Menschen sind nur Zahlen. Geben & Nehmen? Fehlanzeige! Kontra geben = Kündigungsgrund. Diesen Job bereue ich zutiefst
Gut am Arbeitgeber finde ich
Gut am Arbeitgeber finde ich: Leider nichts mehr. Zu Beginn hat es Spaß gemacht, das änderte sich schnell. Man muss die Komfortzone verlassen und das Unternehmen komplett auf Links drehen, wenn man es noch retten möchte. Es ist ein Job und kein Ponyhof, aber es muss fair, respektvoll und wertschätzend laufen. Und wenn man schon jemanden hat, der den Mund konstruktiv immer und immer wieder aufmacht, dann sollte man auch mal Taten folgen lassen und nicht alles wegatmen und darüber hinaus diese Person dann rauswerfen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Schlecht am Arbeitgeber finde ich: Leider wirklich alles. Ich hatte große Hoffnungen in dem Job/Arbeitgeber, hatte große Ambitionen. Leider ein totaler Fehlgriff. In Bezug auf die Anforderungen im Zusammenhang mit dem gezahlten Gehalt ist das ein Alptraum. Nun wurde sogar meine ursprüngliche Kununu-Bewertung angefochten und ich musste die Bewertung aufgrund dessen Anpassen. Ich kann von diesem Arbeitgeber einfach nur abraten. Ich bereue diese Etappe in meiner Karriere zutiefst. Noch nie habe ich mich so sehr täuschen lassen.
Verbesserungsvorschläge
Mein Verbesserungsvorschlag an den AG: GF hinterfragen, Teamleiter hinterfragen (sorry, dass ich’s bei dir so hart sage), ganzes Team hinterfragen.
Arbeitsatmosphäre
Für mich fraglich, wie man ein Team von unter 10 Leuten so kaputt machen kann. Es gibt 2-3 Gruppen im Team, keine klaren Regeln und Strukturen. Ausnahme über Ausnahme. GF und Teamleiter sind sich auf vielen Ebenen uneins. Teamleiter ist nur die Marionette der GF und die GF geht nur nach Zahlen, alles andere ist egal. Und gibt man einmal Kontra, wird’s für einen direkt ungemütlich.
Kommunikation
Gibt es nicht. GF gibt A vor, Teamleiter gibt B vor und wenn das dann rauskommt behauptet der Teamleiter, dass er immer der Vorgabe der GF gefolgt ist. Das „Team“ kommuniziert nur das nötigste untereinander, weil einige Nebenkriegsschauplätze über Jahre laufen und kein Ende finden, weil nicht durchgegriffen wird. Mobbing und ständiges Gerede hinter dem Rücken sind hier an der Tagesordnung.
Kollegenzusammenhalt
Viel Gift im Team. Der eine gönnt dem anderen nichts, die andere wettert gegen die andere. Ein Teufelskreis. 2-3 Köpfe kommen untereinander klar und das war’s. Der Teamleiter guckt zu, traut sich bei einigen Leuten nicht durchzugreifen. Hier wird nach zweierlei Maß gemessen. Zudem hörte ich, dass einige Mitarbeiter ihren Ausstieg planen.
Work-Life-Balance
Feste Arbeitszeiten, keine Überstunden. Im Grunde in Ordnung, aber a) nicht am Puls der Zeit und b) werden Vereinbarungen aus dem Nichts gestrichen und über Bord geworfen. 1-2 Mitarbeiter haben Freifahrten, der Rest macht Dienst nach Vorschrift. Ich hatte eine Sonderregelung, die aber auch immer wieder auf der Kippe stand.
Vorgesetztenverhalten
Teamleiter war jahrelang echt super, hat sich dann aber immer weiter ins negative entwickelt. Rückendeckung zur GF gab es nicht, da wurde immer nach dem Mund der GF gesprochen, sobald die im Haus war. Teamleiter also ohne jegliches Rückgrat. Als ich angefangen habe Jahr für Jahr Gespräche mit der Teamleitung und der GF zu führen, um Missstände aufzudecken bzw. um eine Trendwende und ein besseres Klima etc. zu schaffen und somit etwas Gegenwind erzeugt habe, wurde es direkt ungemütlich für mich und so bin ich vom möglichen Stellv. (War im Gespräch) zum gekündigten Mitarbeiter ohne Kündigungsgrund entwickelt worden.
