Wir wollen Elon Musk sein, sind aber im Mittelmaß steckengeblieben.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das C-Level. Die residieren mental im Adlon, während die Basis arbeitet. Aktuell so besetzt, dass man nur den Kopf schütteln kann. Wenig Substanz, viel Lärm. Richtig? Nein.
Verbesserungsvorschläge
Zuhören statt immer nur senden. Kommunikation ist keine Einbahnstraße und kein Monolog auf der Townhall-Bühne. Weniger „Elon“-Attitüde, mehr echtes Handwerk. Worte schaffen Wirklichkeit.
Arbeitsatmosphäre
Finden wir den Weg hier immer toll? Naja. Es gibt Phasen, da spürt man das Potenzial und das ist meistens dann, wenn das C-Level mit sich selbst beschäftigt ist. Aber ansonsten? Wir wurden geboren, um uns zu bewegen, aber hier bewegen wir uns im Kreis. Heute so, morgen so. Das ist keine Agilität, das ist Willkür. Sicherheit? Fehlanzeige. Man fühlt sich oft wie der Steinzeitmensch, der sich nicht aus der Höhle traut, weil draußen das Wetter alle fünf Minuten umschlägt.
Image
Nach außen glänzen wir wie Palo Alto , innen fühlt es sich oft an wie eine verlassene Mayonnaise-Fabrik.
Work-Life-Balance
Früher war das okay durch Flexibilität. Aber jetzt? Office First. Jeden Tag. Gemeinsam. Das klingt visionär, ist aber für Eltern oder Menschen, die mal Ruhe für den Kopf brauchen, faktisch ein Rückfall in die Steinzeit. Wenn der Heli in der Wartung ist, braucht man für den Weg zur Arbeit Kraft. Kraft, die dann im Job fehlt. Die Fleißigen fangen die Arbeit derer auf, deren Job-Profil ein Rätsel bleibt (vor allem oben).
Karriere/Weiterbildung
Wir wollen das Hirn von AI sein, investieren aber kaum in die eigene Intelligenz. Entwicklung ist hier Zufall, keine Strategie.
Gehalt/Benefits
Für eine Agentur okay. Wer laut fordert und sich gut verkauft, bekommt in der Regel, was er will. Wer leise leistet, wird behandelt wie eine Commodity. Das ist Mittelmaß.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Eher nicht vorhanden. Wir reden gerne darüber, produzieren intern aber vor allem heiße Luft. Das ist schlecht für die Bilanz.
Kollegenzusammenhalt
Im Team ist jeder besser als allein‘? Stimmt. Wir rotten uns zusammen, aber leider aus den falschen Gründen. Man findet schnell Leidensgenossen für das tägliche Drama. Der Tag ist geprägt von gemeinschaftlichem Kopfschütteln. Wir sind eine Schicksalsgemeinschaft im Großraumbüro.
Umgang mit älteren Kollegen
Eher zu gut. Manchmal ist man sich nicht sicher, ob die überhaupt noch arbeiten müssen oder schon dauerhaft im Adlon residieren.
Vorgesetztenverhalten
Hier herrscht erratisches Verhalten von ganz oben: egal wer gerade CEO ist. Es geht viel um Pseudo-Wertschätzung und Pseudo-Respekt. Eigentlich will man sich nur selbst reden hören. Dazu kommen toxische „Wir sind eine Familie“-Vibes aus dem C-Level. Generell fragt man sich: Wie haben diese Leute ihr „C“ vor den Titel bekommen? Fachliches Mentoring? Expertise? Leadership? Fehlanzeige. Das C-Level wirkt hier oft wie eine Commodity, die man am Markt so nicht kaufen würde.
Arbeitsbedingungen
Passt schon. Das Office ist schick. Fast wie eine Bibliothek oder ein Nvidia-Zentrum. Hier wurde investiert. Wir haben Podest-Treppen für den großen Auftritt. Die Hardware stimmt, die Software (Kultur) stürzt ab.
Kommunikation
Man ist stets bemüht, ja. Aber Antworten liefern? Schwierig. Stattdessen verlieren wir uns in Meta-Ebenen und großen Worten. Es wird viel gesendet, wenig empfangen. Wenn Entscheidungen fallen, kommen sie oft zu spät bei den Truppen an. Kommunikation darf keine Commodity sein, sie muss sitzen. Hier wirkt sie oft wie ein Störgeräusch ohne klaren Empfänger.
Gleichberechtigung
Auf dem Papier vorhanden. In der Realität, besonders in der „Familie“ oben, eher selektiv wahrnehmbar. Manche fliegen gefühlt im Privatjet, andere müssen laufen.
Interessante Aufgaben
Die Kunden sind meistens spannend. Aber die Kundenführung? Oft komplett „out of control“. Naja. Wir wollen Kolumbus sein und Amerika entdecken, fahren aber ohne Kompass. Das Ergebnis? Chaos statt Kreation.