Süße Cafés, schlechte Arbeitsbedingungen
Gut am Arbeitgeber finde ich
- das nette Team
- süße Cafés mit schöner Atmosphäre und abwechslungsreichen Aufgaben (Barista & Service, teilweise Aushilfe in der Küche)
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Druck
- schlechte Einarbeitung
- zu lange Tage & keine Pausen
- Bezahlung
- Verschiebung von Risiken auf Mitarbeiterinnen
Arbeitsatmosphäre
Im eingespielten Team sehr nett und meistens entspannt, aber wenn es sehr voll ist entsteht viel Druck - die Unterbesetzung soll vom Personal ausgeglichen werden.
Work-Life-Balance
Es wird auf Terminwünsche eingegangen, aber der Schichtplan kommt meist erst knapp vor Beginn des Monats, manchmal stimmen Schichten nicht oder es muss kurzfristig eingesprungen werden. Unternehmerische Risiken (z.B. Schließung eines Cafés zur Renovierung) wird einfach auf die Angestellten umverlagert: dann gibt es für alle weniger Stunden & dementsprechend weniger Geld. Im Sommer dagegen zu wenig Leute & es müssen Überstunden gemacht werden.
Kollegenzusammenhalt
Das Team ist wirklich lieb und der größte Pluspunkt, alles sehr nette Menschen. Aber man wird nicht richtig eingearbeitet, trotzdem erwarten die Manager der einzelnen Läden top Leistung (auch von Aushilfen und Minijobbern), aber ohne die Abläufe zu erklären. Einarbeitung meist durch andere Aushilfen, die eben gerade zufällig arbeiten (sind meist auch erst kurze zeit dort angestellt).
Arbeitsbedingungen
Das ist der schwierigste Punkt, denn hier wird das geltende Arbeitsschutzrecht konsequent gebrochen: Schichten sind bis zu 11h lang, Pausen sind oft nicht möglich (oder bei langen Tagen max. 15min & Raucherpausen, aber definitiv keine 30 bzw. 45min, die rechtlich vorgeschrieben sind). Es ist auch vorkommen, dass Kolleginnen bis zu 10 Tage hintereinander gearbeitet haben (ohne freien Tag).
Gehalt/Benefits
Mindestlohn.
Bei der Abrechnung gab es regelmäßig Schwierigkeiten, z.B. wurden Schichten, bei denen man spontan einspringt nicht bezahlt (da sie trotz mehrfacher schriftlicher Hinweise nicht eingetragen wurden) - der Lohnausgleich folge dann im nächsten Monat, aber sehr unprofessionell (vor allem bei der Häufigkeit, in der Fehler vorkamen).