Interessante Aufgaben
Sales im Full-Cycle, Kaltakquise per Telefon/Mail, Demo/Präsentation, Dokumentation im CRM System, Abschluss und Ausbau & Pflege von Bestandskunden. Da man nahe dem Mindestlohn ist, zusätzlich immer mehr Anforderungen aufgedrückt bekommt, ist das einfach keine Basis. Zudem gibt es im Team/Unternehmen nahezu durchgehend irgendwelche negativen Themen, sodass man dadurch immer wieder demotiviert und ausgebremst wird. Sehr eintönige und langweilige Aufgaben.
Gleichberechtigung
In dem Sinne nicht bewertbar. Spielt aber auch keine Rolle, weil man sich ständig fragt, warum man da überhaupt auf einem Stuhl sitzt und für das Unternehmen arbeitet. Schlichtweg keine Basis, weil es einfach kein gesundes Unternehmen ist und es dort von Tag zu Tag immer schlimmer wurde. Aber gut, bei dem finanziellen Paket (Fixum + „Provision“) findet man ohnehin kaum Kandidaten.
Umgang mit älteren Kollegen
Gibt es im Team nicht, nur der Teamleiter ist etwas älter.
Arbeitsbedingungen
Großraumbüro für ca 10-15 Leute ausgelegt, etwa 8 Mitarbeiter sind es aktuell. Richtige schönes Gebäude, tolle Anlage. Büroausstattung ist auf das nötigste beschränkt. Aber damit gewinnst du eben auch keinen Blumentopf, wenn es drinnen so hergeht wie es meiner ehrlichen und „leider“ fairen Bewertung abzulesen ist.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Umwelt:
Mülltrennung gibt es im Büro nicht, das Klo wird mit Regenwasser durchflutet. Glückwunsch und Gratulation dazu.
Soziales:
Fremdwort! Der Mensch spielt hier wirklich keine Rolle, es geht um Zahlen und um den Erfolg der Firma. Alles andere bleibt auf der Strecke und wird vor allen Dingen von der GF im Keim erstickt. Die Erwartungen und Anforderungen steigen, es wird im Gegensatz aber nicht mehr geboten. Die Bude schafft sich selbst ab. Das habe ich vor 1-2 Jahren schon gesagt und wird immer wahrscheinlicher. Am Ende wird WESTPRESS das Ding bei sich angliedern/ das Ding einfach schlucken.
Gehalt/Benefits
Karriere? Gibt es nicht.
Es gibt das Team und den Teamleiter. In den Stellenanzeigen wird von Aufstiegschancen gesprochen, was sich allerdings als absolut leeres Versprechen entpuppt. Du machst dein Ding und das war’s.
Gehalt:
Liegt nahe dem Mindestlohn. Selbst wenn du eine Umsatzsteigerung von 500K binnen 24 Monate erzielst, wird dir nicht mehr geboten. Es gab eine größere Gehaltssteigerung, die diente aber mehr oder weniger nur der Anpassung, minimal über dem neuen Mindestlohn zu stehen. Die Provision ist dann schon fast ein noch größerer Witz, weil es a) nicht mehr als ein doppeltes Gehalt ist und b) an utopische Ziele geknüpft ist. Der Markt ist stark rückläufig, die Umsatzziele werden dennoch weiter nach oben geschraubt. Auch ein Hebel, um möglichst wenig Provision auszahlen zu müssen.
Image
Mehr Schein als Sein. Manchmal identifiziert man sich mit der Mutter WESTPRESS und manchmal verleugnet man die Verbindung. Täglich werden tausende Akquisemails verschickt, der Anwalt der Firma hat gut zutun.
Karriere/Weiterbildung
Wie bereits geschildert: Es gibt schlichtweg keine Karriere/Weiterbildungsmöglichkeiten. Du hast deinen Job zu erledigen und deine Ziele zu erreichen. Irgendwelche Fortbildungen? Gibt es nicht. Ständig werden Versprechungen getätigt, die dann einfach auf der langen Bank verhungern. Ein Kampf gegen Windmühlen. Du bist wie eine Schachfigur, wie ein Spielzeug für die GF. Der Teamleiter guckt dabei einfach zu, setzt sich nicht für die Teammitglieder ein.