Ihr Unternehmen?

Kein Logo hinterlegt

TEDi 
GmbH 
& 
Co. 
KG
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Mehrfachbewertung

Ein Arbeitgeber, der sein Potenzial selbst verschenkt

2,5
Nicht empfohlen
Mehrfachbewertung
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 im Bereich Finanzen / Controlling bei TEDi Verwaltungs- und Beteiligungs-GmbH in Dortmund gearbeitet und diesen Arbeitgeber mehrfach bewertet. (Mitarbeiter:innen dürfen ihren Arbeitgeber einmal im Jahr bewerten.)

Gut am Arbeitgeber finde ich

- Sehr unkomplizierter Einstieg auch für Bewerber, die nicht zu 100 % aus dem Fachbereich kommen
- Gleitzeitregelung (abgesehen von den Kernarbeitszeiten) und die Möglichkeit, mobil zu arbeiten.
- Auf operativer Ebene herrscht ein starker Zusammenhalt („Wir sitzen alle im selben Boot“), man unterstützt sich gegenseitig.
- Das Vorhandensein einer betriebseigenen Kantine erleichtert den Arbeitsalltag.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

- Eine spürbare Angstkultur auf operativer Ebene.
- Absurde Einsparungsmaßnahmen.
- Während das Einstiegsgehalt okay ist, stagniert die Vergütung bei steigender Verantwortung. Gehaltserhöhungen sind kaum durchzusetzen, Zusagen werden teils nicht eingehalten.
- Altertümliche Software zwingt zu enorm viel manuellem Aufwand und langweiliger Datenpflege.
- Fokus in Sachen Weiterbildung liegt auf extrem verkürzte, interne Schulungen.

Verbesserungsvorschläge

- In faire Gehälter und gute Benefits (Mitarbeiterbindung) investieren, als die hohen Kosten ständiger Fluktuation und den damit verbundenen Wissensverlust zu tragen.
- Aktiv an einer Vertrauenskultur arbeiten. Kommunikation von oben muss motivieren und Sicherheit geben, statt Misstrauen zu säen.
- Ergonomische Standards schaffen (z. B. höhenverstellbare Schreibtische) und modernisieren der IT-Infrastruktur, um manuelle Prozesse zu minimieren.
- Vollwertige, externe Weiterbildungen (IHK-Lehrgänge, Ausbilderscheine) statt billiger, eintägiger Alibi-Schulungen ermöglichen.

Arbeitsatmosphäre

Die Atmosphäre ist stark von einer unterschwelligen Angst geprägt. Fehlervermeidung steht oft im Vordergrund vor Innovation.

Durch die hohe Arbeitsbelastung, stagnierende Gehälter und den ständigen Sparkurs ist die Stimmung in fast allen Bereichen, zu denen ich Kontakt hatte, durchweg negativ.

Kommunikation

Informationen der Geschäftsführung oder des Gesellschafters werden oft sehr distanziert und unglücklich kommuniziert. Statt Motivation oder Sicherheit zu vermitteln, erzeugen Ankündigungen auf operativer Ebene meist Verunsicherung und Skepsis.

Der Austausch zwischen den einzelnen Bereichen verläuft oft sehr zäh. Es wird zu wenig miteinander und zu viel übereinander gesprochen.

Wichtige strategische Entscheidungen oder die hohe Fluktuation in den Führungsebenen werden kaum transparent oder nachvollziehbar erklärt.

Kollegenzusammenhalt

Trotz der allgemein schlechten Stimmung im Unternehmen ist der Zusammenhalt unter den Kollegen auf der Arbeitsebene wirklich gut.

Wie gut der Zusammenhalt im Detail ist, hängt stark vom jeweiligen Bereich ab - ich konnte hier allerdings überwiegend positive Erfahrungen sammeln.

Work-Life-Balance

Dank der flexiblen Arbeitszeiten und der Möglichkeit zum mobilen Arbeiten ist die Basis solide. Allerdings wird die Flexibilität durch starre Kernarbeitszeiten wieder etwas eingeschränkt.

In vielen Bereichen herrscht ein spürbarer Druck von der Führungsebene, Aufgaben zeitnah fertigzustellen. Dadurch sind Überstunden und längeres Bleiben an der Tagesordnung.

Positiv ist, dass die aufgebauten Überstunden in der Regel problemlos abgefeiert werden können. Dennoch bleibt es ein spürbarer Einschnitt in die Freizeitgestaltung, da die Mehrarbeit oft kurzfristig eingefordert wird.

Vorgesetztenverhalten

Ich persönlich habe überwiegend gute Erfahrungen mit meinen direkten Vorgesetzten gemacht. Menschlich oft in Ordnung, allerdings leiden die Führungskräfte unter einer extremen Arbeitsbelastung. Da die Vorgesetzten zu stark in das operative Tagesgeschäft und endlose Meetings eingebunden sind, bleibt im Alltag kaum Zeit für die Führung und Entwicklung der eigenen Mitarbeiter.

Zusagen werden leider nicht immer eingehalten – so wurde mir beispielsweise eine Gehaltserhöhung versprochen, die am Ende ohne plausible Begründung um 300 € niedriger ausfiel als angekündigt. Zudem ist die Zusammenarbeit auf den höheren Ebenen (Geschäftsführung/Geschäftsleitung) stark von firmenpolitischen Machtspielchen geprägt, was sich negativ auf die darunterliegenden Ebenen auswirkt.

Interessante Aufgaben

Es gibt durchaus spannende Projekte und Aufgaben. Allerdings wird die Motivation oft im Keim erstickt, weil Prioritäten und Aufgaben ständig von ganz oben umgeworfen oder verschoben werden. Diese willkürlichen Umstrukturierungen wirken oft planlos und frustrieren das Team.

