Remote funktioniert. Führung und Kultur waren für mich langfristig aber nicht tragbar.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die flexiblen Arbeitszeiten, die netten Gespräche im Team und die schnellen Kommunikationswege trotz Remote-Arbeit waren besonders positiv.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Nach zwei Jahren im Unternehmen gab es keine Gehaltsanpassung. In Gesprächen über die Vergütung hatte ich den Eindruck, dass meine Argumente, Leistungen und die übernommene Verantwortung nicht ausreichend berücksichtigt und wertgeschätzt wurden und keine klare Perspektive für eine Weiterentwicklung der Vergütung aufgezeigt wurde.
Arbeitsatmosphäre
Lob, Fairness und ein Arbeitsumfeld, in dem man sich frei entfalten kann, wurden meiner Erfahrung nach nach außen vermittelt, aber im Arbeitsalltag nicht konsequent gelebt.
Work-Life-Balance
Durch den Remote Job, war eine sehr gute Work-Life-Balance möglich.
Karriere/Weiterbildung
Aufgrund der Unternehmensstruktur waren Entwicklungsmöglichkeiten aus meiner Sicht nur begrenzt vorhanden.
Gehalt/Benefits
Nach zwei Jahren im Unternehmen gab es keine Gehaltsanpassung oder Gespräche über die weitere Entwicklung der Vergütung. Das Gehalt empfand ich im Verhältnis zur Arbeitszeit, den Aufgaben und der übernommenen Verantwortung als nicht angemessen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Einige Kundenprojekte waren für mich aus ethischer Sicht nicht uneingeschränkt vertretbar.
Kollegenzusammenhalt
Ich bin meinen ehemaligen Kollegen für den regelmäßigen Austausch sehr dankbar. Gleichzeitig habe ich bei schwierigen Themen oft wenig Zusammenhalt gespürt und eher eine Kultur des Schweigens wahrgenommen.
Umgang mit älteren Kollegen
Das Team bestand überwiegend aus sehr jungen Kolleginnen und Kollegen. Eine größere Mischung aus unterschiedlichen Erfahrungsleveln hätte aus meiner Sicht den fachlichen Austausch bereichert.
Vorgesetztenverhalten
Das Führungsverhalten habe ich als wirklich sehr enttäuschend erlebt.
Nach zwei Jahren im Unternehmen erhielt ich trotz eines kleinen Teams und weiterer persönlicher Enttäuschungen kein persönliches Abschlussgespräch. Feedback oder kritische Themen wurden von den Vorgesetzten häufig nicht aufgegriffen, anstatt offen und konstruktiv besprochen zu werden.
Mein Eindruck war, dass Mehrarbeit und zusätzliches Engagement häufig als selbstverständlich angesehen wurden, während Anerkennung und Wertschätzung fehlten.
Nach zwei Jahren habe ich mich aufgrund dieser Erfahrungen dazu entschieden, das Unternehmen zu verlassen.
Gleichberechtigung
Die Unternehmensstruktur bietet nur wenige Entwicklungsmöglichkeiten. Zudem hatte ich häufig das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden.