Führung durch Druck statt Vertrauen – kritische Stimmen unerwünscht?
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Aus meiner Sicht besteht Verbesserungsbedarf insbesondere beim Umgang mit Mitarbeitenden. Wiederholt habe ich einen hohen Druck durch Führungskräfte wahrgenommen. Arbeitsrechtliche Maßnahmen erschienen mir teilweise nicht ausreichend nachvollziehbar begründet. Zudem habe ich die Kommunikation häufig nicht als Dialog auf Augenhöhe erlebt.
Verbesserungsvorschläge
Aus meiner Sicht wären ein moderner Führungsstil, eine konsequente Gleichbehandlung aller Mitarbeitenden sowie die transparente und einheitliche Anwendung arbeitsrechtlicher und betrieblicher Regelungen wichtige Schritte für eine positive Weiterentwicklung des Unternehmens.
Arbeitsatmosphäre
Aus meiner Sicht ist die Unternehmenskultur eher von Kontrolle als von Vertrauen geprägt. Der Umgang durch die Führungsebene hat bei mir wiederholt ein Gefühl der Unsicherheit ausgelöst. Offenheit und eine konstruktive Fehlerkultur habe ich nur eingeschränkt wahrgenommen.
Image
Das nach außen dargestellte Image entspricht aus meiner Sicht nicht in allen Punkten den Erfahrungen, die ich im Arbeitsalltag gemacht habe.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance hat sich aus meiner Sicht verschlechtert. Zudem entstand bei mir der Eindruck, dass bestimmte Vorteile und Flexibilitäten nicht allen Mitarbeitenden in gleicher Weise zugänglich sind. Die Kriterien hierfür waren für mich nicht immer nachvollziehbar.
Karriere/Weiterbildung
Ähnlich wie beim Thema Gleichbehandlung habe ich auch bei Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten Unterschiede wahrgenommen. Mein Eindruck war, dass nicht alle Mitarbeitenden die gleichen Chancen auf Förderung, Entwicklung und berufliches Vorankommen erhalten.
Gehalt/Benefits
Mit dem Tarifvertrag und den Sozialleistungen habe ich grundsätzlich positive Erfahrungen gemacht. Kritisch sehe ich jedoch, dass bei einzelnen Mitarbeitenden aus meiner Sicht Zweifel bestehen, ob die Eingruppierung ihrer tatsächlichen Verantwortung und Tätigkeit gerecht wird. Werden diese Punkte thematisiert, entsteht schnell der Eindruck, dass die Position der Geschäftsführung als abschließend betrachtet wird. Für die Betroffenen ist das oft unbefriedigend.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt im Team war aus meiner Sicht einmal deutlich besser. In den letzten Jahren habe ich zunehmend erlebt, dass Offenheit und gegenseitiges Vertrauen verloren gegangen sind. Dadurch entstand bei mir häufig das Gefühl, sehr genau überlegen zu müssen, wem ich persönliche oder berufliche Anliegen anvertraue.
Umgang mit älteren Kollegen
Ich habe den Eindruck gewonnen, dass ältere und langjährig beschäftigte Mitarbeitende nicht immer die Anerkennung erhalten, die sie aufgrund ihrer Erfahrung und ihres Beitrags zum Unternehmen verdienen. Dies empfand ich als enttäuschend.
Vorgesetztenverhalten
Der Führungsstil war aus meiner Sicht überwiegend von Druck und Kontrolle geprägt. Offen geäußerte Kritik oder andere Sichtweisen wurden nach meinem Eindruck nur begrenzt akzeptiert. Mehrfach entstand bei mir das Gefühl, dass Mitarbeitende, die Missstände ansprachen, anschließend deutlich kritischer betrachtet wurden. Eine offene Fehler- und Feedbackkultur habe ich daher nur eingeschränkt wahrgenommen.
Arbeitsbedingungen
Nichts Besonderes.
Kommunikation
Wer eine andere Meinung vertritt oder kritische Themen anspricht, muss aus meiner Sicht damit rechnen, auf Widerstand zu stoßen. Ich habe mehrfach erlebt, dass Aussagen anders interpretiert wurden, als sie gemeint waren. Dadurch entstand bei mir der Eindruck, dass offene Diskussionen und unterschiedliche Sichtweisen nicht in dem Maße erwünscht sind, wie es nach außen vermittelt wird.
Gleichberechtigung
Das Thema Gleichbehandlung hat sich aus meiner Sicht verschlechtert. Ich hatte wiederholt den Eindruck, dass Mitarbeitende, die die Sichtweisen der Führungsebene unterstützen, bessere Chancen auf Anerkennung, Einfluss oder Entwicklungsmöglichkeiten haben als andere.