IT-Abteilung im Dauerstress – kein nachhaltiges Personalmanagement
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der Zusammenhalt unter den Kolleg*innen war in meinem Erleben positiv. Auch die Aufgaben waren grundsätzlich interessant.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Für mich war die Belastung dauerhaft zu hoch. Es fehlte an Führung, an klarer Kommunikation und an echter Wertschätzung. Die Entwicklungsmöglichkeiten wirkten begrenzt, und viele Probleme wurden meiner Wahrnehmung nach ignoriert statt gelöst.
Verbesserungsvorschläge
Aus meiner Sicht sollte der IT-Bereich personell deutlich besser ausgestattet werden. Führungskräfte sollten Probleme nicht nur zur Kenntnis nehmen, sondern auch aktiv Lösungen umsetzen. Eine klare Struktur, verbindliche Kommunikation und echte Weiterbildungsangebote wären aus meiner Sicht dringend notwendig.
Arbeitsatmosphäre
Ich persönlich habe die Arbeitsatmosphäre als angespannt erlebt. Durch den hohen Arbeitsdruck kam selten ein Gefühl von Motivation oder Wertschätzung auf. Für mich wirkte die Unternehmenskultur eher träge und wenig mitarbeiterorientiert.
Kommunikation
In meinem Empfinden lief die Kommunikation oft unstrukturiert und reaktiv. Mitarbeitergespräche fanden bei mir nicht im vorgesehenen Rhythmus statt, Zusagen wurden teilweise nicht eingehalten. Für mich hat das Vertrauen in die interne Abstimmung dadurch gelitten.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kolleg*innen war für mich ein Lichtblick. In stressigen Zeiten habe ich gegenseitige Unterstützung erlebt, auch wenn viele selbst an der Belastungsgrenze waren.
Work-Life-Balance
Aus meiner Sicht schwer zu realisieren – vor allem wegen der konstant hohen Arbeitslast. Ich hatte häufig das Gefühl, mit meinen Aufgaben kaum hinterherzukommen, was sich negativ auf die Balance ausgewirkt hat.
Flexibel Arbeitszeiten haben hier auch nicht wirklich geholfen. Innerhalb der Probezeit HO möglich, aber eher die Ausnahme als Regel.
Vorgesetztenverhalten
Anliegen wie Überlastung wurden zwar gehört, aber aus meiner Sicht fehlten konkrete Reaktionen oder nachhaltige Lösungen. Das hat bei mir Frustration ausgelöst.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben selbst waren durchaus vielfältig und fachlich interessant. Leider ging durch die Überforderung oft der Raum verloren, sich wirklich intensiv oder kreativ damit auseinanderzusetzen.
Gleichberechtigung
Ich habe hier keine negativen Erfahrungen gemacht. Mein Eindruck war, dass alle Kolleg*innen gleichbehandelt wurden.
Umgang mit älteren Kollegen
Mir ist kein besonderer Unterschied im Umgang mit älteren Kolleg*innen aufgefallen. Aus meiner Sicht war das Team altersgemischt und wurde grundsätzlich gleichwertig behandelt.
Arbeitsbedingungen
Die technische Ausstattung war in Ordnung. Für mich waren jedoch die Rahmenbedingungen insgesamt nicht tragbar – zu wenig Personal, zu viele Aufgaben, kaum spürbare Entlastung.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ich habe zu diesem Thema kaum etwas mitbekommen. Nachhaltigkeit oder soziale Verantwortung wurden meiner Wahrnehmung nach im Arbeitsalltag wenig sichtbar kommuniziert oder aktiv gelebt.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt lag im üblichen Bereich des öffentlichen Dienstes. Sozialleistungen waren vorhanden, aber auch nichts Besonderes. Für den Arbeitsaufwand hätte ich mir mehr Wertschätzung – auch finanziell – gewünscht.
TVöD 9b ist akzeptabel.
Image
Mein persönlicher Eindruck ist, dass die Außenwahrnehmung deutlich besser ist als die interne Realität – zumindest im IT-Bereich.
Karriere/Weiterbildung
Ich hatte den Eindruck, dass Weiterbildung nicht aktiv gefördert wurde. Fortbildungen musste ich mehrfach ansprechen, versprochene Kurse wurden in meinem Fall nicht umgesetzt. Entwicklungsperspektiven waren für mich kaum erkennbar.