STILL - vom Vorzeigeunternehmen zum kränkelnden Premiumhersteller
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Gehalt ist für die Branche gut. Einige Kollegen sind gut besetzt worden.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Strukturmäßig noch immer ein Chaos. Es wird viel selbst gefeiert ("Wir haben den Weltbesten Kundenservice!"). Ideen werden kaum wahrgenommen, Änderungsideen seitens Mitarbeiter verlaufen sehr stark im Sande.
Verbesserungsvorschläge
Restlos jede Position hinterfragen, die personell besetzt ist. Die jährliche "anonyme" Umfrage wirklich anonym mit einem allgemeinen Link erstellen. Arbeitnehmer Ängste nehmen. Personelle Positionen austauschen, durch KI ersetzen oder ehrliches Feedback einholen. Unter Kollegen wird viel gemeckert, keiner traut sich dieses offen anzusprechen.
Arbeitsatmosphäre
Solange der Mitarbeiter die Zahlen erbringt, wird nicht gemäkelt. Fangen die Fehlzeiten an, bricht der Umsatz ein oder fließt ein weiterer externer Faktor ein, der Zahlen nicht gut darstellen lässt, so wird die Atmosphäre künstlich aufgeheizt. Zahlen müssen stimmen. Erst damit lebt es sich ruhig.
Image
Das Image von der Firma kriselt. Kunden sind unzufrieden, machen dies zum Ausdruck und beschweren sich gerne. Kritik wird kaum weitergetragen oder Kleingeredet (Einzelfälle, nur kleine Unternehmer oder haben kaum Fahrzeuge).
Work-Life-Balance
STILL ist darauf bedacht, sich im guten Licht darzustellen. Der Außendienst kann sich die Zeiten einteilen, um eine gute Work-Life-Balance zu genießen.
Karriere/Weiterbildung
Thema Gleichberechtigung. Wer es möchte, wird gefördert und gefordert. Von selbst machte mein zugewiesener Vorgesetzte wenig bis nichts.
Gehalt/Benefits
Eine klare Eingruppierung existiert. Alles weitere muss Beantragt werden, was zumeist bei Kollegen eher in die Ablage P verschwand.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Viele Zertifizierungen gibt es in den Niederlassung, zuletzt auch Entsorgungsthemen. Fragt der Außendienst, wo die öl- und fetthaltigen Arbeitsmittel entsorgt werden soll, gibt es keine Prozesse. Hier soll die Entsorgung beim Kunden oder auf anderen Wegen - von dem die Firma nichts mitbekommen möchte - eine Lösung selbstständig gefunden werden. Auch sind doppelte Prozesse keine Seltenheit.
Sozial bringt sich STILL zu wenig ein. Dies ist jedoch der übergeordneten Gruppe geschuldet.
Kollegenzusammenhalt
Je nach Region mal mehr und weniger vorhanden. Es reichen teils schon wenige Kilometer unterschied, um nichts mitzubekommen.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kollegen sind vermehrt von der Führung unerwünscht. Jüngere Kollegen holen sich hier gerne Rat ein, weshalb dieser Punkt oftmals hinterfragt wird.
Vorgesetztenverhalten
Auch hier: Kommt immer auf den Vorgesetzten an. Es gibt Führungskräfte, die sind in allem Belangen tadellos. Dann gibt es welche, die sind für die Position maßlos überfordert.
Arbeitsbedingungen
Werkzeugausstattung kann besser sein. Daheim habe ich teils bessere Ausstattung als eine Premiummarke wie STILL. Es soll gespart werden, jedoch meist an den falschen Stellen. Die Autos von Ford sind reiner Schrott. Offenes Geheimnis, nur keiner mag dies aussprechen.
Kommunikation
Gar nicht vorhanden. Wichtige Informationen werden nur über den Flurfunk weitergetragen. Es wird davon ausgegangen, dass wichtige Informationen jederzeit jeden zur Verfügung stehen. Dies ist nicht der Fall; die administrative Arbeit ist in jedem Bereit zu hoch. Es gibt dahingehend keine klaren Strukturen.
Gleichberechtigung
STILL hat eine Compliancerichtlinie, die sich schön liest. Es wird ausnahmslos differenziert. Im täglichen Leben wird schnell gemerkt, wer gefordert und gefördert wird.
Interessante Aufgaben
Arbeit nach Vorschrift. Technikerrichtlinie beachten. Alles andere führt direkt zu Gesprächen.

