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Bewertung

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Sinkendes Schiff

1,9
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich PR / Kommunikation in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Momentan leider nichts. Ich bewerbe mich auch schon anderweitig.

Verbesserungsvorschläge

Es wäre wünschenswert, interne Strukturen, Kommunikation und Mitarbeiterführung zu stärken, um Vertrauen und Motivation zu erhöhen. Dazu gehören transparente Entscheidungsprozesse, klarere Standards für Gehalt und Urlaub sowie eine konsistente Fehler- und Feedbackkultur.
Darüber hinaus könnten Karrierepfade und Weiterbildungsmöglichkeiten systematischer gestaltet werden, um Mitarbeitenden Entwicklungsperspektiven zu bieten. Eine proaktive Unterstützung bei hoher Arbeitsbelastung, inklusive flexibler Arbeitsmodelle oder Rückzugsmöglichkeiten im Büro, würde die Work-Life-Balance verbessern.
Langfristig würde dies dazu beitragen, hohe Fluktuation und lange Krankheitszeiten zu reduzieren und die Unternehmenskultur insgesamt zu stabilisieren.

Arbeitsatmosphäre

Die Stimmung hat sich in den letzten Monaten spürbar verschlechtert. Die Fluktuation ist hoch, was zu zusätzlicher Belastung für verbleibende Teams führt. Vertrauen, Fairness und eine positive Fehlerkultur werden aus meiner Sicht nicht aktiv gefördert. Statt konstruktivem Feedback gibt es bei Fehlern häufig scharfe Reaktionen, was zu Unsicherheit und Zurückhaltung führt. Wertschätzung oder Lob durch Vorgesetzte finden kaum statt. Dies erschwert eine offene Zusammenarbeit und wirkt sich negativ auf Motivation und Zusammenhalt aus.

Image

Ich kenne keinen Mitarbeiter, der sich nicht gerade aktiv woanders bewirbt

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance ist stark teamabhängig. In einigen Teams gehören Wochenendarbeit (!) und Überstunden zum Arbeitsalltag. Ein gewisses Maß an Mehrarbeit wird vorausgesetzt und ist in Phasen auch nachvollziehbar. Problematisch ist jedoch, dass Überlastung nicht aktiv aufgefangen wird und es kaum Unterstützung oder Ausgleich bei dauerhaft hoher Arbeitsbelastung gibt.
Zusätzlich schränkt der vollständige Wegfall von Homeoffice die Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben weiter ein.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Es gab einen Wunschbaum zu Weihnachten, und es gibt regelmäßig Erinnerungen zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung.

Karriere/Weiterbildung

Karrieremöglichkeiten sind stark eingeschränkt. Beförderungen oder Weiterentwicklungen stoßen auf viele Hürden, unter anderem budgetbedingte Einschränkungen, was den Aufstieg erheblich erschwert.
Im Bereich Weiterbildung gibt es Bemühungen: Die interne Academy bietet Schulungen an, die aktuell überwiegend Basiswissen vermitteln und meist ohne Zertifikat bleiben. Dennoch wird daran gearbeitet, das Angebot zu verbessern und weiterzuentwickeln.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt unter Kolleg:innen isttoll. In herausfordernden Situationen helfen wir uns gegenseitig, tauschen Wissen aus und fangen Belastung gemeinsam auf. Dieser Zusammenhalt entsteht vor allem als Reaktion auf den hohen Druck von außen und weniger durch aktive Förderung seitens der Führungskräfte oder des Unternehmens.

Vorgesetztenverhalten

Führungsentscheidungen werden überwiegend ohne Einbindung der Mitarbeitenden getroffen. Feedback aus den Teams fließt kaum in Entscheidungsprozesse ein.
Zielsetzungen wirken häufig realitätsfern und stehen teilweise in keinem nachvollziehbaren Zusammenhang mit den tatsächlichen Aufgaben. Dies vermittelt den Eindruck fehlender inhaltlicher Orientierung und erschwert es Mitarbeitenden, Prioritäten sinnvoll zu setzen und Erwartungen zu erfüllen.

Arbeitsbedingungen

Die Büroräume sind modern und auch ganz hübsch. Für konzentriertes Arbeiten fehlt jedoch ein geeigneter Rückzugsort. Besprechungsräume sind überwiegend offen oder sehr öffentlich, was ruhiges Arbeiten und vor allem vertrauliche Gespräche (auch mit Kunden) erschwert.
Aber dafür wird die technische Ausstattung proaktiv ausgetauscht.

Kommunikation

Die interne Kommunikation ist ausbaufähig würde ich sagen. Zwar gibt es im monatlichen Meeting Updates zu Unternehmensentwicklungen und Erfolgen, diese könnten jedoch deutlich regelmäßiger und auch strukturierter erfolgen.
Ganz schlimm ist die geringe Einbindung der Mitarbeitenden in Entscheidungsprozesse. Wesentliche Entscheidungen, wie etwa Änderungen bei Arbeitsmodellen (z. B. der Wegfall von Homeoffice), werden ohne vorherige Einbeziehung oder transparente Begründung getroffen. Dies wirkt sich negativ auf Vertrauen und Identifikation aus.

Gehalt/Benefits

Gehalt kommt teilweise verspätet. Über die Höhe müssen wir nicht sprechen, sie wirkt willkürlich und deutlich unterdurchschnittlich. Auch Urlaubstage folgen keinem klaren Standard und werden individuell entschieden, ebenso BVG-Tickets. Das hat auch nicht jeder

Gleichberechtigung

Es bestehen deutliche Ungleichgewichte. Frauen verdienen weniger und haben nur eingeschränkte Aufstiegsmöglichkeiten. Beförderungen von Frauen sind selten, insbesondere auf höheren Ebenen. Führungs- und Entscheidungsebenen sind überwiegend männlich besetzt, was zu einer einseitigen Perspektive und fehlenden Diversität in Entscheidungsprozessen führt.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben sind spannend und bieten fachliche Herausforderungen. Gleichzeitig bleiben die Einsatzbereiche oft stark abgegrenzt.
Mehr Transparenz und Offenheit für projektübergreifende Mitarbeit oder zeitweises Mitwirken in anderen Teams wäre super.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.