1 Bewertung von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
Ihr Unternehmen?
Ihr Unternehmen?
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Holt euch nicht so viele junge Leute ins Unternehmen und hört dann icht auf die. Habt Mut und zeigt, dass Ihr Bock auf den Job habt. So viele junge und talentierte Menschen, mit so unglaublich viel Potential, sitzen in diesen Büros und warten nur darauf, dass ihr Feuer entfacht und sie einfach drauf losarbeiten können. Bremst Begeisterte oder Begeisterungsfähige nicht ab! Gebt den Leuten die Chance sich zu beweisen und wagt euch aus eurer schönen kuscheligen Welt mal raus. Klar ist das eine sichere Bank, wenn man einfach das weitermacht, was man die letzten 20 Jahre schon gemacht hat, weil es ja funktioniert. Aber wie wäre es denn, wenn man für die Region Duisburg und den Niederrhein nicht mal tatsächlich einen Mehrwert erschaffen würde? Wenn man den Zuschauer mal mitnehmen würde und ihn diese Interessante Region zeigt, und das nicht in trocken runtergesprochenen Texten und stumpfen Bildern? Was wäre wenn es mehr Leute gäbe, die anstatt die WDR Lokalzeit mal STUDIO 47 einschalten würden, weil es da mehr Menschlichkeit, mehr Dialog, mehr Realität und vorallem: mehr Duisburg gibt? Weil das ist es doch, was diesen Sender und das Unternehmen ausmacht. Wieso wird das alles so stiefmütterlich behandelt? Wieso bremst man sich selbst so dermaßen aus und wieso merkt man in der Arbeit nicht einen Funken Liebe und Leidenschaft?
Kommt immer ganz auf das Projekt und die Leute mit denen man zusammenarbeiten muss an. Ein "von oben herab" gibt es nicht. Und wenn, dann ist es berechtigterweise vom Produktsionsleiter oder Redakteur.
Untereinander gibts viel Tratscherei. Ideen oder Pläne der GF werden selten ernst genommen, eher wird darüber gelacht. Mobbing oder so gibt es eigentlich nicht, wenn aber einer der neuen Praktikanten sehr speziell ist, dann wird dieser aber auch schnell merken, dass er nicht so ganz in das Firmenkonzept reinpasst. Nach außen hin, gibt sich das Unternehmen höchst professionell. Geordnet, modern und hipp! Aber jeder Mitarbeiter weiß, dass das eher mehr gewollt als Realität ist. Das Unternehmen hat in Duisburg schon ein gewisses Standing. Aber meiner Meinung nach nur, weil die Fernsehbeiträge mehr einem Werbebericht ähneln, wenig oder selten kritisch sind und man sonstige Anfeindungen eigentlich vermeiden möchte. Politiker und Firmen nutzen die Berichterstattung von STUDIO 47 bewusst um sich in die Öffentlichkeit stellen zu können und ihr noch so kleines Projekt in einem Dreiminüter präsentieren zu können, ohne wirklichen Gegenwind zu genießen.
Da man hier von der Fernsehbranche spricht, gibt es naturgemäß den Begriff "Work-Life-Balance" nur bedingt. Man muss selbst in der Ausblidung viel Zeit für eigene Projekte opfern, mal vielleicht paar Stunden länger bleiben, wenn sich vor Ort spontan noch was verändert oder der Kunde noch eine Änderung haben möchte. Aber wie gesagt, das liegt ja in der Natur des Berufs.
Entwicklungspotential innerhalb der Firma ist sehr limitiert. Entweder kann man sich nicht entfalten weil die finanziellen Mittel fehlen oder weil die Grundmentalität in der Firma "Wir haben es immer so gemacht und so ist es auch gut!" lautet. Innerhalb der Firma wird man teils bewusst gebremst, dass man beispielsweise erst ab dem 2. Ausbildungsjahr *diese Aufgabe* "erlernt", nur um dann in zwei Parallelen krankheitsfällen *diese Aufgabe* sich ganz alleine schon im ersten Jahr bebringen zu müssen. Erneuerung sieht man hier nicht gerne. Nicht ohne Grund sehen die Endprodukte aus wie ein Recycling von den 50 Formaten zuvor, nur mit anderer Hülle.
