Eine Erfahrung die ich nicht mal meinen schlimmsten Feind wünschen würde....
What I like about the employer
Er hat in der Branche eine bedeutende Stellung. Man nimmt an, dass hier Fairness herrscht, klare Regeln und Verträge gelten. Nach außen wirkt alles sehr professionell. Meistens wird es genauso umgesetzt wie es die Tarifverträge oder Vereinbarungen vorsehen. Arbeitsmaterial wird gestellt und ist auch nicht das billigste vom billigsten. Zu teuer darf es allerdings auch nicht sein.
Benefits gibt es zwar, aber nicht für alle und auch nur wenn man im Fluss mit schwimmt.
Viel Material für Werbung usw. - nur leider nie für die eigenen Mitarbeiter.
Gutes Werkzeug und faire Rahmenbedingungen - letztere meist auf den Papier.
Er bietet zwar alle möglichen Hilfen an (Arbeitsschutzbrillen in Sichtstärken, Orthop. Schuhe / Einlagen usw.) Allerdings nur dann, wenn ein Antrag gestellt wird, von dem niemandem etwas erzählt oder in Erfahrungen
gebracht werden kann. Internes Firmennetz für Informationen, welches vollkommen sinnesfrei ist, da auch dort keine wichtigen Informationen geteilt werden, oder nicht gewillt ist diese kund zu tun.
What I dislike about the employer
Eine ehrliche und faire Liste würde den Rahmen sprengen. Wesentliche Kritikpunkte sind Mobbing, Fremdenfeindlichkeit sowie belästigendes, unehrliches und teilweise schikanöses Verhalten. Wenn Führungskräfte solches Verhalten stillschweigend tolerieren oder vorleben, verschärft dies das Problem noch.
Man trifft regelmäßig Personen, die durch Unaufrichtigkeit und übertriebene Selbstinszenierung auffallen, meist in Führungs- Bauleitungs- oder Projektleitungs -positionen. Jegliche Absprachen oder Besprechungen halten
nicht länger, als man auf dem Stuhl sitzt. Die Anforderungen sind dauerhaft hoch und werden zunehmend größer, wodurch auch familiäre oder andere persönliche Schwierigkeiten oft ignoriert werden. Wissentlich !
Ständige Erreichbarkeit über das eigene Smartphone oder in diversen Social-Media-Gruppen, die teils auch problematische/rechtswidrige Inhalte aufweisen.
Suggestions for improvement
Wegweisend wäre eine Prüfung der Führungspositionen – worauf echte Fähigkeiten und messbare Ergebnisse zählen sollen, statt sinnesfreie Worthülsen. Bonuszahlungen sollten an konkrete Leistungen gebunden sein;
Schauspielerische Fähigkeiten für die tägliche Arbeiten, verdient keinen Bonus.
Mitarbeitende aller Ebenen müssen zur Rechenschaft gezogen werden, wenn sie fundamentale Rechte schwerwiegend verletzen oder versuchen, sich ihrer Verantwortung zu entziehen.
Working atmosphere
Einfach nur noch gruselig & toxisch.
Kultivierte und gelebte Furcht beschreibt die Atmosphäre meist gut.
Wer eine abweichende Meinung zur Bau- oder Projektleitung oder den Vorgesetzten vertritt, sieht sich häufig mit sofortigen negativen Konsequenzen konfrontiert. Man pflegt zwar einen scheinbar freundlichen Umgangston im „Du“, doch das bleibt meist oberflächlich und dient oft nur zur Verschleierung der Inkompetenzen. Insgesamt regiert Mobbing begleitet von Desinformation / Desinteresse gern gepaart mit abwertenden und unwürdigen Verhalten.
Communication
Vieles davon bleibt oft oberflächlich und ohne substanziellen Inhalt. Wichtige Informationen werden selten freiwillig geteilt.Eine klare, zielgerichtete Kommunikation ist meist nur sichtbar, wenn es um Ausgrenzung, herrschende Verhaltensmuster oder die einfache Reduktion von Stress auf niedrigem Niveau geht.
Der Anfang schien vielversprechend, doch Nachbesserungen blieben aus, ebenso wie das Versprechen, Vereinbarungen wirklich umzusetzen. Mit der Zeit zeigte sich bei den Verantwortlichen eine Art selektiver Gedächtnisverlust in wichtigen Bereichen wie Weiterbildung, Gehaltserhöhungen und den meisten Erzählungen was man erreichen kann.
Collegiality
Er variiert zwar von Team zu Team, doch generell fehlt es meist an geschlossenem Miteinander.
Viel Gerede aber vorzugsweise hinter dem Rücken anderer.
"Anschwärzer" begeben sich oft auf die schnelle Karrierebahn, sind aber gern gesehen bei Projektleitungen und anderen leitenden Ebenen und erhalten dort bevorzugte Unterstützung.
Work-Life Balance
Dieses Thema wird zwar häufig überbewertet, doch aus Unternehmenssicht gibt es deutliche Skepsis dazu.
