3 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
3 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,0 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.

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3 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,0 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Das Gespräch hat einen sehr schwer verständlichen Nachgeschmack hinterlassen.
Die 60 Minuten wurden in den ersten 30 Minuten mit einer Firmenpräsentation mit gut 40 Powerpoint-Folien gefüllt. Als jemand, der sich im Vorfeld über potenzielle Arbeitgeber informiert war das deutlich redundant und hat einen unverantwortlich großen Teil des Gesprächs eingenommen.
Nach der Präsentation hatte ich kurz Gelegenheit, meinen Lebenslauf in etwa 5-10 Minuten zusammenzufassen.
Die Reaktion des Fachansprechpartners war lediglich, dass meine Kernkompetenzen ja gar nicht so relevant für den AG wären.
Mir ist unklar, wie das nicht aus den Bewerbungsunterlagen hervorgegangen sein kann.
Danach entstand Funkstille. Mir war klar, dass das Gespräch zu nichts führen wird, also nutze ich die Zeit, um Fragen zur Firmenkultur und der Zusammenarbeit zu stellen. Die Antworten ergaben ein für mich direkt, dass in dem Unternehmen eine für mich zu konservativ-hierarchische Struktur vorherrscht. Weiterhin war ein deutlicher Disconnect zwischen HR und Fachabteilung zu spüren. Dieser hängt vmtl. auch mit der Beziehung zwischen Dänischer Mutter und Deutschem Ableger zusammen - das laß ich zumindest aus den Spitzen Seitenkommentaren heraus.
Ich bin unsicher, ob solche Konflikte wirklich in das Gespräch mit potenziellen Mitarbeitern getragen werden sollten.
Ich verabschiedete mich und mir wurde Bedenkzeit eingeräumt, nach der ich ein etwaiges Interesse anzeigen sollte. Ich habe nach 3 Tagen Anstandswartezeit abgesagt.
Vorab: es geht hier nicht darum, ob die Firma und ich zusammengefunden haben, oder nicht. Das hat nicht funktioniert und der Part ist völlig ok. Manchmal passt es eben nicht - ich bin auch nicht nachtragend. Hier war es mir eher ein Bedürfnis, Klarheit zu schaffen: was mich sehr geärgert hat, war die unprofessionelle und schlichtweg respektlose Grundausrichtung des völlig wirren Bewerbungsvorgangs. Was mit vielen positiven Aussichten, zukunftsweisenden Ansagen und hochtrabenden gemeinsamen Plänen seitens der Recruiterin begann (ich konnte mein Glück kaum fassen), entwickelte sich von jetzt auf gleich und ohne klare Statements oder Begründungen zu einem Ghosting meiner Person. Plötzlich und ohne Grund kam ich mir wie ein nerviger Bittsteller vor und wurde immer wieder mit Argumenten hingehalten, die nahelegten, dass man sich gar nicht an mich, unser Gespräch oder getroffene Aussagen erinnerte (Antworten schienen manchmal für jemand anderen bestimmt zu sein). Ich habe mehrfach versucht, Klarheit in die Situation zu bringen, bekam aber nur Hinhalte-Antworten. Irgendwann hatte ich dann genug von dem Unsinn und habe die Kommunikation beendet. Bis heute ist mir nicht genau klar ,was schiefgelaufen ist oder woran der abrupte Kurswechsel lag (mein Profil wäre wohl doch nicht so geeignet gewesen, bekam ich letztlich als Antwort … anfangs wurde mir das exakte Gegenteil gesagt). Die Kommunikation zwischen der Recruiterin und den Entscheidern schien im Hintergrund allerdings auch viele Hürden zu beinhalten - das war zumindest mein Eindruck. Als Bewerber fühlte ich mich in jedem Fall nicht ernst genommen und durch die Kommunikation regelrecht in die Irre geführt. Das habe ich so woanders noch nicht erlebt.
Erstgespräch lange und ausführlich - sehr motivierend und auch auf Augenhöhe. In kurzer Folge diverse Anforderungen an die Fokussierung meines Profils auf passende Rollen. Dann …. nichts. Nur auf Nachfragen dann Hinhalten und trotzdem keine Klarheit bis zur entnervten Aufgabe der Kommunikation meinerseits.