kollegen und einzelne Rahmenbedingungen, die die Arbeit positiv geprägt haben.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Schlecht am Arbeitgeber fand ich vor allem die starke Abhängigkeit der Arbeitsatmosphäre von einzelnen Führungskräften. Der Führungsstil und die Kommunikation haben sich aus meiner Sicht im Laufe der Zeit eher negativ entwickelt, insbesondere was Feedback und den Umgang mit unterschiedlichen Sichtweisen betrifft.

Ebenfalls schwierig war für mich die fehlende Verlässlichkeit bei Themen wie Homeoffice und Arbeitsorganisation. Regelungen haben sich verändert und waren für mich nicht immer nachvollziehbar oder konsequent umgesetzt.

Im Bereich Arbeitsbelastung habe ich häufig erlebt, dass viele Aufgaben parallel liefen und dadurch ein hoher Druck entstanden ist, der sich auf die Struktur im Arbeitsalltag ausgewirkt hat.

Auch bei Entwicklungsmöglichkeiten und Weiterbildung habe ich nur wenige Angebote wahrgenommen, wodurch aus meiner Sicht langfristige Perspektiven im Unternehmen begrenzt waren.

Insgesamt habe ich die Rahmenbedingungen als weniger stabil empfunden, als ich es mir für eine langfristige Zusammenarbeit gewünscht hätte.

Verbesserungsvorschläge

Aus meiner Sicht gäbe es einige Punkte, an denen das Unternehmen ansetzen könnte, um die Arbeitsbedingungen und die Zusammenarbeit langfristig zu verbessern.

Ein zentraler Punkt ist der Führungsstil und die interne Kommunikation. Mehr konsistentes, konstruktives Feedback sowie eine stärkere Orientierung an klaren, nachvollziehbaren Entscheidungen würden aus meiner Sicht helfen, Unsicherheiten im Team zu reduzieren und die Zusammenarbeit zu verbessern. Besonders wichtig wäre dabei, unterschiedliche Sichtweisen stärker einzubeziehen und transparenter mit Entscheidungen umzugehen.

Auch das Thema Vertrauen im Arbeitsalltag, insbesondere im Umgang mit Homeoffice und Arbeitsorganisation, könnte aus meiner Sicht weiterentwickelt werden. Eine klarere und einheitlichere Regelung sowie mehr Verlässlichkeit in der Umsetzung würden hier für mehr Stabilität sorgen.

Im Bereich Entwicklungsmöglichkeiten und Weiterbildung sehe ich ebenfalls Potenzial. Strukturierte Weiterbildungsangebote oder gezielte Förderung interner Entwicklungsschritte könnten Mitarbeitenden helfen, sich langfristig im Unternehmen weiterzuentwickeln und Perspektiven zu sehen.

Zusätzlich würde ich mir wünschen, dass Arbeitsprozesse und Arbeitslast besser verteilt bzw. klarer strukturiert werden, um eine gleichmäßigere Auslastung zu ermöglichen und monotone Abläufe zu reduzieren.

Insgesamt habe ich den Eindruck, dass bereits gute Ansätze vorhanden sind, insbesondere im Teamzusammenhalt und in einzelnen Führungsansätzen, diese aber stärker systematisch weiterentwickelt werden könnten.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre hing aus meiner Sicht sehr stark davon ab, ob die Geschäftsführung im Büro war oder nicht. Wenn diese im Urlaub oder im Homeoffice war, war die Stimmung deutlich entspannter. Die Zusammenarbeit mit den Kollegen hat dann wirklich Spaß gemacht und man ist gerne zur Arbeit gekommen.

Sobald jedoch ein Geschäftsführer vor Ort war, habe ich die Atmosphäre als angespannt und kühl empfunden. Viele Kollegen wirkten deutlich zurückhaltender und die Motivation im Team war spürbar geringer.

