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Bewertung

Ihr Unternehmen?

"Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser."

1,8
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich Vertrieb / Verkauf in Spaichingen gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Den Senior Chef, die einzige kompetente Komponente in der Geschäftsführung. Leider will er sich zeitnah zurückziehen, dann wird das Chaos perfekt.

Den Schutzzaun, Zeus (Zustimmtaster) und die Musterkoffer.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die Unternehmenskultur.
Manche Mitarbeiter_innen dürfen den Haupteingang benutzen, welcher eigentlich für Kunden und die Geschäftsführung vorbehalten ist. Andere sollen nur durch den Personaleingang. Hier spielt scheinbar viel Nasenfaktor eine Rolle. Ich hätte nie gedacht, dass es sowas wirklich gibt! Nicht vergessen, es ist eine Firma mit 80 Mitarbeiter_innen und nicht das Waldorf Astoria!

100% Kontrolle im Vertrieb.
Besuche, Besuche, Besuche egal ob es Sinn macht oder nicht. Maximale Kundenpenetration ist die weitere Vertriebsstrategie.

Null Selbstreflektion. Wenn in meiner Firma eine solch hohe Fluktuation im Vertrieb herrschen würde, würde ich mir mal Gedanken machen woran es wirklich liegt. Aber hier sind immer nur die anderen schuld, man selbst hat immer alles richtig gemacht. Der Leitspruch hier ist "Der hat nicht zu uns gepasst". Unglaublich wie oft man das innerhalb kürzester Zeit gehört hat!

Wer seine eigene Meinung einbringt ist ein Ärgernis. Die Vertriebsleitung (gleichzeitig 2. stellv. Geschäftsführer und Entwicklungsleiter) hat immer Recht, auch wenn er unrecht hat. Hier ist das Ego zu groß um sich selbst Fehler einzugestehen oder andere Meinungen zu hören.

Es werden anfangs viele Versprechungen gemacht, ob diese nachher eingehalten werden ist fraglich.

Das Konstrukt besteht aus Halbwahrheiten und Misstrauen, was ich noch nie so erlebt habe.

Spannend ist, dass immer nach solchen Bewertungen sofort eine positive Bewertung aus dem Marketing erfolgt. Dies spiegelt meinen letzten Punkt sehr gut wieder und ist fast ein wenig zum Fremdschämen.

Verbesserungsvorschläge

- Mehr Vertrauen in die Mitarbeiter_innen stecken. --> Weniger Kontrolle
- Vertriebsleitung überdenken
- Auf dem Boden bleiben und nicht auf Biegen und Brechen versuchen der Global-Player zu werden (dafür ist die Firma noch viel zu klein und hat zu wenig Standing am Markt)
- Gründung eines Betriebsrates!!!!

Arbeitsatmosphäre

Im Vertrieb herrscht eine "100% Kontrolle" Mentalität.

Die Vertriebsleitung besteht auf Kalendereinsicht mit allen Details, vermutlich um auch Einsicht in die als "privat" gekennzeichneten Termine zu haben. Sämtliche Tätigkeiten, Angebote, Besucherfrequenz, Projekte etc. werden lückenlos getrackt und teilweise für alle sichtbar offengelegt um auch hier latenten Druck, durch Vergleich mit den Kollegen, ausüben zu können.

Viele haben zwei oder mehr "Jobs / Aufgaben" zugeteilt, was für eine gewisse Anspannung und Reizbarkeit sorgt. Unter Anbetracht der anhaltenden Kurzarbeit bleibt hier einiges auf der Strecke.

Gefühlt gibt es kein Vertrauen in die Mitarbeiter_innen. Alles wird immer kontrolliert oder der Zugriff verhindert / beschränkt.

Täglich wird einem klar gemacht wer hier der Chef ist, da es in dieser kleiner Firma gleich drei davon gibt, bleibt nur noch wenig Platz für die eigene Entfaltung / Einbringung von Erfahrungen.

Ich habe noch nie eine solch schlechte Erfahrung gemacht und bereue die Entscheidung dort angefangen zu haben zu tiefst. Aber aus Fehlern lernt man ja.

Image

Man versucht zwanghaft jung und modern rüber zu kommen, was leider bei vielen Kunden schon so übertrieben ankommt, dass es unprofessionell wirkt. Für ein Tech Startup ist das vielleicht ok, eine Firma welche in der eher konservativen Sicherheitstechnik tätig ist, ist wenig doch mehr.

Der Zaun hat einen guten Ruf und ist wirklich durchdacht. Das Handling ist super und die Montageabteilung ist schnell und flexibel.
Da die Zaunkonstruktion sehr träge ist und für jedes Richtpreisangebot erstmal konstruieren will, vergeht hier sehr viel Zeit, welche dann doch wieder bei Kunden für Unmut sorgt.

Die Zukaufprodukte sind teilweise sehr anfällig, schlechter/langsamer Support und lange Lieferzeiten.