Da alle im selben Boot sitzen wird das Ganze zu einer Art "Leidensgemeinschaft". Durch den ständigen Wechsel an Mitarbeitern durch Praktikanten, Volontären und Auszubildenen lernt man sehr viele, sehr unterschiedlich, teils kuriose Menschen kennen, mit denen man aber größtenteils gut klarkommt. Die Leute die zwischen den ganzen wechselnden Mitarbeitern bleiben und schon mehrere Jahre da sind sind natürlich dann noch enger verbunden. Es gibt ein Sommerfest, eine Weihnachtsfeier und hier und da zu verschiedenen besonderen Terminen ein kleines Frühstück oder Ähnliches.
Die Chefs sind sehr bodenständig. Fast immer ist einer da zum Ausheulen oder Meckern. Es gibt, wie oben beschrieben, keiner, der dazu neigt von oben herab auf jedemanden zu sprechen. Klar muss mal ein Machtwort gesprochen werden, aber dafür sind die Leute ja auch Vorgesetzte. Letztendlich ein sehr familiäres Miteinander, wenn man denn die Philosophie der Firma teilt.
Da fängt das Problem an. Klar liegt es wie oben beschrieben in der Natur des Berufs oder der Branche oft Überstunden schieben oder mal am Wochenende arbeiten zu müssen. Aber es kann nicht sein, dass wissentlich Personen mit Aufgaben oder Informationen überrumpelt werden, sodass diese schon fast gar nicht mehr "nein" sagen können. Das Team ist sehr klein, also bekommt man unterbewusst einen Druck vermittelt, dass es ja total blöd ist wenn man mal Spätabends, Frühmorgens oder am Wochenende nicht kann, oder krank ist. Natürlich geht das auch damit einher, dass es in dieser Firma halt von Grund auf wenige Leute gibt. Das heißt man muss manchmal auch einfach die Arbeit von drei Leuten gleichzeitig machen und mal einknicken. Dann hat man in der Ausbildung auch mal Schule, dann kündigen wieder mal zwei Personen (ganz überraschend) und dann bleibt die ganze Arbeit von eigentlich vier Leuten, an einem einzigen Azubi hängen.
Man hat sich einmal pro Woche zusammengesetzt und über Erfolge und Misserfolge zu sprechen. Auch konnte man Punkte einbringen die einen selbst beschäftigen oder Vorschläge zur Verbesserung der Workflows oder der Unternehmenspolitik einbringen - Kritik war erwünscht. Nur leider wurde das ganze sehr schlecht behandelt; viele Runden wurden abgesagt, konnten nicht stattfinden weil eine Person gefehlt hat. Wenn die Runden stattgefunden haben, wurden Dinge über die man gesprochen hat nur bedingt weitergegeben, berücksichtigt oder gar umgesetzt.
Bezahlt wird Branchenunterdurchschnittlich. Diese Firma produziert nunmal nicht so viel Gewinn, dass es die Mitarbeiter fair für ihre Arbeit entlohnen könnte. Das muss man vorher natürlich aber erstmal wissen. Positionen wie Chef von Dienst, oder Produktionsleiter werden auch nur minimal höher bezahlt. Da wird versucht an allen Ecken und Kanten zu sparen. Von minderwertigen Equipment, welches nach dem 8. mal einschicken noch immer kaputt zurückkommt, teils auch einfach gar nicht mehr funktioniert, einfach von der Technologie her seit Jahren schon komplett überholt worden ist.
Keine Art von Diskriminierung in irgendeiner Art und Weise erlebt.
Durch die verschiedenen Drehs erlebt man einiges und darf eventuell Dinge erleben oder sehen, die manche vielleicht nie selbst erleben können. Man lernt sehr viele interessante Persönlichkeiten kennen, lernt auch schnell eigenverantwortlich mit größeren Projekten umzugehen und darf sich in vielen verschiedenen Bereichen ausprobieren, wenn man es denn möchte.