Interessante Aufgaben in einer schwierigen Führungskultur
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Aufgaben sind abwechslungsreich und bieten viel Raum für eigenständiges Arbeiten. Wer Verantwortung übernehmen möchte, bekommt dazu viele Möglichkeiten und kann eigene Ideen einbringen und umsetzen.
Die Dynamik des Unternehmens kann durchaus Spaß machen. Es passiert viel, man bekommt Einblicke in unterschiedlichste Themen und kann in kurzer Zeit sehr viel lernen. Wer gerne anpackt, Verantwortung übernimmt und mit einem hohen Tempo umgehen kann, findet bei TEDi spannende und herausfordernde Aufgaben.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Führungs- und Entscheidungskultur. Entscheidungen und Prioritäten waren für mich häufig nicht ausreichend transparent und verlässlich. Richtungen konnten sich innerhalb kurzer Zeit mehrfach ändern, teilweise ohne nachvollziehbare Erklärung, warum eine zuvor getroffene Entscheidung nicht mehr gelten sollte.
Veränderungen und Kurskorrekturen gehören zum Arbeitsalltag. Problematisch wird es jedoch, wenn dabei nicht berücksichtigt wird, welchen zusätzlichen Arbeitsaufwand ein erneuter Richtungswechsel für die Mitarbeitenden verursacht. Bereits geleistete Arbeit wird dadurch teilweise hinfällig und Aufgaben müssen kurzfristig neu priorisiert oder erneut bearbeitet werden. Das erzeugt unnötigen Druck und erschwert eigenverantwortliches und effizientes Arbeiten.
Gleichzeitig habe ich die Führungskultur so erlebt, dass offene Kritik und abweichende Meinungen zwar grundsätzlich gewünscht erschienen, im Alltag aber nicht immer entsprechend aufgenommen wurden. Wenn Entscheidungen wenig verlässlich sind und gleichzeitig Unsicherheit darüber besteht, wie offen man Probleme ansprechen kann, hat das Auswirkungen auf das Verhalten der Mitarbeitenden: Man sichert sich stärker ab, hinterfragt Entscheidungen weniger offen und übernimmt irgendwann weniger eigenständig Verantwortung.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Verlässlichkeit und Transparenz bei Entscheidungen schaffen. Richtungswechsel sind in einem dynamischen Unternehmen unvermeidbar, sollten aber nachvollziehbar erklärt und ihre Auswirkungen auf bereits geleistete Arbeit und bestehende Prioritäten berücksichtigt werden. Entscheidungen sollten nicht kurzfristig mehrfach geändert werden, ohne die daraus entstehenden zusätzlichen Aufwände für die Mitarbeitenden im Blick zu haben.
Gleichzeitig sollte Führung stärker von Klarheit, Verbindlichkeit und offenem Austausch geprägt sein. Mitarbeitende müssen auch kritische Einschätzungen oder abweichende Meinungen äußern können, ohne sich anschließend fragen zu müssen, ob ihnen ihre Offenheit zum Nachteil wird.
Eine Kultur, in der Entscheidungen nachvollziehbar sind, Zusagen Verlässlichkeit haben und Fehler oder unterschiedliche Sichtweisen offen besprochen werden können, würde aus meiner Sicht dazu führen, dass Mitarbeitende wieder mehr Sicherheit haben, eigenständig zu entscheiden und Verantwortung zu übernehmen.