Durch den Einsatz sehr altertümlicher IT-Systeme ist man gezwungen, enorm viel Zeit mit manuellem „Kleinscheiß“, Datenpflege und Workarounds zu verbringen.

Statt strategisch und analytisch zu arbeiten, geht viel Arbeitszeit für administrative Routinearbeiten verloren, die mit moderner Software längst automatisiert sein könnten.

Gleichberechtigung

Im Großen und Ganzen wird das Thema Gleichberechtigung im Unternehmen gelebt und respektiert.

Es gibt vereinzelt Führungskräfte, die bei der Vergabe von spannenden Projekten oder Aufgaben voreingenommen agieren und bestimmte Mitarbeiter bevorzugen. Dies sind nach meiner Wahrnehmung jedoch eher persönliche Einzelfälle auf Abteilungsebene und kein strukturelles Problem des gesamten Unternehmens.

Umgang mit älteren Kollegen

Da TEDi primär als Arbeitgeber für Berufseinsteiger attraktiv ist und für erfahrene Professionals kaum Anreize bietet, ist der Altersdurchschnitt recht jung. Es gibt schlichtweg sehr wenige ältere Kollegen.

Bei den wenigen älteren Kollegen, die im Unternehmen tätig sind, ist mir im direkten Umgang absolut nichts Negatives aufgefallen. Der Umgang ist respektvoll und auf Augenhöhe.

Der Punktabzug begründet sich darin, dass das Unternehmen es versäumt, attraktive Rahmenbedingungen für ältere, berufserfahrene Menschen zu schaffen. Durch den Fokus auf Einsteiger und die hohe Fluktuation bei den Professionals geht dem Unternehmen massiv viel Fachwissen und Lebenserfahrung verloren, was sich im Arbeitsalltag bemerkbar macht.

Arbeitsbedingungen

Modernes Arbeiten sieht anders aus. Es wird sich vehement gegen notwendige Anschaffungen gesträubt – selbst ergonomische Standards wie höhenverstellbare Schreibtische sind keine Selbstverständlichkeit und nur schwer durchzusetzen.

Man arbeitet mit extrem altertümlichen Systemen, die den Arbeitsalltag unnötig verlangsamen und viel manuelle, fehleranfällige Datenpflege erfordern.

Die physischen Bedingungen werden durch die psychischen Belastungen verstärkt. Es herrscht ein enormer Druck von oben, Aufgaben trotz mangelhafter Tools schnell fertigzustellen. Die Unzufriedenheit unter den Kollegen ist dadurch allgegenwärtig und drückt massiv auf die tägliche Arbeitsmoral.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Positiv zu erwähnen ist, dass in den Büros Mülltrennung stattfindet. Das war es dann im operativen Alltag aber auch im Wesentlichen.

Aufgrund des Geschäftsmodells (Massenware, hoher Anteil an Importen aus China, viel Plastik) ist echtes Umweltbewusstsein natürlich systemisch schwer umsetzbar.

Die auf der Homepage präsentierten Nachhaltigkeitskennzahlen wirken im Vergleich zur gelebten Realität eher wie Greenwashing. Ein tief verankertes, ehrliches Bewusstsein für Umwelt und Soziales ist im täglichen Handeln des Unternehmens kaum spürbar.

Gehalt/Benefits

Das Einstiegsgehalt ist – insbesondere für Quereinsteiger – durchaus solide. Große Sprünge oder gar Vermögensaufbau sind damit jedoch faktisch nicht möglich.

Sobald man eingearbeitet ist und der Workload sowie die Verantwortung auf das Niveau eines Professionals steigen, stagniert das Gehalt. Gehaltserhöhungen sind extrem schwer durchzusetzen und fallen dann nur marginal aus.

Es ist unverständlich, warum hier so stark gespart wird, da die Rekrutierung und Einarbeitung neuer Mitarbeiter das Unternehmen am Ende deutlich teurer zu stehen kommt als eine faire Anpassung für Leistungsträger.

Image

Das Image von TEDi in der Öffentlichkeit ist allgemein bekannt und leider auch als Arbeitgeber nicht besonders gut.

Viele der typischen Vorurteile bezüglich des extremen Sparkurses und der hierarchischen Strukturen bestätigen sich leider im Arbeitsalltag. Das macht es nicht nur schwer, stolz auf seinen Arbeitgeber zu sein, sondern erschwert dem Unternehmen auch die Gewinnung qualifizierter Fachkräfte.

Karriere/Weiterbildung

In der Vergangenheit gab es durchaus erfolgreiche interne Aufstiege in Führungspositionen. Mittlerweile hat sich das Blatt jedoch gewendet: Höhere Positionen werden bevorzugt extern besetzt, anstatt den eigenen, loyalen Mitarbeitern eine echte Perspektive zu bieten.

Es gibt zwar eine Weiterbildungsabteilung, diese setzt jedoch fast ausschließlich auf extrem verkürzte interne Schulungen, um Kosten zu sparen. Ein bezeichnendes Beispiel: Statt Mitarbeitern einen echten IHK-Ausbilderschein zu ermöglichen, wird eine interne Schulung zum „Ausbildungsbeauftragten“ angeboten, die an nur einem einzigen Tag abgefrühstückt wird.

Hochwertige, externe Weiterbildungen wie IHK-Lehrgänge oder die Unterstützung eines berufsbegleitenden Studiums sucht man hier vergeblich. So sieht moderne Personalentwicklung im Jahr 2026 definitiv nicht aus.

HilfreichHilfreich?ZustimmenZustimmen?MeldenTeilen
Loading...