Besonders bezeichnend fand ich, dass sich Kollegen auch teamübergreifend darüber ausgetauscht haben, wann die Geschäftsführung im Urlaub ist. Diese Informationen wurden teilweise mit sichtbarer Erleichterung aufgenommen, weil viele die Arbeitsatmosphäre in diesen Zeiten als angenehmer empfanden. Das zeigt aus meiner Sicht, wie stark die Stimmung von der Anwesenheit der Geschäftsführung beeinflusst wurde.

Kommunikation

Die Kommunikation habe ich insgesamt als schwierig empfunden. Ein Großteil der internen Kommunikation lief über Slack. Vor allem von einem der Geschäftsführer kamen häufig sehr lange Nachrichten, wodurch wichtige Informationen für mich teilweise eher untergingen, als dass sie klar vermittelt wurden.

Zu Beginn meiner Zeit im Unternehmen hatte ich den Eindruck, dass Feedback ausgewogen und konstruktiv war. Sowohl positive Leistungen als auch Verbesserungsvorschläge wurden angesprochen. Im Laufe der Zeit hat sich das aus meiner Sicht jedoch verändert. Gegen Ende habe ich fast ausschließlich kritisches Feedback erhalten, während positives Feedback kaum noch eine Rolle spielte.

Teilweise hatte ich außerdem das Gefühl, dass meine Aussagen anders verstanden oder wiedergegeben wurden, als ich sie gemeint hatte. In einigen Situationen hatte ich auch den Eindruck, dass meine Sichtweise oder bestimmte Umstände nicht ausreichend berücksichtigt wurden. Diese Erfahrungen habe ich vor allem im Austausch mit einem der beiden Geschäftsführer gemacht.

Kollegenzusammenhalt

Die Kollegen waren für mich der größte Pluspunkt des Unternehmens und letztendlich auch der Hauptgrund, warum die Arbeit trotzdem Spaß gemacht hat. Der Zusammenhalt war nicht nur innerhalb des eigenen Teams gut, sondern auch teamübergreifend. Man hat sich gegenseitig unterstützt und konnte sich im Arbeitsalltag aufeinander verlassen.

Trotzdem habe ich im Laufe der Zeit gelernt, vorsichtig damit zu sein, wem ich persönliche oder vertrauliche Dinge anvertraue. Ich hatte mehrfach den Eindruck, dass Informationen ihren Weg zur Geschäftsführung gefunden haben, obwohl ich davon ausgegangen war, dass sie unter Kollegen bleiben.

Deshalb war es für mich sinnvoll, berufliche und persönliche Gespräche klar voneinander zu trennen und mit sensiblen Themen eher zurückhaltend umzugehen.

Work-Life-Balance

Im Bewerbungsprozess wurde mir kommuniziert, dass Homeoffice grundsätzlich möglich ist. Zu Beginn wurde das auch so gelebt und in Absprache konnte man gelegentlich von zu Hause arbeiten.

Mit der Zeit hatte ich jedoch den Eindruck, dass das Vertrauen in das Homeoffice nachgelassen hat. Die Arbeitszeiten und Tätigkeiten mussten detailliert dokumentiert werden, was ich grundsätzlich nachvollziehen kann.

Schade fand ich, dass ich gerade im Homeoffice oft freiwillig zusätzliche Zeit investiert habe, um mich auf den nächsten Tag vorzubereiten und das Team zu entlasten. Diese Zeit habe ich bewusst nicht als Arbeitszeit erfasst, weil ich das Unternehmen unterstützen wollte. Umso enttäuschender war es für mich, dass dieses Engagement aus meiner Sicht kaum wahrgenommen wurde.

Später war Homeoffice in meinem Bereich praktisch kein Thema mehr, obwohl es im Bewerbungsprozess eine Rolle gespielt hatte. Nach dem Standortwechsel verlängerte sich mein täglicher Arbeitsweg. Ich hätte mir hier mehr Entgegenkommen gewünscht, da sich meine Bewerbung auf den ursprünglichen Standort bezog.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten der beiden Geschäftsführer habe ich sehr unterschiedlich erlebt.