Auf der Baustelle zu arbeiten, kann traditionell härter und schmutziger sein. In einem Unternehmen, das sich als zukunftsorientiert präsentiert, scheint diese Balance jedoch vor allem die Führungsebene zu betreffen, die sich darin meisterhaft darstellt. Eine Asphaltdecke wird nicht wirklich
am Schreibtisch gefertigt. Dafür braucht es hart arbeitende Menschen, die ihr Geld ehrlich verdient haben. Aber schließlich auch den Respekt, welcher grundsätzlich immer zu kurz kommt. Nicht mal eine Tageszeit können sich die Führungen dann abringen, eher weist das Handy tendenziell eine erhöhte Relevanz auf. 42 Stunden pro Woche sind normal, gelegentlich auch 45 bis 50 Stunden. Aufträge sind Aufträge – man zieht mit und versucht sich auf Teamplay. Doch regelmäßige Mehrarbeit über 45 Stunden, auch samstags ohne Ausgleich und später erneut fehlende Stunden denen man hinterher rennen muß, prägen jeden.
Leadership behavior
Meist eine Gurkentruppe sonders gleichen. Viel warme Luft ohne Sinn und Verstand. Traktierung ist ein Arbeitsstandard welcher auch als Allheilmittel für falsch Informationen genommen wird. Wichtige Informationen bekommt man meist eher über die Kollegen anderer Bereiche oder dem "Buschfunk".
Arbeitsanweisungen sind teilweise schwer nachvollziehbar oder fragwürdigen Inhaltes - gerade wenn Alkohol in nicht unbeträchtlicher Menge im Spiel ist. Am liebsten eine Null wertung / Stern in dem Bereich.
Interesting tasks
Ja durchaus vorhanden. Kann sein, aber was daraus gemacht wird ist manchmal nur noch zum Kopfschütteln. Einbindung meist Fehlanzeige.
Equality
Persönlich keine Probleme mit gehabt. Leitungstechnisch meist etwas seltsam.
Interaction with older colleagues
Untereinander meist problemlos. Augenscheinlich ...
Diese Gruppe entspricht derzeit in vielen Bereichen der Mehrzahl aller Mitarbeitenden, die gerne bis zum letzten Einsatz gefordert werden. Frischer, ausreichender Nachwuchs ist in der Menge kaum vorhanden.
Rentnerinnen und Rentner werden lieber erneut eingebunden und wenn möglich auf Teilzeitbasis.
Working conditions
Meist alles tariflich geregelt. Was nicht explizit aufgeführt wurde, wird gerne mal bis über das normal maß hinaus überstrapaziert. Stand der Technik meist ok
Environmental and social responsibility
Mehr Schein wie sein. Wie in vielen Bereichen auch hier: Viel warme Luft ..
Salary/Social benefits
Die Vergütung entspricht überwiegend dem Tarif, gelegentlich gibt es zusätzliche Sonderzahlungen, wenn die Rahmenbedingungen passen. Meckern lässt sich hier eher selten, Allerdings:
Das Gehalt war im Verlauf der Zeit nicht immer pünktlich oder vollständig.
Hinzu kommen regelmäßig Ungereimtheiten wie verschwundene Stunden oder plötzlich auftretende Fehlzeiten. Spätestens dann sollten bei jedem die Alarmglocken läuten. Insgesamt liegt die Entlohnung nicht höher als das tarifliche Niveau bei vergleichbaren Unternehmen. Warum immer noch der Eindruck besteht, man verdiene dort angeblich sehr viel,
bleibt eine Frage, die sich nicht zuverlässig beantworten lässt. Nein - alles tariflich....Gerne auch untertariflich, bis man evtl. mal eines besseren belehrt wird. Dann kann es durchaus vorkommen quer durch die Republik versetzt zu werden, wenn man zu unbequem wird.
Image
Von außen wirkt es wie ein führendes Unternehmen – eindeutig Top-Niveau. Tatsächlich zeigt sich jedoch, sobald der Glanz nachlässt, ein Kleinstbetrieb auf niedrigsten Niveau - dies ähnelt eher einer profanen elitären Gemeinschaft die gerne unter sich bleiben möchte.
Die Grundregel lautet: "...Wer nicht für uns ist, ist automatisch gegen uns..."
Hochglanz-Porträts auf der Website zeigen kaum echtes Leben oder echte Mitarbeitende. Keine Ahnung wo das alles her kommt, jedenfalls nicht von den tatsächlichen Baustellen, die man so kennen lernen durfte. Man hört und liest viel von angeblichen Chancen, fairem Miteinander und einem Niveau auf Augenhöhe – doch rasch wird klar, dass der Arbeitgeber vor allem sein Image pflegt und weniger das umsetzt, wofür er wirbt.
Hier gelingt nur der HR/P&C-Abteilung ein bühnenreifer Auftritt oder der Medienagentur ein gutes Bild.
Career/Professional development
Es gibt auch hier viel Gerede ohne Substanz.
Es wird nichts wirklich freiwillig gegeben, selbst wenn man hochmotiviert und gut qualifiziert ist – unabhängig von Motivation oder Qualifikation. Entscheidende Faktoren sind eher die Werte, die sich aus
Respektlosigkeit und Schaumschlägerei ableiten.
Weiterbildungen werden sicher angeboten, doch sonderbarerweise oft nicht in dem Bereich, in dem man gerade arbeitet.
Der Vernünftige sorgt dafür, dass alles von Anfang an schriftlich festgehalten wird !

