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Bewertung

Gäbe es bessere Führungskräfte, wäre es ein top Arbeitgeber.

3,0
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2022 im Bereich IT bei Studentenwerk Schleswig-Holstein in Kiel gearbeitet.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Nach langem Verdauen, Reflektieren und dem Vergleich mit anderen Arbeitgebern kann ich nun endlich meine Sicht zum STW äußern.
Ich habe dort meine zweite Ausbildung im IT-Bereich gemacht – mit Ende 20, also nicht mehr mit der „typischen“ Azubi-Ausstrahlung. Was ich anfangs positiv fand, gibt mir rückblickend jedoch zu denken: Nach einer kurzen Einarbeitung (die andere vermutlich als eigentliche Ausbildung bezeichnen würden) wurde ich praktisch wie eine Vollzeitkraft eingesetzt – abgesehen von den Blockunterrichtszeiten und dem Azubi-Gehalt.

Zunächst war ich im First-Level-Support tätig, später – ab dem zweiten und dritten Lehrjahr – arbeitete ich an Projekten mit, wirkte an der Weiterentwicklung der IT mit und übernahm selbstständig administrative Aufgaben. Und das weiterhin mit Azubi-Status. Von Anfang an hieß es, ich würde übernommen werden.

Nach Corona, dem Zwang zu Homeoffice, der bis dahin schlechten Infrastruktur, den ausfallenden bzw. selbstorganisierten Berufsschulblöcken und einer eigenen Corona-Erkrankung war meine Arbeitsleistung für das Unternehmen wohl nicht mehr zufriedenstellend. Statt einer festen Übernahme erhielt ich zunächst nur einen Jahresvertrag mit Zielvorgaben. Laut meiner Koordinatorin hätte ich diese erfüllt – wenn man ihrer Aussage Glauben schenken kann. Trotzdem wollte mein direkter Abteilungsleiter keine Festanstellung aussprechen.

Ein weiterer Punkt waren Kommunikationsdifferenzen. Im Unternehmen herrschte eine ausgeprägte Du-Kultur – mit Ausnahme von zwei Personen. Diese hatte ich ebenfalls geduzt, was zu einer Beschwerde führte und mir Ärger einbrachte. Mir wurde nachgesagt, ein „vulgäres Mundwerk“ zu haben, wenn ich Dinge direkt ansprach. Gleichzeitig war das Lieblingswort meines Abteilungsleiters „bums“, das in einem Monat über 15-mal gefallen ist (ich habe darüber sogar eine Strichliste geführt).
Mir wurde gesagt, ich solle fordernder sein, um meine Deadlines in Projekten einhalten zu können. Wenn ich dann fordernde, aber höfliche Mails schrieb, wurde ich dafür kritisiert.

Im Nachhinein kann ich nur sagen: Ja, Azubis bekommen viel Verantwortung – und man wächst daran. Aber in meinem Fall war es Ausbeutung. Die Führungskräfte wirkten überwiegend altmodisch und wenig selbstreflektiert.

Für mich war diese Erfahrung lehrreich, aber ich würde diesen Arbeitgeber nicht empfehlen.


Arbeitsatmosphäre

Image

Work-Life-Balance

Karriere/Weiterbildung

Gehalt/Benefits

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Kollegenzusammenhalt

Umgang mit älteren Kollegen

Vorgesetztenverhalten

Arbeitsbedingungen

Kommunikation

Gleichberechtigung

Interessante Aufgaben

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