Mit einem Geschäftsführer waren die Erfahrungen überwiegend positiv. Er war freundlich, hilfsbereit und hatte eine offene Art. Trotz der lockeren Atmosphäre war der Respekt groß. Besonders in der Anfangszeit haben mir die regelmäßigen Gespräche und das direkte Feedback sehr geholfen und viel zum Lernen beigetragen.

Mit dem anderen Geschäftsführer war mein Eindruck deutlich kritischer. Aus meiner Sicht lag der Fokus im Verlauf immer stärker auf Fehlern, während konstruktives Feedback seltener wurde. Häufig wurden E Mails an Kunden nachträglich besprochen und alternative Formulierungen aufgezeigt.

In Gesprächen hatte ich zudem mehrfach das Gefühl, dass andere Sichtweisen kaum berücksichtigt wurden und am Ende vor allem eine Perspektive zählte. Dadurch fiel es mir zunehmend schwer, offen zu diskutieren.

Insgesamt haben die positiven Erfahrungen mit dem einen Geschäftsführer im Laufe der Zeit deutlich weniger Gewicht gehabt als die schwierigen Erfahrungen mit dem anderen.

Interessante Aufgaben

Zu Beginn fand ich die Aufgaben sehr abwechslungsreich. In meinem Bereich konnte ich in verschiedene Teams hineinschauen und habe viele unterschiedliche Einblicke erhalten. Außerdem war meine Meinung bei der Gestaltung von Arbeitsabläufen gefragt, was ich sehr geschätzt habe.

Mit der Zeit wurden die Aufgaben jedoch deutlich eintöniger. Aufgrund der hohen Arbeitsbelastung ging es häufig nur noch darum, die große Anzahl an Anfragen abzuarbeiten. Dadurch ähnelte am Ende des Tages oft eine E Mail der nächsten.

Interessant fand ich den Umgang mit Kunden. Ein erstes Nein wurde häufig nicht direkt akzeptiert, sondern es wurde gemeinsam nach Möglichkeiten gesucht, den Kunden doch noch von einer anderen Lösung zu überzeugen. Auch wenn Kunden eine Geld zurück Garantie nutzen wollten, wurde zunächst versucht, eine Alternative zu finden.

Spannend war außerdem der Umgang mit negativen Bewertungen. Mit Unterstützung der Geschäftsführung wurden Strategien entwickelt, um auf kritische Bewertungen zu reagieren und diese, wenn möglich, entfernen zu lassen.

Gleichberechtigung

Beim Thema Gleichberechtigung hatte ich den Eindruck, dass es Unterschiede in der Behandlung der Teams gab.

Diese Unterschiede zeigten sich aus meiner Sicht sowohl in der Vergütung als auch bei einzelnen Benefits wie zum Beispiel der Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten.

Warum es diese Unterschiede gab, kann ich nicht im Detail beurteilen. Für mich wirkte es jedoch so, dass nicht alle Teams die gleichen Rahmenbedingungen hatten.

Umgang mit älteren Kollegen

Beim Umgang mit älteren Kollegen hatte ich den Eindruck, dass das Team insgesamt sehr jung gehalten wurde. Ältere Bewerber oder Kollegen waren in meinem Umfeld kaum vertreten.

Ob das eine bewusste Entscheidung war, kann ich nicht beurteilen. Für mich wirkte es jedoch so, dass jüngere Profile im Unternehmen stärker im Vordergrund standen.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsmittel waren insgesamt solide. Es wurden Apple Geräte genutzt, was ich als positiv empfunden habe.

Ein zweiter Bildschirm wurde auf Nachfrage leider nicht bereitgestellt, obwohl ich mir das für effizienteres Arbeiten gewünscht hätte.

Im Sommer kam es mehrfach zu Problemen mit der Klimaanlage. Gleichzeitig war es aufgrund von Baustellenlärm teilweise schwierig, das Fenster zu öffnen. In solchen Situationen hätte ich mir eine stabilere Lösung gewünscht, zum Beispiel funktionierende Klimatisierung oder alternative Kühlmöglichkeiten. Homeoffice z.B. wäre auch eine einfache alternative gewesen.

