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GmbH
Bewertung

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„Führung im Big Boys Club :).......unprofessionell, strategielos und völlig überfordert.“

1,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2023 für dieses Unternehmen in Brühl gearbeitet.

Verbesserungsvorschläge

Macht die Hütte zu !

Arbeitsatmosphäre

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre ist geprägt von Unsicherheit, Druck und einem latenten Gefühl permanenter Bewertung. Vertrauen zwischen Mitarbeitenden und Führungsebene ist kaum spürbar. Stattdessen entsteht der Eindruck, dass Fehler gesucht werden, anstatt Entwicklung zu fördern.

Selbst wenn man seine Aufgaben gewissenhaft erfüllt, bleibt häufig das Gefühl, sich rechtfertigen zu müssen. Mitarbeitende arbeiten nicht in einem Umfeld der Unterstützung, sondern in einer Atmosphäre, die von Kontrolle und Kritik geprägt ist.

Viele Kolleginnen und Kollegen wirken dauerhaft angespannt. Motivation entsteht nicht aus Begeisterung für die Arbeit, sondern häufig aus der Sorge vor negativer Bewertung. Langfristig führt dies zu Frustration, innerer Distanz und dem Gefühl, emotional nicht mehr Teil des Unternehmens zu sein.

Kommunikation

Kommunikation gehört zu den größten Schwächen dieses Unternehmens. Wichtige Entscheidungen werden im kleinen Kreis der Führungsebene getroffen und anschließend nur bruchstückhaft oder sehr spät kommuniziert.

Strategische Veränderungen oder neue Prioritäten werden häufig kurzfristig verkündet, ohne den Mitarbeitenden Kontext oder Hintergrund zu erklären. Dadurch entsteht ein Arbeitsumfeld, in dem man zwar Aufgaben erledigt, aber selten wirklich versteht, warum bestimmte Entscheidungen getroffen werden.

Feedback erfolgt meist einseitig und wenig konstruktiv. Statt eines offenen Dialogs dominieren kritische Bewertungen ohne ausreichende Reflexion der strukturellen Rahmenbedingungen.

Das Ergebnis ist ein Kommunikationsklima, das Unsicherheit fördert und Vertrauen verhindert.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt unter Kolleginnen und Kollegen ist häufig das Einzige, was den Arbeitsalltag erträglich macht. Viele Mitarbeitende versuchen sich gegenseitig zu unterstützen, weil sie wissen, dass strukturelle Unterstützung von oben kaum zu erwarten ist.

Gleichzeitig leidet auch der Kollegenzusammenhalt langfristig unter der allgemeinen Atmosphäre im Unternehmen. Wenn Transparenz fehlt und Mitarbeitende sich ständig bewertet fühlen, entsteht automatisch Vorsicht und Distanz im Miteinander.

Die Teamkultur wird dadurch nicht aktiv gefördert, sondern entsteht eher trotz der Rahmenbedingungen als wegen ihnen.

Work-Life-Balance

Eine gesunde Balance zwischen Arbeit und Privatleben wird in der Praxis kaum gefördert. Mehrarbeit wird zwar selten offen verlangt, aber implizit erwartet. Wer engagiert arbeitet und Verantwortung übernimmt, erhält meist zusätzliche Aufgaben – ohne entsprechende Entlastung.

Engagement wird schnell zur stillschweigenden Erwartungshaltung. Grenzen zwischen normalem Arbeitseinsatz und überdurchschnittlicher Leistung verschwimmen.

Langfristig führt das bei vielen Mitarbeitenden zu Erschöpfung und sinkender Motivation.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten der Führungskräfte gehört zu den größten Problemen dieses Unternehmens. Es fehlt an klarer Führung, strategischer Orientierung und professioneller Kommunikation.

Entscheidungen wirken häufig kurzfristig, impulsiv und nicht ausreichend durchdacht. Mitarbeitende werden selten in Prozesse einbezogen oder über Hintergründe informiert. Statt Führung im Sinne von Orientierung und Unterstützung zu bieten, entsteht eher der Eindruck von Kontrolle und Distanz.

Die obere Führungsebene vermittelt zudem häufig den Eindruck, dass grundlegende betriebswirtschaftliche und strategische Kompetenzen fehlen. Visionen oder langfristige Strategien sind kaum erkennbar.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben selbst könnten grundsätzlich interessant sein. Leider wird dieses Potenzial durch mangelnde Struktur und wechselnde Prioritäten stark eingeschränkt.

Ziele und Verantwortlichkeiten sind oft unklar definiert. Projekte werden begonnen, aber nicht konsequent weitergeführt. Prioritäten ändern sich häufig kurzfristig.

Dadurch entsteht der Eindruck, dass viel Energie in operative Arbeit fließt, ohne dass eine klare strategische Richtung erkennbar ist.

