Herausfordernd
Arbeitsatmosphäre
Insgesamt angespannt, da wenig Klarheit und keinerlei Zielorientierung oder an "einem Strang ziehen" herrscht. Mitarbeiter sind unzufrieden, z.T. überfordert, was sich auf die Stimmung auswirkt. Es wird viel geschimpft, was einem schon die Laune verdirbt, wenn man zur Schicht kommt.
Image
Wenn man sich so umhört, ist das Ansehen fragwürdig. Drogen, Alkohol und Diebstähle, Schule schwänzen und unmögliches oder ungepflegtes Auftreten der Kinder und Jugendlichen draußen, machen es schwer ein gutes Image zu bewahren.
Work-Life-Balance
Kommt drauf an wie man eingeteilt ist und wie viele Stunden man arbeitet. Für die einen passt es, für andere ist es weniger gut, die sind gefühlt im Dauereinsatz. Überstunden sollten nicht anfallen, ist aber oft nicht umsetzbar.
Karriere/Weiterbildung
schwerlich möglich Karriere zu machen, da die Möglichkeiten fehlen. Fortbildung an 5 Tagen im Jahr, was wenig ist.
Gehalt/Benefits
nach Tarif und betriebliche Altersvorsorge , Weihnachtsgeld
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nicht vorhanden. Schonender Umgang mit Ressourcen wird weder von Pädagogen vorgelebt, noch eingefordert. Berge von Wäsche täglich, Unmengen an Plastikmüll. Immense Heizkosten durch schlechte Isolierung der alten Gebäude.
Kollegenzusammenhalt
Schwierig, es gibt viele emotionale Befindlichkeiten. Themen werden oft nicht miteinander sondern übereinander besprochen. Man hat so seine Kollegen, mit denen man gut auskommt, mit anderen ist eine Schicht zusammen anstrengend, da gewisse (Arbeits-)Einstellungen kollidieren. Es sind eigentlich immer die selben, die mal was extra machen oder z.b. auf Ordnung und Sauberkeit achten.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kollegen hatten konservativere Einstellungen und eine jahrelange Expertise. Ihnen waren Werten wie Grenzen, Regeln, Zielorientierung, Schulbesuch, Ausbildung, Durchhaltevermögen entwickeln, Anstand und Respekt, Sauberkeit, Ordnung und Selbständigkeit wichtig, um die jungen Leute einen verantwortungsvollen Weg ins Leben zu bereiten. Das ist alles nicht mehr gewollt. Der Schwerpunkt liegt auch "Bedürfnisorientierung", "Neurodeeskalation", und "neue Autorität". alles Konzepte, die ihre Berechtigung haben aber eben nicht für jeden passen. Das wurde weder gehört noch gesehen, die älteren Kollegen gerne mal belächelt oder zurechtgewiesen. Vorschläge wurden zwar angehört, aber nicht ernsthaft einbezogen.
Vorgesetztenverhalten
Vorgesetzte haben keine Ausbildung dafür Führungskräfte zu sein, sondern werden es aufgrund von Betriebszugehörigkeit. Das zeigt sich auf vielen Ebenen besonders hinsichtlich Klarheit, Orientierung und Schutz. Besonders schwierig war das Expertise erfahrener Kollegen kaum berücksichtigt wurde. Es gab im Team viel Wissen und praktische Erfahrung, doch diese wurde oft ignoriert. Stattdessen wurden Entscheidungen getroffen, die stark von persönlichen Überzeugungen geprägt waren selbst dann, wenn sich bereits abgezeichnet hat, dass diese Ansätze nicht funktionieren
Arbeitsbedingungen
Insgesamt nicht ausreichend. Gut ist, dass es kostenloses Essen und Getränke gibt. Problem ist die Hygiene in den Gruppen, regelmäßig Ungeziefer wie Kakerla*en und Silberfische, unhygienische Mülltonnen aus denen im Sommer die Mad*n rausquellen. Keine Spinte für Kollegen, wo man seine (Wert) Sachen lassen kann. Geschlafen wird im Büro. Keine Duschen für Mitarbeiter.
Kommunikation
Schwieriges Thema. Kommunikation findet überwiegend intern über einen Messenger statt, wo einfach viel verloren geht. Persönlicher Kontakt wird zur Klärung von Themen kaum gesucht. Man erhält auch oftmals einfach keine Antworten auf Fragen. Oftmals weiß keiner was der andere macht/gemacht hat, warum x oder y verschwunden ist, ob Aufgaben erledigt wurden oder nicht. Es gibt Teamsitzungen, die häufiger ausfallen und wichtige Themen einfach unter den Tisch fallen. Kommunikationswege sind oft lang und unpersönlich. Es geht viel unter.
Gleichberechtigung
Männer sind marginal vorhanden. Ob die sich so gleichberechtig fühlen, entzieht sich meiner Kenntnis. :-)
Interessante Aufgaben
Man hat ein vielfältiges Aufgabenfeld und muss Dinge tun, für die man nicht zuständig ist, wie Hauswirtschaft, private Fahrdienste, Hausmeistertätigkeiten. Ist grundsätzlich kein Problem, wenn man dafür auch mal Wertschätzung erfahren würde.