Gute Idee von Wohnen - Umsetzung bleibt zurück und veraltete Strukturen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Arbeit mit den Menschen, das Engagement vieler Kolleg*innen und der grundsätzliche Wunsch nach Weiterentwicklung. Das fachliche Potenzial ist vorhanden.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Starre Strukturen, hohe Belastung, mangelnde Flexibilität, veraltete Arbeitsbedingungen und eine Diskrepanz zwischen modernem Anspruch und gelebter Praxis.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Vertrauen in Mitarbeitende, moderne Arbeitszeitmodelle, Abschaffung regelmäßiger geteilter Dienste, echte Beteiligung von Mitarbeitenden und Bewohner*innen sowie eine strukturierte Umsetzung des BTHG. Veränderung braucht Zeit, Ressourcen und klare Projektstrukturen – nicht „nebenbei“.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist stark von Kontrolle und festen Vorgaben geprägt. Vertrauen in die Eigenverantwortung der Mitarbeitenden wird wenig gelebt. Das wirkt sich spürbar auf Motivation und Arbeitsklima aus, auch wenn viele Mitarbeitende engagiert sind.
Image
Großes, etabliertes Unternehmen in der Region, das sich stark auf seinen Namen verlässt. Nach außen moderner Auftritt, intern jedoch veraltete Strukturen. Der BTHG-Wandel wird zwar benannt, aber seit 2017 nur sehr (!!!) langsam umgesetzt.
Work-Life-Balance
Sehr belastende Dienstpläne mit regelmäßigen geteilten Diensten (Montag, Mittwoch, Freitag), langen Dienstfolgen (12 Tage) und wenig Regenerationszeit (jeden Tag Spätdienst). Die 6-Tage-Woche und fehlende Ausgleichsmodelle machen eine gesunde Work-Life-Balance nahezu unmöglich.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildung und Entwicklung werden grundsätzlich gewünscht und thematisiert. In der Umsetzung fehlt jedoch oft Zeit, Struktur und echte Freistellung.
Gehalt/Benefits
Vergütung erfolgt strikt nach AVR. Kein Einspringgeld, keine Zuschläge für Auszubildende. Kaum finanzielle Anerkennung für Mehrbelastung oder Flexibilität.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Sozialer Anspruch ist vorhanden, die praktische Umsetzung wirkt jedoch inkonsequent. Sammeltransporte mit großen Linienbussen und wenig nachhaltige Konzepte im Alltag stehen einem modernen Anspruch entgegen.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt ist grundsätzlich gut und von gegenseitiger Unterstützung geprägt. Die gemeinsame Stärke und das Wissen im Team werden jedoch strukturell wenig genutzt oder gefördert.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kolleginnen sind selbstverständlich Teil des Teams. Gleichzeitig wird wenig darauf Rücksicht genommen, dass nicht alle kurz vor der Rente umfassende PC-Kenntnisse haben müssen, sofern kein entsprechender Wunsch besteht.
Vorgesetztenverhalten
Der Anspruch, auf Augenhöhe zu führen, ist erkennbar. In der Praxis wirken Führungskräfte jedoch oft überfordert und in bestehenden Strukturen festgefahren, wodurch notwendige Veränderungen nicht konsequent umgesetzt werden.
Arbeitsbedingungen
Sehr eingeschränkte Arbeitsbedingungen: Diensthandys nur für Leitung, oft nur ein Arbeitsplatz, veraltete Programme. IT ist ausgelagert und langsam, Zugänge können mehrere Monate dauern. Zeiterfassung funktioniert sofort – andere digitale Prozesse deutlich nicht. Insgesamt nicht zeitgemäß.
Kommunikation
Die direkte Kommunikation im Team ist überwiegend in Ordnung, die Leitung ist grundsätzlich bemüht. Allerdings ist sie häufig nicht vor Ort. Diensthandys gibt es nicht (nur für die Leitung), sodass private Handys für Absprachen genutzt werden, was datenschutzrechtlich problematisch ist und einen Widerspruch zur offiziellen Haltung darstellt.
Gleichberechtigung
Der Frauenanteil ist hoch, Gleichberechtigung scheint grundsätzlich gegeben. Dieses Thema steht weder besonders negativ noch besonders positiv im Fokus.
Interessante Aufgaben
Die Arbeit mit den Menschen ist fachlich sinnvoll, abwechslungsreich und grundsätzlich sehr erfüllend. Die Rahmenbedingungen und starren Strukturen nehmen der Arbeit jedoch viel von ihrer Qualität und Lebendigkeit.