Solider Arbeitgeber mit Verbesserungspotenzial
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Eine ehemalige Kollegin hat mir geraten, meine Bewertung zu löschen – ein klarer Verstoß die Richtlinien. Offenbar ist konstruktive Kritik unerwünscht, was leider sehr enttäuschend ist.
Verbesserungsvorschläge
Alles in allem ist das Unternehmen durchaus in Ordnung und bietet eine solide Grundlage für die tägliche Arbeit. Insbesondere besteht im Hinblick auf die Ansprache jüngerer Zielgruppen noch Verbesserungspotenzial. Um langfristig attraktiv zu bleiben, könnte sich das vor allem durch eine stärkere Digitalisierung und modernere Kommunikationswege weiterentwickeln. So könnte es nicht nur den Anschluss an aktuelle Trends halten, sondern auch das Arbeitsumfeld zeitgemäßer gestalten. Ich möchte mit dieser Bewertung niemanden davon abhalten, sich zu bewerben. Es handelt sich um meine persönliche Erfahrung.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war teils sachlich, teils negativ geprägt – oft abhängig von jeweiligen Tagesereignissen.
Kommunikation
Die Kommunikation im eigenen Team war sehr gut, während sich bereichsübergreifende Abstimmungen durch umständliche Abstimmungen und Mailverkehr teilweise verzögerten.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance war durch die 39,8-Stunden-Woche grundsätzlich in Ordnung, jedoch fehlten Flexibilität und die Möglichkeit zum Homeoffice. Urlaub war nur in Abstimmung mit dem Team möglich, was aufgrund begrenzter Verfügbarkeit der Kollegen teilweise schwierig war.
Vorgesetztenverhalten
Mit meiner Vorgesetzten verlief die Zusammenarbeit sehr angenehm und vertrauensvoll.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben haben mich persönlich nicht immer angesprochen, zudem war die Einarbeitung eher oberflächlich und die Prozesse hätten besser dokumentiert sein können.
Gleichberechtigung
Obwohl in der Stellenausschreibung ausdrücklich betont wird, dass im Unternehmen Gleichberechtigung unabhängig von Religion, Herkunft oder anderen Merkmalen gilt, entsprach dies in *meinem Fall* leider nicht der gelebten Praxis. Eine Mitarbeiterin hatte die Auffassung, dass ich aufgrund meines religiösen Hintergrunds nicht in dieser Einrichtung arbeiten dürfte. Trotz meiner Meldung wurde zunächst keine erkennbare Maßnahme ergriffen, weshalb ich mich gezwungen sah, den Betriebsrat zu informieren. Es ist bedauerlich, dass solch eine Person innerhalb des Unternehmens offenbar geduldet wird.
Umgang mit älteren Kollegen
Es fiel schwer, Anschluss zu den älteren Mitarbeitenden zu finden, da sie oft andere Sichtweisen hatten.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen waren häufig durch hohe Arbeitsbelastung und Stress geprägt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es wird sehr viel gedruckt, oft unnötig; die Digitalisierung ist gering, und durch die Vielzahl an Ordnern geht schnell der Überblick verloren, sodass viele Dokumente schwer wiederzufinden sind.
Gehalt/Benefits
Leider liegt die Bezahlung durch den Tarifvertrag unter dem Niveau anderer Arbeitgeber außerhalb des öffentlichen Dienstes.
Image
Trotz der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit ist das Studentenwerk außerhalb der Studierenden wenig bekannt; Social Media und Webseite sind verbesserungswürdig. Der Content spricht die jüngeren Zielgruppen kaum an.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt nur wenige Weiterbildungsangebote und begrenzte Karrieremöglichkeiten.