Mehr Schein als Sein - zumindest für Mitarbeitende
Gut am Arbeitgeber finde ich
Früher: Sozialkompetenz und ECHTE Verantwortung für die Mitarbeitenden und die Region. Heute aber leider kaum noch was davon vorhanden
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Sparkasse hat einen öffentlichen Auftrag und keine Verpflichtung einen möglichst hohen Gewinn zu erwirtschaften. So steht es im Sparkassengesetz NRW.
Fazit = Abgrenzung zu privaten Kreditinstituten:
Der öffentliche Auftrag der Sparkassen unterscheidet sie von privaten Kreditinstituten, die primär ihren wirtschaftlichen Erfolg anstreben.
Bei der Sparkasse am Niederrhein steht jedoch eindeutig die Gewinnerzielung im Vordergrund...und das geht sehr zu Lasten der Mitarbeitenden
Verbesserungsvorschläge
Lernt wieder die Mitarbeitenden WERTZUSCHÄTZEN und sie nicht ausschließlich als Kostenfaktor wahrzunehmen! Weg von der Heuchelei ! Eine eingeführte DUZ-Kultur kostet nix, bringt aber auch nix! Den Mitarbeitenden "an der Front" auch mal zuzuhören und sie dabei ernst zu nehmen, wäre auch mal ein Lösungsansatz...
Arbeitsatmosphäre
Im direkten Umfeld meist noch ok. Ansonsten versuchte jede(r) Mitarbeitende auf Grund Überlastung Arbeit möglichst auf andere Arbeitsplätze wegzudrücken. Viel Frustration, da wenig Mitarbeiterwert-schätzung.
Führungskräfte neigten zur "Duckmäuserei" gg. der Geschäftsführung. Interessen der Mitarbeitenden spielten kaum eine Rolle, sondern es standen ausschließlich die Ertragsziele des Unternehmens und die Außenwirkung der Sparkasse im Vordergrund.
Image
Da kann die Sparkasse am Niederrhein was! Man glänzt gerne nach außen in die Öffentlichkeit hinein und die Wahrnehmung dort ist auch positiv.
Work-Life-Balance
Viel heiße Luft... Urlaub nach Wunsch, flexible Arbeitszeiten = ok aber Familienfreundlichkeit sieht sicher anders aus! Mobiles Arbeiten war und ist in der Sparkasse am Niederrhein ein NO GO und wird nur im Ausnahmefall genehmigt
Karriere/Weiterbildung
Vollkatastrophe. Wegrationalisierung von Führungspositionen und Zusammenlegungen von Aufgabenbereichen stehen im Vordergrund um Kosten einzusparen. Junge Mitarbeitende müssen selbst zusehen, dass sie ihren Sparkassenbetriebswirt o.ä. machen. Trainees? Was ist das denn? Kennt die Sparkasse am Niederrhein nicht. Schlecht bezahlte Juniorstellen sind die Regel. Auch gerne gesehen: Weiterbildung durch Onlineschulungen oder außerhalb der Arbeitszeit.
Gehalt/Benefits
Das ist wirklich ok aber auch nicht exorbitant gut. Stellenabbau und Heruntergruppierungen bei Stellenwechsel sind die Regel
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Spielt kaum eine Rolle. Alles, was nix einbringt und Geld kostet, taugt eher nix und macht man höchstens für die Außenwirkung....
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb der Abteilungen/Geschäftsstellen in der Regel ok aber insgesamt eher davon geprägt, dass ältere Mitarbeitende die innere Kündigung ausgesprochen haben und jüngere Mitarbeitende keine Entwicklungsperspektiven haben. Das führt zu Apathie und Resignation, was den Kollegenzusammenhalt nicht fördert
Umgang mit älteren Kollegen
Werden in der Regel wertgeschätzt
Vorgesetztenverhalten
Überwiegend unterwürfig gg. dem Vorstand. Wurden über die Jahre ja auch von der Geschäftsführung entsprechend in die Positionen gebracht, damit sie möglichst wenig Widerstand leisten. Wenige, die in der Lage sind auch einmal Interessen von Mitarbeitenden durchzusetzen. Hauptaussage: "da kann ich leider nix machen..."
Arbeitsbedingungen
Schlecht! Ein paar Beispiele: Höhenverstellbare Schreibtische gab es z.Bsp. nur, wenn die Rentenversicherung was bezuschusst hat...Klimatisierte Räume? Besprechungszimmer für Gespräche mit Kunden = ja... Büros = überwiegend nein. Mobiles Arbeiten? NO GO ! Nur für Auserwählte. Kontrollverlustängste der Geschäftsführung spielen hier definitiv eine Rolle = unterirdisch schlecht und ein Armutszeugnis in der heutigen Zeit. Vertrauen in die Mitarbeitenden und familienfreundliches Arbeiten sieht anders aus.
Kommunikation
Vieles lief über Rundschreiben mit Umsetzungsterminen "kurz vor Toresschluss". Ansonsten wird mit entsprechender Öffentlichkeitsarbeit viel Wert darauf gelegt, dass man in der Außenwirkung möglichst gut da steht. Die Mitnahme von Mitarbeitenden steht eher nicht im Vordergrund.
Gleichberechtigung
Frauenförderung ist kein Fremdwort, hat aber keine Priorität
Interessante Aufgaben
Wenn man in der Spezialistenschiene angekommen ist, durchaus gegeben.