5 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
5 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,6 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
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5 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,6 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Der Bewerbungsprozess beginnt mit einem anonymisierten Verfahren, ein grundsätzlich guter Gedanke. Allerdings verliert diese Anonymisierung bereits beim Einladungsschreiben zum Interview an Relevanz, da unmittelbar nach Lebenslauf und weiteren persönlichen Unterlagen gefragt wird. Durch die Anonymisierung ist es außerdem erforderlich, den gesamten Werdegang manuell im Bewerbungsportal einzugeben. Das ist sehr zeitaufwändig und kann bis zu zwei Stunden (+Anschreiben) in Anspruch nehmen.
Für das Bewerbungsgespräch wurde mir leider nur ein einziger Termin vorgeschlagen. Hier würde ich mir mehr Flexibilität wünschen, etwa die Auswahl aus zwei möglichen Terminen, wie ich es aus anderen Bewerbungsverfahren kenne.
Am Tag des Gesprächs wurde ich zunächst etwa 15 Minuten in einem Nebenraum warten gelassen. Als Bewerber*in erscheint man pünktlich, und ich finde, dass auch die einladende Stelle diese Verbindlichkeit zeigen sollte, zumal eine längere Wartezeit die Nervosität eher verstärkt.
Im Interview selbst saßen mir 5 bis 7 Personen gegenüber, was verständlicherweise eine recht einschüchternde Atmosphäre schafft. Leider entwickelte sich das Gespräch kaum dialogisch, sondern wirkte eher wie ein reines Frage-Antwort-Spiel, eher ein Verhör als ein Bewerbungs-"gespräch". Die Fragen waren zudem standardisiert und nicht auf das eigene Profil des Kandidaten abgestimmt. Das scheint im öffentlichen Dienst allerdings gängige Praxis zu sein. Positiv hervorheben möchte ich jedoch, dass die Gesprächspartner durchweg freundlich und sympathisch waren..
Negativ überrascht hat mich, dass man mich nach dem Gespräch nicht einmal hinausbegleitet hat und einfach sitzen geblieben ist. Das empfand ich als unhöflich – ein Mindestmaß an Wertschätzung gehört meiner Meinung nach dazu.
Die Rückmeldung erfolgte schließlich erst nach etwa drei Monaten, in Form einer standardisierten Absage. Angesichts des aufwändigen und formellen Bewerbungsprozesses halte ich das wirklich für wenig wertschätzend.
Personalabteilung und Fachabteilung sollten miteinander kommunizieren. Bewerbungsprozesse nicht künstlich aufbauschen.
Durch den Anonymisierten Bewerbungsprozess sollen „Diskriminierungen“ ausgeschlossen werden.
Nun, dadurch hat man so gut wie keine Möglichkeit sich wirklich bei dem Bewerbungsprozess ins rechte Licht zu rücken. Man kann keine Zeugnisse oder andere Informationen über seine Qualifikationen angeben. Nur wenn man rhetorisch geschickt ist und sich in der schriftlichen Rhetorik gut auskennt, hat man vielleicht mal die Chance seinen Lebenslauf und / oder die Zeugnisse weiter zu geben.
Wenn man nicht so versiert ist, wird man sofort aussortiert und man hat keine Chance mehr sich vernünftig zu Bewerben bzw. etwas über sich selbst und seinen Qualifikationen preis zugeben.
Ich finde das sehr schade und ich fühle mich übergangen.
Die Einladung zum Gespräch hat circa 10 Tage (nach Fristende) gedauert. Aus meiner Erfahrung ist das relativ zügig (für den öffentlichen Dienst ebenso wie für die freie Wirtschaft).
Das Gespräch war in einer recht großen Runde (Gleichstellungsbeauftragte, PR, Schwerbehindertenvertretung, Personalabteilung). Das gesamte Gespräch war (dennoch) sehr angenehm- es war nur zu Beginn ein klassisches "Interview". Im Laufe der Zeit entwickelte es sich zu einem Gespräch, bei dem man ganz natürlich auf die Aufgabengebiete, die bisherige Erfahrung sowie eigene Erwartungen an den Arbeitgeber zu sprechen kam. Anhand einer Flipchart sollte ich mein Vorgehen für eine der Aufgaben beschreiben.
Im Anschluss konnte ich Fragen stellen, wobei auch Fragen z.B. an die Gleichstellungsbeauftragte möglich waren und umfänglich beantwortet wurden.
Mir wurde eine Rückmeldung eine Woche später zugesagt. Nach sechs Tagen bekam ich bereits eine (unverbindliche, weil noch nicht alle Gremien zugestimmt hatten) Zusage.
Die Personalentscheidungen sind wenig transparent und nicht nachvollziehbar. Der Sachbearbeiter der Personalabteilung war unhöflich und unterirdisch!