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Selfmade 
Deutschland 
GmbH
Bewertung

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Arbeitsalltag mit strukturellen Herausforderungen

3,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich Vertrieb / Verkauf bei Selfmade Deutschland GmbH in Halstenbek gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Als positiv habe ich den Arbeitsalltag insgesamt empfunden. Man ist täglich von ansprechenden Produkten und einem angenehmen Umfeld umgeben und kommt regelmäßig mit unterschiedlichen Menschen in Kontakt. Zudem bietet die Tätigkeit die Möglichkeit, handwerkliche Aufgaben mit dem Verkauf zu verbinden und sich im Team auszutauschen.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Als negativ habe ich insbesondere die Arbeitsbedingungen in Bezug auf das Raumklima empfunden. Die Räumlichkeiten waren stark von äußeren Temperaturen beeinflusst, sodass es insbesondere im Sommer zu sehr hohen Temperaturen kam. Eine klimatische Verbesserung wurde aus meiner Sicht über einen längeren Zeitraum nicht ausreichend berücksichtigt. Dies führte im Arbeitsalltag teilweise zu sehr belastenden Bedingungen, da man sich dauerhaft in Bewegung befindet und die Hitze dadurch besonders spürbar war.
Ein weiterer Punkt ist die tägliche Reinigung der Arbeits- und Sanitärbereiche, die von den Mitarbeitenden selbst übernommen werden musste. Dies gehörte fest zum Arbeitsalltag, wurde jedoch als zusätzliche Belastung wahrgenommen.

Verbesserungsvorschläge

Verbesserungspotenzial sehe ich insbesondere im Bereich Kommunikation und Einarbeitung. Vertragsentscheidungen sollten frühzeitiger und transparenter kommuniziert werden. Zudem kam es bei internen Dokumenten gelegentlich zu Fehlern, weshalb eine sorgfältigere Prüfung sinnvoll wäre.
Ein strukturierteres Onboarding würde neuen Mitarbeitenden helfen, schneller und einheitlicher eingearbeitet zu werden, anstatt sich Wissen im Arbeitsalltag schrittweise aneignen zu müssen.

Arbeitsatmosphäre

Das Arbeitsklima war grundsätzlich in Ordnung, wurde jedoch stark durch die Stimmung der Führungskraft beeinflusst. Je nach Situation konnte dies die Zusammenarbeit positiv oder negativ prägen. Eine durchgehend konstante und wertschätzende Atmosphäre war daher nicht immer gegeben.

Image

Das Image des Unternehmens habe ich insgesamt als grundsätzlich positiv und modern wahrgenommen. Es wird erkennbar versucht, zeitgemäß und am Markt aktuell aufzutreten.
Gleichzeitig habe ich im Arbeitsalltag vereinzelt wahrgenommen, dass der Marken- bzw. Namenswechsel bei einigen Personen außerhalb des Unternehmens nicht durchweg positiv aufgenommen wurde oder noch Fragen dazu bestanden. Innerhalb des Unternehmens selbst wurde dieser Wandel jedoch aktiv begleitet und kommuniziert.

Work-Life-Balance

Auf individuelle Wünsche bei der Dienstplanung wurde nach Möglichkeit Rücksicht genommen. Änderungswünsche konnten zwar nicht immer umgesetzt werden, wurden jedoch ernst genommen und berücksichtigt, soweit es die betrieblichen Gegebenheiten zuließen.

Karriere/Weiterbildung

Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten waren aus meiner Sicht nur wenig ausgeprägt. Eine klare Karriereperspektive war nicht erkennbar, und Weiterbildungsangebote wurden kaum aktiv angeboten oder gefördert

Gehalt/Benefits

Gehalt und Sozialleistungen habe ich insgesamt als eher unterdurchschnittlich wahrgenommen. Gehaltsanpassungen erfolgten selten und meist nur bei konkretem Anlass. Der Mitarbeiterrabatt wurde zwar positiv hervorgehoben, konnte die insgesamt geringe Vergütung aus meiner Sicht jedoch nur teilweise kompensieren.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Zum Umwelt- und Sozialbewusstsein des Unternehmens kann ich insgesamt nur wenig aussagen, da mir dazu im Arbeitsalltag kaum konkrete Einblicke vorlagen.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt wirkte auf den ersten Blick grundsätzlich positiv. Da jedoch viele Mitarbeitende bereits seit vielen Jahren zusammenarbeiten, fiel es neuen Kolleginnen und Kollegen teilweise schwer, sich vollständig in bestehende Strukturen und Gruppen zu integrieren. Gelegentlich entstand der Eindruck, nicht vollständig eingebunden zu sein. Zudem war der Umgang untereinander nicht immer von derselben Wertschätzung und dem gleichen Respekt geprägt. Teilweise wurde erwartet, Stimmungsschwankungen anderer Teammitglieder aufzufangen, was die Zusammenarbeit zusätzlich erschweren konnte.

