Mobbing wird toleriert :-(
Gut am Arbeitgeber finde ich
Leider nichts mehr.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Leider alles.
Verbesserungsvorschläge
• Führungskräfte stärker für ihr Verhalten und ihre Entscheidungen in die Verantwortung nehmen.
• Kritik von Mitarbeitenden ernst nehmen und als Chance nutzen.
• Den Betriebsrat unabhängiger und konsequenter für die Interessen der Beschäftigten einsetzen.
• Mobbingvorwürfe objektiv prüfen und konsequent handeln – unabhängig von der Position der beteiligten Personen.
• Mitarbeitende wertschätzen, statt sie bei Überlastung zusätzlich unter Druck zu setzen.
• Prozesse erst einführen, wenn sie in der Praxis funktionieren.
• Aufgaben, die dauerhaft zusätzlich übernommen werden, angemessen vergüten.
• Weniger sinnlose Meetings, dafür mehr Vertrauen in die Kompetenz der Mitarbeitenden.
Arbeitsatmosphäre
Früher war ich stolz, für dieses Unternehmen zu arbeiten. Heute ist davon nichts mehr übrig. Die Atmosphäre hat sich aus meiner Sicht massiv verschlechtert. Wer Probleme oder Missstände anspricht, fühlt sich schnell unter Druck gesetzt. Wertschätzung habe ich kaum erlebt. Stattdessen hatte ich häufig den Eindruck, dass Kritik unerwünscht ist und Mitarbeitende lieber schweigen sollen.
Image
Das Bild, das das Unternehmen nach außen vermittelt, unterscheidet sich aus meiner Sicht deutlich von dem, was ich intern erlebt habe. Nach außen wird von Respekt, Wertschätzung und einem guten Miteinander gesprochen. Meine Erfahrungen waren leider andere.
Work-Life-Balance
Die Arbeitsbelastung ist nach meiner Erfahrung dauerhaft hoch. Überstunden werden häufig als selbstverständlich angesehen. Wer offen anspricht, dass die persönliche Belastungsgrenze erreicht ist oder keine weiteren Aufgaben übernehmen kann, muss aus meiner Sicht damit rechnen, dass ihm dies negativ ausgelegt wird.
Zwar gibt es eine Kernarbeitszeit, dennoch wurde die Präsenz im Büro wieder ausgeweitet. Für mich ist diese Entscheidung nicht nachvollziehbar, da meine Aufgaben problemlos im Homeoffice erledigt werden können. Die zusätzlichen Fahrzeiten bedeuten für mich einen erheblichen Zeitverlust, ohne dass ich darin einen erkennbaren Mehrwert für die Arbeit sehe.
Hinzu kommt, dass die Lautstärke im Büro häufig sehr hoch ist. Konzentriertes Arbeiten ist dadurch oft schwierig. Aus meiner Sicht würde mehr Flexibilität beim mobilen Arbeiten sowohl die Produktivität als auch die Work-Life-Balance deutlich verbessern.
Karriere/Weiterbildung
Karrierechancen erscheinen mir leider nur eingeschränkt von Leistung oder fachlicher Kompetenz abhängig zu sein. Mein persönlicher Eindruck war vielmehr, dass kritische Mitarbeitende oder Menschen mit einer eigenen Meinung deutlich schlechtere Entwicklungsmöglichkeiten haben als diejenigen, die sich anpassen und keine unangenehmen Fragen stellen.
Besonders enttäuschend fand ich, dass Führungskräfte, die sich menschlich, fair und engagiert für ihr Team einsetzen, nach meiner Erfahrung nicht ausreichend unterstützt oder gefördert wurden. Ich hatte den Eindruck, dass andere Verhaltensweisen eher zum beruflichen Erfolg führen.
Weiterbildungen muss man sich weitgehend selbst organisieren. Gleichzeitig gibt es viele verpflichtende Schulungen und Veranstaltungen, die aus meiner Sicht unnötig viel Zeit in Anspruch nehmen, ohne einen erkennbaren Mehrwert für den Arbeitsalltag zu bieten.
Insgesamt hatte ich häufig das Gefühl, dass Werte wie Wertschätzung, Offenheit und Respekt zwar regelmäßig kommuniziert werden, im Arbeitsalltag jedoch nicht konsequent gelebt werden.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt empfinde ich als wenig transparent und teilweise ungerecht. Aus meiner Sicht wäre ein Tarifvertrag sinnvoll, um nachvollziehbare und faire Gehaltsstrukturen zu schaffen. Leistung, Erfahrung und langjährige Betriebszugehörigkeit spiegeln sich nach meinem Eindruck nicht ausreichend im Gehalt wider.