Man versucht mit allen Mitteln mit den eigenen Elektronikprodukten auf den Markt zu drängen. Hier ist der Leitspruch "Weck keine schlafenden Hund*", was übersetzt bedeutet, erzähl nicht alles, verschweige Details. Mit dieser Vertriebsstrategie kann ich leider nicht umgehen, denn dies zerstört das Vertrauen der Kunden langfristig.

Work-Life-Balance

Reisezeiten an Sonntagen, ohne Anmeldung bei der BG, wurden bis man es angesprochen hat, als selbstverständlich betrachtet. Allgemein wird das Arbeitszeitgesetz eher als Richtline betrachtet.
Letztendlich zählt der Leitspruch "alles für die Firma".

Karriere/Weiterbildung

Karriere ist unwahrscheinlich.

Weiterbildung wird intern geregelt, diese wird aber vorgegeben und ist nicht individuell.

Gehalt/Benefits

Gehalt ist, wenn man richtig verhandelt hat, ok. Allerdings geht die Gehaltsspanne sehr weit auseinander, weshalb sogar mit Kündigung im Arbeitsvertrag gedroht wird wenn man mit Kolleg_innen darüber spricht.
Was hierzu wohl die Rechtsprechung sagt?

Sozialleistungen (außer einer kleinen Zulage BAV o.ä.) sind mir nicht bekannt.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Da ständig Vor-Ort Meetings anstehen und sich alle dort einfinden müssen, werden die Leute eingeflogen oder fahren quer durch Deutschland was zu einen massiven CO2 Ausstoß sorgt. Nachhaltig ist anders.

Kollegenzusammenhalt

Es gibt ein paar wirklich liebe / gute Kolleg_innen. Allerdings wird dies leider durch andere, welche sofort alles zum Chef tragen, getrübt. Man kann fast niemanden Vertrauen, ohne Bedenken zu haben, dass 10 Minuten später der Vertriebsleiter anruft und einem zu Rede stellt.

Allgemein werden einem sehr oft von Kolleg_innen Fragen gestellt, wo die Vermutung aufkommt, dass es ein Auftrag der Vertriebsleitung ist. Sehr unangenehm und auffällig!

Umgang mit älteren Kollegen

Mir ist nichts negatives zu diesem Punkt bekannt

Vorgesetztenverhalten

Katastrophal!
Man merkt, dass z.B. die Vertriebsleitung bereits Führungskräftetrainings erhalten hat. Wenn einer Person allerdings jegliche Empathie fehlt, hilft das beste Training nichts. Auch die Anwendung der Methoden des Trainings muss man verstanden haben. Jedem einen Stempel "du bist rot, du bist blau, der ist grün, sie ist gelb" aufzudrücken und zu hoffen, dass der / die Mitarbeiter_in sich in dieser Rolle wohlfühlt und nun weiß wie er / sie sich zu verhalten hat, ist nicht Ziel des 4-Farben-Modells. Wenn man nicht mit dem Werkzeug umgehen kann was einem an die Hand gegeben wurde, wird man auch kein Meister.

Von den Mitarbeiter_innen wird volle Ehrlichkeit und Loyalität erwartet. Im Gegenzug bekommt man Halbwahrheiten und eine Hire and Fire Mentalität.

Da sich in den letzten zwei Jahren fast das komplette Vertriebsteam, freiwillig oder unfreiwillig, ausgewechselt hat, wäre ggf. hier ein Ansatz für Optimierung.

Arbeitsbedingungen

Die aktuell gestellten Laptops sind in Leistung und Speicher im unteren Niveau. Schon das Öffnen von wenigen Office Programmen treibt diese an die Belastungsgrenze. (Führungspersonal bekommt bessere Varianten gestellt.)

Im Punkto Firmenfahrzeug ist man stark eingeschränkt. Man kann allerdings, auf eigene Kosten, weitere Ausstattung zuleasen. Verlässt man vor Ablauf der Leasing das Unternehmen, muss man diese Kosten bis Ende der Laufzeit übernehmen.

Kommunikation

Meetings, Meetings, Meetings, Vertriebstreffen, alles was einem davon abhält seine eigentliche Arbeit zu machen gibt es in Fülle. Alle zwei Wochen muss man vor versammelter Vertriebs-Mannschaft seine Karten auf den Tisch legen. Kann man nicht mit lukrativen Projekten auftrumpfen oder die Besuchsfrequenz entspricht nicht den Vorgaben, steht man als der geläuterte da.

Im Vertrieb herrscht immer Druck, das ist klar! Aber was sich hier abspielt ist völlig überzogen.

Gleichberechtigung

Ich denke, hier werden keine Unterschiede gemacht.

Interessante Aufgaben

Es gibt spannende Projekte, bei spannenden Kunden. Mit dem Schutzzaun kann man tatsächlich auch recht gut punkten. Kommt man aber aus der Steuerungstechnik und hat komplexe Projekte betreut, ist dies ein eher langweiliges Produkt.

Leider zieht sich die Entwicklung des wirklich spannenden Produktes schon über zwei Jahre hin obwohl es fleißig beworben wird. Die Fertigstellung aller finalen Varianten steht noch in den Sternen.

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Puls

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.