Positiv hervorheben möchte ich die Ausstattung der Arbeitsplätze mit höhenverstellbaren Tischen, bequemen Stühlen sowie kostenlosen Getränken.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Beim Thema Umwelt und Sozialbewusstsein hatte ich den Eindruck, dass es noch Potenzial nach oben gibt. Eine konsequente Mülltrennung war aus meiner Sicht nur eingeschränkt erkennbar.

Außerdem liefen Computer im Arbeitsalltag häufig im Standby-Modus, anstatt vollständig heruntergefahren zu werden.

Mehr Punkte kann ich dazu aus meiner persönlichen Erfahrung nicht bewerten.

Gehalt/Benefits

Beim Gehalt hatte ich zu Beginn den Eindruck, dass es für meinen Aufgabenbereich angemessen ist. Mit der Zeit hat sich jedoch gezeigt, dass der tatsächliche Aufgabenbereich deutlich umfangreicher war als ursprünglich beschrieben und auch teamübergreifende Aufgaben beinhaltete. Insgesamt hatte ich daher den Eindruck, dass die Vergütung im Branchenvergleich eher im unteren Bereich liegt. Für die ursprünglich ausgeschriebene Stelle empfand ich das Gehalt als fair, für die tatsächliche Tätigkeit jedoch weniger passend.

Bei den Benefits gab es nur wenige Angebote. Positiv hervorheben möchte ich die kostenlosen, gekühlten Getränke. Homeoffice wurde im Bewerbungsprozess zwar als Möglichkeit dargestellt, war in meinem Bereich später jedoch nicht mehr umsetzbar.

Image

Im Bereich Image und Außenwirkung hatte ich persönlich den Eindruck, dass es eine deutliche Diskrepanz zwischen dem öffentlichen Auftreten des Unternehmens und dem Arbeitsalltag gibt.

Im täglichen Austausch im Team war in Pausen häufig ein sehr offener Frust über die Arbeit spürbar. Dieses Thema war aus meiner Wahrnehmung auch teamübergreifend immer wieder präsent.

Auch bei neuen Kollegen hatte ich den Eindruck, dass sich viele relativ schnell kritisch mit der Situation auseinandergesetzt haben und für sich hinterfragt haben, ob die Stelle langfristig passt. Für mich wirkte das teilweise wie ein Hinweis darauf, dass die Realität im Arbeitsalltag nicht bei jedem den Erwartungen entsprach.

Zum öffentlichen Auftreten gehört aus meiner Sicht auch der Umgang mit Bewertungen und Feedback im Internet. Hier hatte ich teilweise den Eindruck, dass negative Bewertungen nicht dauerhaft sichtbar bleiben bzw. kritisch betrachtet werden, während das Gesamtbild nach außen sehr positiv wirkt. Ob und in welchem Umfang externe Unterstützung dabei eine Rolle spielt, kann ich nicht beurteilen, das ist meine persönliche Wahrnehmung.

Karriere/Weiterbildung

Beim Thema Karriere und Weiterbildung hatte ich insgesamt den Eindruck, dass hier nur begrenzte Entwicklungsmöglichkeiten vorhanden waren.

Im Bewerbungsprozess wurde das Thema Führungspositionen zunächst angesprochen und auch im weiteren Verlauf immer wieder thematisiert. Für mich entstand jedoch mit der Zeit der Eindruck, dass bestimmte Positionen eher durch externe Neueinstellungen besetzt wurden, anstatt intern aufgebaut zu werden.

Formale Weiterbildungen oder externe Schulungen habe ich während meiner Zeit im Unternehmen nicht erlebt. Das habe ich persönlich als verpasste Chance gesehen, sich fachlich weiterzuentwickeln.

Zu Beginn der Einarbeitung wurden unter anderem Video Inhalte genutzt, die sich mit Kommunikation und zwischenmenschlicher Wirkung beschäftigen. Das war für mich zunächst ungewöhnlich, aber grundsätzlich interessant. Weitere strukturierte Weiterbildungsangebote durch externe Anbieter gab es aus meiner Erfahrung heraus nicht.

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