Gleichberechtigung

Zu Vielfalt und Gleichberechtigung wird im Alltag wenig aktiv beigetragen. Es gibt keine erkennbare Strategie oder sichtbare Initiativen, die dieses Thema ernsthaft fördern.

Die Unternehmenskultur wirkt insgesamt eher hierarchisch als offen.

Umgang mit älteren Kollegen

Ein bewusst respektvoller oder besonders wertschätzender Umgang mit erfahrenen Mitarbeitenden ist nicht besonders erkennbar. Erfahrung wird nicht systematisch genutzt oder in Entscheidungsprozesse eingebunden.

Arbeitsbedingungen

Die strukturellen Arbeitsbedingungen erschweren effizientes Arbeiten. Prozesse sind nicht klar definiert, Verantwortlichkeiten überschneiden sich oder bleiben unklar.

Dadurch entstehen häufig unnötige Abstimmungen, Missverständnisse und Doppelarbeit. Mitarbeitende müssen strukturelle Schwächen im System oft selbst kompensieren.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Ein klares Engagement in Bezug auf Umwelt- oder soziale Verantwortung ist im Arbeitsalltag kaum sichtbar oder wird zumindest nicht aktiv kommuniziert.

Gehalt/Benefits

Leistung wird im Unternehmen kaum angemessen honoriert. Wer engagiert arbeitet und zusätzliche Verantwortung übernimmt, erhält selten entsprechende Anerkennung oder Entwicklungsmöglichkeiten.

Transparente Gehaltsstrukturen oder klare Entwicklungsperspektiven sind nicht erkennbar. Mehrleistung wird als selbstverständlich angesehen, während Anerkennung oder Belohnung eher die Ausnahme bleibt.

Image

Nach außen versucht das Unternehmen ein positives Bild zu vermitteln. Die Realität im Arbeitsalltag unterscheidet sich jedoch deutlich von diesem Eindruck.

Viele strukturelle Probleme bleiben intern bestehen, während nach außen ein professionelleres Bild vermittelt wird.

Karriere/Weiterbildung

Systematische Weiterbildung oder langfristige Karriereentwicklung spielen im Unternehmen keine erkennbare Rolle.

Mitarbeitende erhalten selten strukturierte Entwicklungsangebote. Wer sich fachlich weiterentwickeln möchte, muss dies meist eigenständig organisieren.

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Arbeitgeber-Kommentar

Carlo Contessa, Geschäftsführer
Carlo ContessaGeschäftsführer

Es ist bemerkenswert, dass die geschilderten Erfahrungen bereits mehrere Jahre zurückliegen aber der Hinweis in der Überschrift lässt vermuten, dass weiterhin eine Verbindung zum Unternehmen besteht.

Aber trotzdem vielen Dank für deine sehr ausführliche Rückmeldung.

Auch wenn wir viele deiner Punkte in dieser Pauschalität nicht teilen, nehmen wir Kritik selbstverständlich ernst. Die Arbeit in der ambulanten und stationären Jugendhilfe ist anspruchsvoll, oft dynamisch und nicht immer in der Form planbar, wie man es sich im Arbeitsalltag wünschen würde. Entscheidungen entstehen dabei nicht im luftleeren Raum, sondern unter fachlichen, personellen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Arbeitsatmosphäre
Dass du unsere Arbeitsatmosphäre als belastend erlebt hast, nehmen wir zur Kenntnis. Gleichzeitig ist Jugendhilfe kein Wohlfühlseminar, sondern ein anspruchsvolles Arbeitsfeld mit Verantwortung, Verbindlichkeit und fachlichen Standards. Was du als Kontrolle beschreibst, ist in vielen Fällen schlicht die Erwartung an professionelles Arbeiten. Im Nachhinein Kritik zu formulieren, ist einfach. Im Alltag konstruktiv mitzuwirken, wäre hilfreicher gewesen.

Kommunikation
Du kritisierst fehlende Transparenz. Tatsächlich müssen in der Jugendhilfe viele Entscheidungen unter Zeitdruck und unter komplexen fachlichen, personellen und wirtschaftlichen Bedingungen getroffen werden. Nicht jeder Prozess lässt sich vorab ausführlich diskutieren. Wer mehr Kontext braucht, kann Rückfragen stellen. Kommunikation ist keine Einbahnstraße.

Kollegenzusammenhalt
Dass du den Zusammenhalt unter Kolleginnen und Kollegen positiv erlebt hast, freut uns. Das spricht immerhin für die Menschen, die hier arbeiten. Gleichzeitig entsteht Teamkultur nicht nur durch Führung, sondern auch durch jeden Einzelnen. Wer Offenheit erwartet, sollte selbst nicht nur auf Distanz bleiben und im Nachhinein Defizite benennen.