Umgang mit älteren Kollegen

Der Umgang mit älteren Kolleginnen und Kollegen wirkte durchweg respektvoll. Es wurde darauf geachtet, auf individuelle Bedürfnisse Rücksicht zu nehmen und einen wertschätzenden Umgang im Arbeitsalltag zu pflegen.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhältnis zu den Vorgesetzten war insgesamt von einem eher persönlichen Umgang geprägt. Aufgrund der teilweise langjährigen Zusammenarbeit innerhalb des Teams entstand für mich gelegentlich der Eindruck, dass die Grenzen zwischen beruflicher und privater Ebene nicht immer klar voneinander getrennt waren. Dies konnte sich mitunter auf die Kommunikation, Entscheidungen und die allgemeine Arbeitsatmosphäre auswirken.
Eigenverantwortliches Arbeiten wurde grundsätzlich gefördert und Mitarbeitende konnten Aufgaben selbstständig bearbeiten sowie eigene Ideen einbringen. Gleichzeitig fiel auf, dass Arbeitsergebnisse und getroffene Entscheidungen im Nachgang häufig nochmals nach den Vorstellungen der Führungskraft angepasst oder verändert wurden. Dadurch war der tatsächliche Gestaltungsspielraum aus meiner Sicht teilweise geringer, als zunächst vermittelt wurde. Dies betraf nach meiner Wahrnehmung nicht einzelne Personen, sondern zeigte sich unabhängig von Betriebszugehörigkeit oder Position bei verschiedenen Kolleginnen und Kollegen. Insgesamt hätte ich mir in einigen Situationen mehr Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Verbindlichkeit bei Entscheidungen gewünscht.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen waren aus meiner Sicht insgesamt noch stark von analogen Prozessen geprägt. Viele Abläufe erfolgten papierbasiert, beispielsweise durch das Ausdrucken und manuelle Bearbeiten von Listen. Dies führte teilweise zu einem erhöhten Zeitaufwand bei alltäglichen Aufgaben, die aus meiner Sicht effizienter gestaltet werden könnten. Ansätze zur Digitalisierung waren zwar erkennbar, wirkten jedoch noch sehr begrenzt und hatten im Arbeitsalltag bislang nur geringen Einfluss. Eine stärkere Nutzung digitaler Lösungen, beispielsweise bei Inventuren oder dem Warenabgleich, könnte aus meiner Sicht zu einer deutlichen Effizienzsteigerung und Entlastung der Mitarbeitenden beitragen.

Kommunikation

Verbesserungspotenzial bestand bei der Kommunikation. Informationen wurden nicht immer einheitlich oder rechtzeitig weitergegeben, sodass man oft selbst nachfragen musste, um auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Darüber hinaus fielen die Antworten auf dieselben Fragen je nach Ansprechpartner teilweise unterschiedlich aus.

Gleichberechtigung

Hinsichtlich der Geschlechtergleichstellung sehe ich das Unternehmen grundsätzlich gut aufgestellt. Der hohe Frauenanteil sowie die Besetzung von Führungspositionen sprechen aus meiner Sicht dafür.
Im Arbeitsalltag hatte ich allerdings gelegentlich den Eindruck, dass einzelne Mitarbeitende unterschiedlich wahrgenommen oder behandelt wurden. Dies bezog sich weniger auf das Geschlecht als vielmehr auf die Dynamiken innerhalb des Teams.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben waren insgesamt solide, bewegten sich jedoch größtenteils im Rahmen der üblichen Tätigkeiten im Einzelhandel. Der Fokus lag stark auf wirtschaftlichen Zielen, Kennzahlen und standardisierten Prozessen, wodurch die Arbeit teilweise routiniert und wenig abwechslungsreich wirkte.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.