An den Betriebsveranstaltungen wie Sommerfest oder Weihnachtsfeier nehme ich seit Jahren bewusst nicht mehr teil. Für mich fehlt die notwendige Vertrauensbasis. Ich hatte häufig den Eindruck, dass zwischen dem, was von Führungskräften kommuniziert wird, und ihrem tatsächlichen Handeln eine große Diskrepanz besteht. Deshalb sehe ich keinen Grund, meine Freizeit zusätzlich mit Personen zu verbringen, zu denen dieses Vertrauen nicht mehr vorhanden ist.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Wichtiger als alles andere…
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kollegen war teilweise das Einzige, was den Arbeitsalltag erträglich gemacht hat. Viele Mitarbeitende haben sich gegenseitig unterstützt, obwohl der Druck immer größer wurde. Umso trauriger ist es, dass engagierte Kollegen das Unternehmen aufgrund des Arbeitsklimas verlassen haben.
Umgang mit älteren Kollegen
Langjährige Mitarbeitende werden aus meiner Sicht nicht ausreichend wertgeschätzt. Ich habe den Eindruck gewonnen, dass erfahrene Kolleginnen und Kollegen das Unternehmen verlassen mussten oder dazu gedrängt wurden und anschließend teilweise durch Zeitarbeitskräfte ersetzt wurden. Diese Entwicklung kann ich persönlich nicht nachvollziehen.
Gerade langjährige Beschäftigte verfügen über ein enormes Fachwissen und kennen die internen Abläufe bis ins Detail. Dieses Wissen lässt sich aus meiner Erfahrung nicht kurzfristig ersetzen. Deshalb halte ich es für fragwürdig, wenn erfahrene Mitarbeitende verloren gehen, anstatt ihre Erfahrung gezielt zu nutzen und an neue Kolleginnen und Kollegen weiterzugeben.
Positiv hervorheben möchte ich allerdings, dass auch ältere Bewerberinnen und Bewerber eingestellt werden. Das zeigt, dass das Alter bei Neueinstellungen offenbar kein grundsätzliches Hindernis ist. Umso mehr wünsche ich mir, dass langjährige Mitarbeitende im Unternehmen den gleichen Respekt und dieselbe Wertschätzung erfahren wie neue Beschäftigte.
Vorgesetztenverhalten
Unter aller Menschen Würde! Das Verhalten vieler Führungskräfte habe ich als enttäuschend erlebt. Statt Verantwortung für Fehlentscheidungen zu übernehmen, wurden die Folgen häufig auf die Mitarbeitenden abgewälzt. Wer Missstände angesprochen oder Fehler aufgedeckt hat, machte sich nach meinem Eindruck schnell unbeliebt.
Arbeitsbedingungen
Über Jahre wurden Tätigkeiten erwartet, die nicht Bestandteil meines Arbeitsvertrags waren. Als ich dies angesprochen und eine entsprechende Vergütung thematisiert habe, wurde mir sinngemäß vermittelt, dass ich diese Aufgaben akzeptieren oder das Unternehmen verlassen könne. Hinzu kommen zahlreiche Meetings und organisatorische Veränderungen ohne erkennbaren Mehrwert.
Kommunikation
Nach außen wird ständig von Wertschätzung, Respekt und einer Null-Toleranz-Politik gegenüber Mobbing gesprochen. Meine persönlichen Erfahrungen haben jedoch nicht zu diesem Bild gepasst. Kritik und Verbesserungsvorschläge wurden nach meinem Eindruck häufig ignoriert, obwohl Mitarbeitende frühzeitig auf Probleme hingewiesen haben.
Gleichberechtigung
Von Gleichbehandlung kann aus meiner Sicht keine Rede sein. Besonders beim Gehalt empfinde ich die Unterschiede als unfair. Neue Mitarbeitende erhalten teilweise bereits ein höheres Gehalt als Kollegen, die seit 20 Jahren oder länger im Unternehmen arbeiten, dieses mit aufgebaut und über viele Jahre hervorragende Leistungen erbracht haben.
Leistung und Loyalität werden nach meinem Eindruck nicht angemessen honoriert. Selbst wer dauerhaft überdurchschnittliche Arbeit leistet, Verantwortung übernimmt und viele Überstunden macht, hat kaum Aussicht auf eine angemessene Gehaltserhöhung. Spricht man das Thema an, wird einem sinngemäß vermittelt, dass man sich ja einen anderen Arbeitgeber suchen könne, wenn einem die Bedingungen nicht gefallen.
Statt die Menschen wertzuschätzen, die das Unternehmen über Jahre erfolgreich gemacht haben, entsteht der Eindruck, dass langjährige Mitarbeitende zunehmend als selbstverständlich angesehen werden.
Auffällig ist außerdem, dass sehr viel über Themen wie Diversität und Antidiskriminierung gesprochen wird. Diese Themen sind selbstverständlich wichtig. Gleichzeitig hätte ich mir gewünscht, dass derselbe Einsatz auch bei den Problemen gezeigt wird, d
Interessante Aufgaben
Die eigentliche Arbeit hat mir früher viel Spaß gemacht. Leider wird sie zunehmend durch unnötige Prozesse, Bürokratie und ständig neue Systeme erschwert, die den Arbeitsalltag komplizierter machen, anstatt ihn zu verbessern.