Work-Life-Balance
Die Arbeit in der Jugendhilfe ist fordernd. Das ist weder überraschend noch neu. Wir erwarten keine Selbstausbeutung, aber ein realistisches Verständnis dafür, dass dieses Arbeitsfeld nicht immer planbar ist. Wer an Grenzen kommt, sollte das klar ansprechen – und nicht erst rückblickend so tun, als wäre jede Belastung ausschließlich strukturell verursacht.

Vorgesetztenverhalten
Deine Kritik an Führung und Orientierung nehmen wir zur Kenntnis. Führung bedeutet in sozialen Organisationen allerdings nicht, jede Entscheidung so zu treffen, dass sie sich für alle gut anfühlt. Entscheidungen müssen tragfähig sein, nicht bequem. Daraus pauschal fehlende Kompetenz abzuleiten, ist simpel. Wer es besser gewusst hätte, hätte sich auch entsprechend einbringen können.

Interessante Aufgaben
Dass die Aufgaben grundsätzlich interessant sind, schreibst du selbst. Genau deshalb ist der Vorwurf der Beliebigkeit etwas zu bequem. In der Jugendhilfe verändern sich Prioritäten, weil sich Situationen verändern. Das ist nicht automatisch Planlosigkeit, sondern Teil der Realität dieses Arbeitsfelds. Wer mit Dynamik grundsätzlich nicht umgehen kann, ist dort vielleicht schlicht nicht richtig.

Gleichberechtigung
Dass du keine sichtbare Strategie wahrgenommen hast, ist deine Einschätzung. Nicht alles, was gelebt wird, wird permanent als Leitmotiv vor sich hergetragen. In einem professionellen Umfeld gibt es Rollen, Zuständigkeiten und Entscheidungen. Das ist nicht automatisch ein Mangel an Offenheit, sondern schlicht Organisation.

Umgang mit älteren Kollegen
Erfahrung ist wertvoll, aber nicht automatisch ein Selbstläufer. Sie muss auch eingebracht werden. Wenn du den Eindruck hattest, dass Erfahrung nicht genug genutzt wird, stellt sich auch die Frage, an welchen Stellen sie konkret eingebracht wurde. Wertschätzung ist keine Einbahnstraße.

Arbeitsbedingungen
Ja, Prozesse in der Jugendhilfe sind nicht immer so sauber sortiert, wie man sich das wünschen würde. Das liegt auch daran, dass Realität selten nach Organigramm funktioniert. Wir arbeiten an Strukturen, aber professionelles Arbeiten heißt auch, mit Komplexität umzugehen. Wer bei jeder Reibung sofort den Organisationsfehler sucht, macht es sich ziemlich leicht.

Umwelt-/Sozialbewusstsein
Unser sozialer Beitrag liegt in erster Linie in der Arbeit mit jungen Menschen und Familien. Das ist unser Kernauftrag. Wenn du darüber hinaus zu wenig Sichtbarkeit wahrgenommen hast, nehmen wir das mit. Nicht alles, was nicht plakatiert wird, findet automatisch nicht statt.

Gehalt/Sozialleistungen
Dass man sich beim Gehalt immer mehr wünschen kann, ist wenig überraschend. Gleichzeitig bewegen wir uns in einem refinanzierten sozialen Arbeitsfeld und nicht in einem beliebig skalierbaren Konzernmodell. Wunsch und Machbarkeit sind nicht immer deckungsgleich. Wer das Gefühl hatte, dauerhaft mehr zu leisten, hätte das konkret ansprechen können – statt es im Nachhinein pauschal dem gesamten Unternehmen anzulasten.

Image
Dass Außen- und Innenwahrnehmung nie komplett deckungsgleich sind, ist nicht ungewöhnlich. Jedes Unternehmen präsentiert sich nach außen professionell. Daraus gleich abzuleiten, intern sei alles Fassade, ist eine sehr einfache Lesart. Entwicklungspotenzial gibt es überall. Die Frage ist eher, ob man daran mitwirken wollte oder lieber später bilanziert, was alles schlecht war.

Karriere/Weiterbildung
Dass du dir mehr Struktur in diesem Bereich gewünscht hättest, ist nachvollziehbar. Gleichzeitig ist Weiterbildung kein Lieferservice. Wer sich entwickeln will, muss das auch selbst ansprechen, einfordern und verfolgen. Im Nachhinein zu sagen, es sei zu wenig angeboten worden, ist legitim – ersetzt aber keine Eigeninitiative.

Wir wünschen dir für deinen weiteren Weg alles Gute und die Gelegenheit, deine sehr klaren Vorstellungen davon, wie man es besser macht, künftig auch entsprechend unter Beweis zu stellen.

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Puls

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.